| 6.
Beschreibung der
Wurzelfrüchte |
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| 6.1. Petersilie (Petroselinum crispum,
Petroselinum sativum) |
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Eine zweijährige krautige Pflanze aus der Familie
der Doldengewächse. Sie ist als Gartenkultur auf dem ganzen
Territorium der UdSSR verbreitet. Es gibt mehrere Sorten, die sich
in zwei Gruppen einteilen lassen: Wurzelpetersilie (dominierend ist
die Wurzel, in der sich das Aroma konzentriert) und Blattpetersilie
(hier werden hauptsächlich die aromatischen Blätter verwendet) .Die
Blattpetersilie ist würziger, besonders die wildwachsenden Sorten,
die man im Kaukasus antrifft.
Im allgemeinen wird von der Petersilie (unabhängig von der Sorte)
die ganze Pflanze frisch oder getrocknet verwendet, also Wurzel,
Blätter, Samen. Alle Teile eignen sich gut zum Trocknen und behalten
lange Zeit ihr Aroma bei. Traditionsgemäß verwendet man die
Petersilie zu Suppen. Das Petersiliengrün gehört zu den
Bestandteilen aller Arten von Suppengrün. Sowohl das frische als
auch das getrocknete Grün ist für Salate, als Zugabe zu Gemüse-,
Fleisch- und besonders Fischgerichten geeignet. Pulverisiertes
Petersiliengrün und Samen sind ein Bestandteil vieler
Gewürzmischungen, hauptsächlich der Fischgewürze. |
| 6.2. Pastinak (Pastinaca
sativa) |
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Synonyme: Gevatterblume, Hammelmöhre Eine
zweijährige krautige Pflanze aus der Familie der Doldengewächse.
Pastinak wird in den mittleren und südlichen Gebieten der UdSSR
kultiviert. Es gibt einige Gartensorten. Alle haben eine sehr
fleischige Wurzel mit grauweißem Fruchtfleisch. Der Geschmack ist
zarter als der der Petersilie. Man nimmt nicht nur die Wurzel,
sondern auch die Blätter, Blüten und Samen zum Würzen.
Pastinak wird wie Petersilie verwendet. Die weichere Wurzel ist roh
(gerieben) für Salate und Gemüsepüree geeignet.
Pastinak hat als Gewürz seine "Launen", erfordert eine besondere
Behandlung, da das Aroma leicht zerstört werden kann. Man schält ihn
entweder mit einem Knochen- bzw. Plastikmesser oder zumindest mit
einem Messer aus nicht rostendem Stahl, wäscht ihn dann in kaltem
Wasser oder noch besser in Eiswasser, dem man Mehl oder Kleie
zugesetzt hat, und bewahrt ihn in mit Zitronensaft angesäuertem
Wasser auf. |
| 6.3. Sellerie (Apium
graveolens) |
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Eine zweijährige krautige Pflanze aus der Familie
der Doldengewächse. Man unterscheidet Wurzel- bzw. Knollensellerie
und Blattsellerie. Die Wurzeln sind im Unterschied zur Petersilie
und zum Pastinak nicht zylindrisch-konisch, sondern rund, ein wenig
platt gedrückt, von der Größe eines Apfels. Das Innere der Wurzel
ist schneeweiß und hat ein sehr kräftiges, aber angenehmes Aroma.
Die Blattsorten bilden eine stark entwickelte Rosette zarter Blätter
von hellgrüner Farbe.
Von beiden Selleriesorten verwendet man frisch oder getrocknet alle
Pflanzenteile, sogar die Stängel, die bedeutend zarter sind als die
der Petersilie.
Alle Teile werden einzeln getrocknet. Das zum Trocknen vorgesehene
Grün muss man möglichst vor der Blüte ernten.
Zwar verwendet man Sellerie im allgemeinen wie Petersilie, aber er
hat doch seine Besonderheiten. Erstens kann man die Sellerieknollen
roh (geschnitzelt, klein geschnitten oder gerieben) für Salate,
kalte Suppen, besonders in Verbindung mit Tomaten und Kartoffeln,
und für Gemüsepüree verwenden. Zweitens eignet sich Sellerie
hauptsächlich zum Abtönen von Fleisch- und Gemüsegerichten sowie für
Geflügel. Für Fischgerichte ist er allerdings weniger geeignet, denn
sein zartes Aroma kann nie den Fischgeruch neutralisieren. Drittens
lassen sich aus dem trockenen Sellerieknollen Pulver und
Selleriesalz bereiten, das man im Winter als Sellerieersatz und für
belegte Brote
und Selleriesoßen verwenden kann. |
| 6.4. Fenchel (Anetum
foeniculum, Foeniculum vulgare) |
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Eine zweijährige krautige Pflanze aus der Familie
der Doldengewächse. Heimat: Kleinasien, Syrien. Kultiviert wird
Fenchel in allen Ländern Europas und Asiens. Wild wächst er auf der
Krim und im Kaukasus. Die ganze Pflanze hat ein angenehmes
anisähnliches süßlich-würziges Aroma und auch einen solchen
Geschmack.
Verwendet werden alle Pflanzenteile: die im Frühling des zweiten
Jahres oder im Spätherbst des ersten Jahres geernteten Wurzeln; die
Blätter und Stängel, die man vor dem Blühen schneidet, die Blüten,
die man zu Beginn des Blühens pflückt, die Samen, die im August/
September halb reif eingesammelt und in einem Raum mit guter
Belüftung getrocknet werden.
Wurzeln und Blätter des Fenchels verwendet man frisch für Salate
(Kraut-, Möhren-, Rübensalat), gibt sie aber auch zum Dünsten von
Fisch und Schweinefleisch (zu letztgenanntem Gericht hauptsächlich
die Wurzeln oder eine Soße daraus).
Die Stängel werden leicht blanchiert und halb roh gegessen, zu
Salaten verarbeitet oder als Gemüsebeilage verwendet. Die Samen
nimmt man zu Suppen (Fisch- und Kohlsuppen, Suppen aus
Schweinefleisch), zu Fisch- und Schweinefleischgerichte, für
Gemüsemarinaden und zum Einlegen von Kraut, Gurken, Äpfeln, Melonen
und wilden Beeren.
Fenchelsoßen passen gut zu Schweinefleisch, Gerichten aus Innereien
und zu kaltem Fisch. Fenchel wird besonders häufig in der Küche der
Völker Indochinas, aber auch in der französischen und der
italienischen Küche verwendet. |
| 6.5. Meerrettich
(Amoracia rusticana, Cochlearia armoracia) |
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Eine mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie
der Kreuzblütler
Meerrettich wächst in allen Teilen der UdSSR. Wild trifft man ihn im
mittleren Gürtel des europäischen Teils der UdSSR, im Kaukasus
Westsibirien an.
Genutzt werden hauptsächlich die Wurzeln und in geringerem Maße die
jungen, zarten, hell grünen Blättchen.
Die Blätter nimmt man nur frisch wie Dill zu Salaten, Suppen, auf
Brote, zum Einlegen von Gurken und Tomaten.
Aus den Wurzeln bereitet man besonders Lösungen, die in der
Kochkunst unter der Bezeichnung "Tafelmeerrettich" bekannt sind und
die man zu kalten Gerichten und Vorspeisen reicht. |
►Tafelmeerrettich
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Die Wurzeln werden sorgfältig in kaltem
Wasser gewaschen, außen von Beschädigungen und dunklen Flecken
gesäubert (leicht abgeschabt. Dann reibt man die holzigen
elastischen Wurzeln auf einer Reibe. Zur geriebenen Masse gibt
man etwas Salz, das Zweifache bis Dreifache an klaren Zucker, 1
bis 2 Teelöffel Zitronenschalen und als "Lösemittel", je nach
Verwendungszweck und Geschmack, abgekochtes kaltes Wasser, das
mit Zitronensaft bzw. 2%iger aromatisierter Essiglösung, dem
Saft von roten Rüben mit Zitronensäure oder saurer Sahne
angesäuert wurde. Man kann Meerrettich auch mit zerlassener
Butter mit Fleisch- oder Fischbrühe auflösen und muss ihn dann
aber mindestens 30 min bis 40 min ziehen ehe er gebrauchsfähig
ist. Aufbewahren muss man ihn in dicht schließenden Glasgefäß,
damit seine "Schärfe" nicht verfliegen kann. Alle Lösemittel
sind nur kalt hinzuzufügen, also Meerrettich auf keinen Fall mit
heißem Wasser übergießen, wie es in einigen Kochbüchern
vorgeschlagen wird. Das Lösemittel soll die des geriebenen
Meerrettichs etwas übersteigen. Meerrettich ist nicht nur als
selbständige Zutat, sondern auch Herstellung verschiedener Soßen
gut geeignet. Meerettichwurzeln können auch getrocknet werden.
Das muss aber sorgfältig und so schnell wie möglich geschehen,
damit das nicht verfliegt. Hauptsache ist, dass man ihn vorher
nicht nass macht damit er nicht unnötig Wasser aufsaugt. Die
klein geschnittenen getrockneten Wurzelstückchen sind in einem
Porzellangefäß zu zerstoßen und das Pulver ist in einem
trockenen, fest verschlossenen trocken aufzubewahren. Es genügt,
dieses Pulver in mit Zitrone angesäuertem Wasser aufzulösen, um
einen sofort gebrauchsfertigen Tafelmeerrettich zu erhalten.
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14.01.2010 15:04 Uhr
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