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8.
Beschreibung
von Gewürzmischungen |
|
Neben den vielen Gewürzen, die man einzeln oder
in verschiedenen Verbindungen miteinander während oder zum Schluss
des Zubereitungsprozesses in die Speisen geben kann, werden in der
Küchenpraxis auch zusammengesetzte Gewürze (Mischungen), die vorher
aus einer bestimmten Anzahl von Komponenten und nach streng
konstanten Proportionen hergestellt wurden, verwendet. Diese
zusammengesetzten Gewürze sind entweder ein pulverförmiges oder ein
Paste ähnliches homogenes Gemisch mit eigenständigem Geruch und
Geschmack, die das jeweilige Gemisch von allen anderen Gewürzen
sowie auch von anderen Mischungen unterscheiden.
Diese Gewürzmischungen geben dem Koch erstens die Möglichkeit, das
von den einzelnen Gewürzen gebildete Aromabouquet zu erweitern und
abwechslungsreicher zu gestalten, zweitens erleichtern sie die
Verwendung der Gewürze bei der Speisenzubereitung; sie können auch
die Herstellung von verschiedenen Gerichten beschleunigen. Es genügt
z. B. 1 Teelöffel voll fertige Suppen-Gewürzmischung für eine
Bouillon oder 1 Teelöffel voll von der sog. siamesischen Mischung
für Kartoffelpüree, und schon erhält man völlig neue Gerichte mit
einem besonderen Aroma, das weder die gewöhnliche Bouillon noch die
Kartoffeln aufweisen können.
Gewürzmischungen, schon seit altersher bekannt, wurden sogar noch
häufiger verwendet als die einzelnen Gewürze. Die alten Griechen und
Römer schätzten solche Mischungen wie Garum (für zweite Gerichte),
Suffumigium mascatum (Konditoreimischung) ebenso wie die jetzt aus
dem Gebrauch gekommenen Gewürze Narde, indische Nuss und Costus. Und
schließlich besaßen sie noch ein Rezept für den sog . Wein des
Hippokrates, der aus Nelken, Zimt, Ingwer und Paradieskörnern
bestand. Mit dem Untergang der Antike gingen auch die genauen
Rezepturen vieler Gewürzmischungen verloren, und es kamen allmählich
einige ihrer Komponenten außer Gebrauch. Deshalb waren in Europa die
Gewürzmischungen relativ wenig verbreitet.
In den östlichen Ländern jedoch, von Kleinasien bis China und Japan,
wo sich die Gewürzkultur erhalten und im Laufe der Jahrhunderte
immer mehr verfeinert hat, wurde eine Vielzahl von Gewürzmischungen
zusammengestellt und der allgemeinen Verwendung zugeführt. Ihre
Zusammensetzung passte sich jeweils den gegebenen natürlichen
Bedingungen und dem Geschmack der Völker der verschiedenen Gebiete
an. Einige dieser Mischungen, die überall hohe Anerkennung fanden,
gelangten zu einer weiten geographischen Verbreitung. Sie
überschritten nicht nur die Grenzen der einzelnen Länder, sondern
die der Kontinente. Das trifft z. B. für die bekannte indische
Gewürzmischung Curry, zum Teil für die siamesische Mischung (10
Spezereien), aber auch für die chinesische Mischung (5 Spezereien)
zu. |
|
8.1.
Curry-Mischungen |
|
Die Curry-Mischung errang weltweite Anerkennung.
Von Indien ausgehend, breitete sie sich über ganz Asien, von Aden
bis nach Yokohama, aus. Engländer brachten sie dann nach Europa,
Amerika und Australien. Heute ist Curry die am meisten verbreitete
Gewürzmischung, die nicht nur im Haushalt, sondern auch in der
Lebensmittelproduktion der meisten Länder verwendet wird, und zwar
bei der Herstellung von Konserven, Suppenpulver und Curry-Soßen.
Große Mengen dieser Mischung werden auf dem Weltmarkt in Pulverform
verkauft, sie dienen als Würze für Gemüse-, Fleisch- und
Reisgerichte.
Allmählich entstand eine Vielzahl örtlicher und nationaler
Variationen der Curry-Mischung. Außerdem veränderte sich die
Curry-Mischung, nachdem sie nach Europa und Amerika gekommen war,
dem europäischen und dem amerikanischen Geschmack entsprechend und
je nach dem, von welcher Firma sie hergestellt wurde. Es tauchten
verschiedene Curry-Marken und - Arten auf, die jedoch alle -
ungeachtet der Unterschiede einige allgemeine Züge tragen.
Curry-Pulver kann sich nicht nur hinsichtlich seiner Gewürze
unterscheiden, sondern auch im unterschiedlichen Mischungsverhältnis
seiner Komponenten. Unter dem Pseudonym Curry sind also sehr
verschiedenartige Gewürzmischungen verborgen.
Die Curry-Mischung besteht gewöhnlich aus 7 bis 12 und sogar bis zu
20 und 24 Komponenten. Ein unbedingt erforderlicher Bestandteil von
Curry muss jedoch das Curry-Blatt sein (das Blatt von Murraya
koenigii - eine Pflanze, die man allein nicht verwendet), sowie
das Pulver der Kurkumawurzeln. In einigen Ländern Asiens, aber auch
in Europa und Amerika, wo auf Grund örtlicher Bedingungen keine
Curry-Blätter zur Verfügung stehen, können sie durch Bockshornklee
ersetzt werden. Das Vorhandensein von Bockshornklee und Kurkuma ist
schon ein Kennzeichen für die Curry-Gewürzmischung. In Europa
glaubte man jedoch lange Zeit, dass Kurkuma der Hauptbestand- teil
von Curry ist. In Wirklichkeit sind neben Kurkuma (20% bis 30% jeder
Curry-Mischung) Koriander (20% bis 50 %), Bockshornklee (5% bis 10
%) und Gewürzpaprika, meist Cayennepfeffer (1 % bis 6 %) die
wichtigsten Bestandteile von Curry. Um Curry jeder beliebigen
Zusammensetzung zu erhalten, muss man in erster Linie folgende 4
Gewürze haben: Koriander, Kurkuma, Bockshornklee und scharfen
Gewürzpaprika. Sie stellen zusammen 46 % bis 96 % des Curry-Pulvers
dar, während die anderen 10 bis 15 Bestandteile insgesamt 4% bis 54%
der verschiedenen Curry-Gewürzmischungen ausmachen, die meist dazu
auserwählt werden, um den Gewürzmischungen noch diese oder jene
Aromanuance zu verleihen. Alle diese Gewürze sind in der UdSSR
vorhanden, so dass eine Herstellung von Curry-Pulver in jeder Weise,
d. h. sowohl industriell als auch unter häuslichen Bedingungen,
möglich ist. Im folgenden werden einige Varianten von
Curry-Mischungen aufgeführt. |
|
Osteuropäischer Curry (grob, scharf) meist für die
Konservenindustrie |
|
Hauptbestandteile |
Zusätzliche
Bestandteile |
|
Paprika |
45,00% |
Nelken |
5,00% |
|
Koriander |
22,00% |
Weißer Pfeffer oder Kardamon |
3,00% |
|
Kurkuma |
18,00% |
Muskatnuss |
2,00% |
|
Bockshornklee |
5,00% |
|
|
|
Insgesamt: |
90,00% |
Insgesamt: |
10,00% |
|
|
|
Westeuropäischer Curry (ein, einfach)
meist für Lebensmittelindustrie und Haushalt |
|
Hauptbestandteile |
Zusätzliche
Bestandteile |
|
Kurkuma |
30,00% |
Ingwer |
20,00% |
|
Koriander |
20,00% |
Schwarzer Pfeffer |
5,00% |
|
Bockshornklee |
10,00% |
Zimt |
5,00% |
|
Cayennepfeffer |
5,00% |
Nelken |
5,00% |
|
Insgesamt: |
65,00% |
Insgesamt: |
35,00% |
|
|

|
Außer den 4
Grundbestandteilen können noch folgende Gewürze ins Gemisch
aufgenommen werden: |
|
entweder: |
oder: |
|
Ajowan |
Ajowan |
|
Ingwer |
Ingwer |
|
Schwarzer Pfeffer |
Schwarzer Pfeffer |
|
Asa foetida |
Nelken |
|
Curcuma aromatica (anstelle Langer Kurkuma) |
Kardamon |
|
Knoblauch |
Zimt |
|
|
Muskatblüte |
|
|
Jamaika Pfeffer |
|
|
Noch reichhaltiger und verschiedenartiger in der
Zusammenstellung und folglich auch im aromatischen Bouquet ist der
südasiatische Curry, der in Indien, Bangladesh, Burma, Laos,
Kambodscha, Indonesien, Malaysia sowie in der SR Vietnam Verwendung
findet. Es handelt sich hier um sog. vollständigen Curry, dem -
außer den 4 Grundgewürzen - noch folgende Gewürze zugesetzt werden: |
|
|
Ajowan |
Ingwer |
Fenchel |
Schwarzer Pfeffer |
Asa foetida |
|
Nelken |
|
Kardamon |
Zimt |
Zimt |
|
Muskatblüte |
|
Knoblauch |
Jamaika-Pfeffer |
Weißer Pfeffer |
|
Basilikum |
|
Galgant |
Garcinia |
Minze |
|
|
Zu den Bestandteilen des vollständigen
Curry-Pulvers können also bis zu 20 Gewürze gehören, wobei in
einigen Gegenden noch 2 bis 4 andere Gewürze hinzugenommen werden.
Eine solche Zusammensetzung findet man meist bei
Haushaltsmischungen. Für die Lebensmittelindustrie wurden Standards
für Curry-Pulver ausgearbeitet, die maximal aus 15 Gewürzen
bestehen. Sie unterscheiden sich nach Schärfe (scharf und mild),
nach Farbe (dunkel und hell) und nach der Anwendungssphäre (für
Fleisch, Gemüse, Fisch, Reis usw.). Einige dieser Curry-Standards
(Angaben in g) sind im folgenden aufgeführt: |
|
Gewürze |
Indischer Curry mit breiter Anwendungssphäre
(außer für Fischgerichte) |
Vollständiger
Curry
guter Qualität |
Unvollständiger Curry
(billige Sorte) |
|
Angaben in Gramm |
mild/hell |
Scharf/
hell |
Scharf/
dunkel |
Mittelscharf/
hell |
Mittelscharf/
dunkel |
Curry für Fischgerichte |
scharf |
mild |
|
Jamaika-Pfeffer |
- |
- |
- |
4 |
4 |
- |
4 |
4 |
|
Cayenne-Pfeffer |
1 |
6 |
6 |
4 |
4 |
2 |
5 |
2 |
|
China-Zimt |
- |
- |
- |
4 |
4 |
- |
- |
- |
|
Kardamon |
12 |
12 |
12 |
5 |
5 |
- |
- |
- |
|
Koriander |
24 |
22 |
26 |
27 |
37 |
32 |
36 |
36 |
|
Nelken |
4 |
2 |
2 |
2 |
2 |
- |
- |
- |
|
Ajowan oder
Kreuzkümmel |
10 |
10 |
10 |
8 |
8 |
10 |
10 |
10 |
|
Fenchel |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
4 |
- |
- |
|
Bockshornklee |
10 |
4 |
10 |
4 |
4 |
10 |
10 |
10 |
|
Ingwer |
- |
7 |
7 |
4 |
4 |
- |
5 |
2 |
|
Muskatblüte |
- |
- |
- |
2 |
2 |
- |
- |
- |
|
Weißer Senf |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
5 |
3 |
|
Schwarzer Pfeffer |
- |
- |
5 |
- |
4 |
- |
5 |
- |
|
Weißer Pfeffer |
5 |
5 |
- |
4 |
- |
10 |
- |
5 |
|
Kurkuma |
32 |
30 |
20 |
30 |
20 |
32 |
20 |
28 |
|
Insgesamt |
100 |
100 |
100 |
100 |
100 |
100 |
100 |
100 |
|
|
 |
|
In allen diesen
Standardrezepten ist eine fünfte Komponente unbedingt erforderlich
- Kreuzkümmel für die europäischen und Ajowan für die
asiatischen Curry-Arten, da diese Gewürze in der Mehrzahl der
klassischen Curry-Mischungen in den Ländern des Mittleren Ostens und
in Indien verwendet werden. So kann man folgende 5 Bestandteile als
verbindlich betrachten: Koriander, Kurkuma, Bockshornklee, Paprika,
Kreuzkümmel (oder Ajowan).
Mit Curry-Pulver als Grundlage lassen sich verschiedene Curry-Soßen
herstellen, die man als fertige konzentrierte Zutaten betrachten
muss
Außer Curry-Pulver gehören zu ihren Bestandteilen Essig, Mehl und
Salz in verschiedenen Proportionen und ein Füllstoff, wie
Fleischbrühe, Apfel-, Tomaten- oder Pflaumenmus, manchmal Soja oder
Granatapfelsaft. Je nachdem, wie die Soße zusammengesetzt ist, kann
man sie zu den .verschiedensten Gerichten verwenden. Das
Vorhandensein von Essig jedoch macht die Curry-Soße -schärfer, in
ihren sensorischen Eigenschaften strenger und führt nicht selten zum
Verlust der nützlichen diätetischen Eigenschaften der im
Curry-Pulver enthaltenen Gewürze. Deshalb ist die Verwendung von
Curry-Pulver vorteilhafter.
Im
Vergleich zum Curry sind die anderen noch existierenden
Gewürzmisc4ungen in ihrer Zusammensetzung weniger kompliziert; sie
haben auch eine viel geringere geographische Ausbreitung, die von
der nationalen Zusammensetzung der Bevölkerung und den alten
kulturellen Traditionen, die insbesondere in der Beibehaltung einer
eigenständigen Ernährungskultur zum Ausdruck kommen, bestimmt wird.
So haben z. B. Indien, Burma, Laos, Kambodscha, Indonesien, die VR
China und auch Gebiete der UdSSR, wie Transkaukasien, die
Moldauische SSR und teilweise auch Mittelasien, ihre eigenen
traditionellen Gewürzmischungen. |
| 8.2.
Indische Mischungen |
| In Indien und auf Sri Lanka werden anstelle von
Curry die sog. indischen Mischungen mit folgender Zusammensetzung
(Angaben in g) verwendet: |
1. Wenn notwendig, kann man den Kreuzkümmel auch durch Kümmel
ersetzen
2. Die Angaben beziehen sich auf je 100 g Gewürzmischung
|
|
Gewürze |
Art der
Mischung |
|
halbscharf |
gemäßigt-wohlriechend |
mild |
|
Jamaika-Pfeffer |
5 |
4 |
5 |
|
China-Zimt |
7 |
8 |
3 |
|
Nelken |
- |
2 |
5 |
|
Koriander |
40 |
42 |
35 |
|
Kümmel |
5 |
4 |
- |
|
Ajowan |
35 |
35 |
35 |
|
Chili-Pfeffer |
5 |
4 |
- |
|
Kardamon |
3 |
1 |
- |
|
Ingwer |
- |
- |
10 |
| |
|
|
|
|
Schwarzer Pfeffer |
- |
- |
5 |
|
|
Ein charakteristischer
Zug der indischen Mischungen ist das Vorhandensein einer großen
Menge kümmelähnlicher Gewürze (Koriander, Ajowan, Kümmel), die 70%
bis 80% der gesamten Mischung ausmachen. Dadurch erklärt sich ihre
geringe Brennschärfe. |
|
 |
| 8.3.
Siamesische Mischung |
| Wenig brennend ist auch die
siamesische Mischung, die in Thailand, Kambodscha, Ost- und
Südburma sowie in Laos und Vietnam weit verbreitet ist. Die
siamesische Mischung besteht aus 10 bis 11 Gewürzen, wobei die
Schalotte im trockenen Gemisch fehlen kann. Sie wird den Gerichten
meist frisch zusammen mit der Gewürzmischung hinzugefügt. Die
Schalotte ist gewissermaßen die Grundlage des Gemischs und soll im
frischen Zustand das Zehnfache an Masse und Umfang der gesamten
Gewürzmischung betragen (z. B. auf 1 Teelöffel trockenes
siamesisches Gewürz 10 Teelöffel klein geschnittene Schalotten). Die
siamesische Gewürzmischung besteht trocken also praktisch aus
nur 10 Gewürzen: |
|
Siamesische Mischung |
|
|
Knoblauchpulver |
Alle Komponenten zu gleichen Teilen;
Zimt manchmal zu 2 Teilen
Muskatblüte kann durch Muskatnuss -
Fenchel kann durch Dill ersetzt werden. |
|
Fenchel |
|
Anis |
|
Sternanis |
|
Kurkuma |
|
Muskatblüte |
|
Schwarzer Pfeffer |
|
Kann durch Dill ersetzt |
|
|
|
|
Zu dieser Mischung kommen noch hinzu: |
|
Paprika |
2 Teile |
|
Petersilie (Samen oder Blätter
pulverisiert) |
½ Teil |
|
Kardamon |
½ Teil |
|
|
Diese aromatische und in Geschmack und Geruch
arteigene Mischung mit einer schwachen und angenehmen Brennschärfe
verwendet man für Kartoffel-, Fleisch- und Reisgerichte, aber auch
für Teig, wobei das Pulver unbedingt mit Schalotten verbunden werden
muss Die Zwiebeln sind vorher in Öl anzuschwitzen, dann streut man
das Pulver hinein und rührt es gut unter. Das Gemisch "wirkt" nur im
leicht erhitzten Zustand, wenn es fein verteilt in den Zwiebelsaft
eingerührt wurde. Man darf es aber nicht wie schwarzen Pfeffer in
das bereits fertige Gericht streuen. |
| 8.4.
Chinesische Mischungen |
| Das chinesische Gemisch Usjanmjan hat
keinerlei Brennschärfe. Es ist in 2 Varianten bekannt: |
|
Süßes Usjanmjan |
Scharfes Usjanmjan |
|
Dill |
Japanischer Pfeffer (Chua-zse) |
|
Sternanis |
Sternanis |
|
Nelken |
Nelken (nur Köpfe) |
|
Zimt |
Zimt |
|
Süßholz |
Ingwer |
|
Zu gleichen Teilen - Zimt manchmal 2 Teile |
Alles in
Pulverform zu gleichen Teilen |
|
| Usjanmjan ist für
Fleischgerichte (Hammelfleisch, Schweinefleisch, Rindfleisch),
besonders aber für Geflügel (Hühner, Enten, Truthühner, Fasanen)
geeignet, denen dadurch ein spezifischer, leicht süßlicher Geschmack
verliehen wird. Usjanmjan dient auch zum Würzen von heißen
Fruchtspeisen und Konditoreiwaren, sowie für Gerichte aus
Weichtieren, obwohl dabei nicht die nach unserem Geschmack
erforderliche Schärfe erreicht wird.
Im Gegensatz zu den bisher genannten Gewürzmischungen, die von
vielen Millionen Menschen in der ganzen Welt, besonders aber in
Asien, verwendet werden, haben die nationalen Gewürzmischungen, die
in der UdSSR in erster Linie im Kaukasus und in Mittelasien üblich
sind, eine wesentlich begrenztere Ausbreitung gefunden. |
|
 |
| 8.5.
Grusinische und armenische
Mischungen |
| Auf dem Territorium von Transkaukasien,
hauptsächlich in Grusinien und in Armenien, sind 2 verschiedene
Gewürzmischungen verbreitet -Chmeli-suneli und At;lshika. Die erste
Mischung ist ein trockenes Gemisch und die zweite Mischung eine
Paste. |
|
Chmeli-suneli
(verkürzt) |
Zu gleichen
Teilen in Pulverform |
|
Basilikum |
|
Koriander |
|
Majoran |
|
Dill |
|
Schwarzer
Pfeffer (1% bis 2% von der gesamten Masse) |
|
Safran 0,1%
|
|
|
|
|
Chmeli-suneli (vollständig) |
|
Bockshornklee |
Koriander |
Dill |
Sellerie |
Petersilie |
Basilikum |
|
Bohnenkraut |
Minze |
Lorbeerblatt |
Majoran |
Paprika 2% |
Safran 0,1% |
|
Chmeli-suneli verwendet man für Chartscho,
Saziwi und andere Gerichte der grusinischen Küche. Das
Gemisch soll eine grünliche Farbe aufweisen. |
|
|
|
Adshika |
|
Chmeli-suneli |
3 Teile |
|
Paprika |
2 Teile |
|
Knoblauch |
1 Teil |
|
Koriander |
1 Teil |
|
Dill |
1 Teil |
|
|
Zu diesem Gemisch aus getrockneten Gewürzen gibt
man etwas Salz und 3- bis 4%igen Weinessig, so dass sich eine
feuchte dicke Paste ergibt, die sich für eine längere Aufbewahrung
in einem fest verschlossenen Glas- oder Keramikgefäß eignet.
Adshika dient als fertige Zugabe für Reis-, Gemüse- und
Fleischgerichte, aber auch für Suppen nach ihrer Fertigstellung. Im
Transkaukasien verwendet man Adshika immer zu gekochten Bohnen (zum
grusinischen Nationalgericht Labia).
In Armenien, das eine sehr alte Ernährungskultur hat, verwendet man
in verschiedenen Gebieten unterschiedliche Gewürzmischungen für die
Herstellung des Nationalgerichtes Dalma (Tolma):
|
|
Jerewaner
Mischung |
Aschtarakei
Mischung |
Einfache
Mischung |
Etschmiadsiner Mischung |
|
Zwiebeln |
Zwiebeln |
Zwiebeln |
Zwiebeln |
|
Schwarzer Pfeffer |
Schwarzer Pfeffer |
Schwarzer Pfeffer |
Schwarzer Pfeffer |
|
Kuttelkraut |
Kuttelkraut |
Kuttelkraut |
Kuttelkraut |
|
Minze |
Minze |
Minze |
Koriander |
|
Koriander |
Estragon |
Koriander |
Basilikum |
|
Basilikum |
Dill |
Petersilie |
Estragon |
|
Zimt |
Petersilie |
|
|
|
Knoblauch |
|
|
|
|
|
Die beliebtesten Gewürze, die die armenische
Küche verwendet, sind Koriander, Minze, Estragon, Basilikum und
Kuttelkraut. In der Moldauischen SSR, in der benachbarten SR
Rumänien und der VR Bulgarien werden traditionsgemäß vielfach
Gewürzmischungen aus 3, 5 oder 7 (manchmal auch 8) Bestandteilen
verwendet. Man nimmt sie zum Würzen von warmen Gemüse- und
Fleischgerichten, zum Marinieren von Gemüse und Obst und für die
Vorbereitung von Fleisch für eine lange Aufbewahrung bzw. zur
Herstellung von Nationalgerichten aus mariniertem Fleisch. |
|
 |
| 8.6.
Moldauische und rumänische
Mischungen |
| Hier sollen nur die populärsten Rezepte für die
Mischungen der moldauischen und der rumänischen Küche angeführt
werden. (Die Angaben sind für 2 Portionen des Grundprodukts
berechnet.) |
|
Gewürzmischungen für Gemüsegerichte und für die Herstellung
von Gemüsen in süß-saurer Marinade |
|
Gemisch aus 3 Gewürzen |
Gemisch aus 5 Gewürzen |
|
Schwarzer Pfeffer
oder Paprikaschoten |
6 Körner/ 1 Schote |
Schwarzer Pfeffer |
6 Körner |
|
Knoblauch |
2 Zehen |
Knoblauch |
2 Zehen |
|
Dill |
2 Zweige |
Dill |
2 Zweige |
|
|
|
Meerrettich |
1 Blatt |
|
|
|
Sellerie |
1 Blatt |
|
|
|
Gemisch aus 8 Gewürzen |
| Schwarzer Pfeffer |
4 Körner |
| Paprika |
1 Schote |
| Knoblauch |
2 Zehen |
| Dill |
6 Zweige |
| Petersilie |
1 Blatt |
| Meerrettich |
1 Blatt |
| Sellerie |
1 Blatt |
| Lorbeerblatt |
1 Blatt |
|
|
Gewürzmischung für Früchte in süßsaurer
Marinade (für 2 L Wasser) |
Gewürzmischung zum Marinieren
von Fleisch für Pökelsalzlake |
|
Jamaika-Pfeffer |
5 – 8 Körner |
Jamaika-Pfeffer |
10 g oder 20 Körner |
|
Nelken |
5 Knospen |
Koriander |
2 g oder 2 TL Samen |
|
Zimt |
1 Stange oder
1 TL gemahlen |
Nelken |
0,5 g oder 4 Knospen |
|
|
|
Lorbeer |
0,5 g oder 4 Blätter |
|
|
Dieses Gemisch kann auf zwei Arten angesetzt
werden: Erstens mit 10 L Wasser und 1 kg Salz und zweitens mit 10 1
Wasser und 6 Gläsern (0,2 I) Salz. Die daraus hergestellte Lake wird
über das in große, mehrere Kilogramm schwere Stücke zerteilte
Fleisch gegossen und muss 84 h (3 ½ Tage) ziehen. Danach wird das
Fleisch entweder gebraten oder getrocknet und auf Vorrat geräuchert.
Wie aus den angeführten Rezepten ersichtlich ist, kombinieren sowohl
die moldauische Küche und die ihr nahe stehende rumänische,
bulgarische als auch die ungarische und jugoslawische Küche
Würzgemüse und Würzkräuter mit den klassischen Gewürzen. Es handelt
sich dabei um relativ schwache Konzentrationen, die durch die
erhöhte Brennschärfe des Paprikas und durch Verwendung einer Salz-
bzw. Essiglösung als Grundlage des Gemisches noch verstärkt werden
können. In der VR Bulgarien und der SR Rumänien wird der Paprika
besonders häufig zu pasteähnlichen Gemischen verwendet, wo er
zusammen mit einer Tomatengrundlage die dominierende Rolle spielt.
In diesen Mischungen, die Luteniza genannt werden, sind stets
Zwiebeln, Knoblauch, Salz und Weinessig enthalten. Trockene
Gewürzmischungen werden in den Ländern Südosteuropas und in der
Moldauischen SSR praktisch nicht verwendet.
Die an trockenen Würzmischungen reiche mittelasiatische Küche
verwendet übrigens kaum Essig oder Würzpasten. |
| 8.7.
Sonstige Gewürzmischungen
|
|
Zu den Bestandteilen der meisten Gewürzmischungen, die in
Usbekistan, Turkmenien, Tadshikistan und Kirgisien verwendet
werden, gehören vorwiegend : |
|
Schwarzer Pfeffer |
Paprika |
Kurkuma |
Basilikum |
|
Ajowan |
Koriander |
Knoblauch |
|
|
| Zu den Bestandteilen der meisten Gewürzmischungen,
die in Usbekistan, Turkmenien, Tadshikistan und Kirgisien verwendet
werden, gehören vorwiegend: 1. Schwarzer Pfeffer 2.
Paprika 3. Kurkuma 4. Basilikum 5. Ajowan 6.
Koriander 7. Knoblauch |
|
 |
|
Außerdem können noch - je nach örtlichen
Bedingungen, Zweck und Wunsch - andere Gewürze hinzu gegeben werden,
z. B. Bohnenkraut, Minze, wilde Zwiebel Lorbeerblätter, sowie auch
Pflanzen, die nicht zu den Gewürzen zählen, die aber dem Gemisch
entweder einen sauren oder einen herben Beigeschmack verleihen, wie
Berberitze (getrocknete Beeren, die "Sirk" genannt werden) und
Bushgun (getrocknete unreife Galleni der Blätter der Pistazie).
Diese zusätzlichen Komponenten kann man den Grundbestandteilen noch
hinzufügen (auch im Austausch), wobei jedoch Paprika, schwarzer
Pfeffer und Ajowan unbedingt in allen Mischungen vorhanden sein
müssen. Die Mischungen mit den meisten Bestandteilen werden für alle
möglichen Gemüsegerichte, aber auch für Suppen (außer Milchsuppen)
eingesetzt. Berberitze und Kurkuma sollte man Suppen nicht
hinzufügen, da sie beim Erwärmen (besonders beim Kochen) den
Geschmack des Gerichtes verderben können. Gewöhnlich nimmt man zum
Herstellen der Mischungen die aufgezählten Komponenten zu gleichen
Teilen. Manchmal kann jedoch ein Gewürz vorherrschen und die
Grundlage für das gesamte Gemisch bilden, z. B. Zwiebeln sowie auch
Knoblauch und Ajowan, die in den Mischungen überwiegen und in der
mittelasiatischen Küche als Zutaten zu Fleischgerichten und
besonders zu Pilaw verwendet werden. Beim Zubereiten von Pilaw
benötigt man unbedingt Sirwakpulver, das aus gleichen Teilen
Paprika, Ajowan und Berberitze und einer geringen Menge Kurkuma
(eine Messerspitze voll) hergestellt wird.
Sirwakpulver gibt man in den Sirwak des Pilaws (mit Möhren und
Zwiebeln in heißem Fett gedünstetes Fleisch), bevor man den Reis
zugibt also ungefähr 30 min vor der Fertigstellung des Pilaws. Für 5
Zwiebeln mittlerer Größe nimmt man gewöhnlich je 1 Teelöffel
gemahlenen Paprika und Ajowan sowie gemahlene Berberitze. Diese
Gewürzmenge ist für etwa 2 kg Rohware (1 kg Reis und je 0,5 kg
Fleisch und Möhren) berechnet. Dabei handelt es sich aber nur um
Durchschnittswerte. Die Gesamtmenge an Gewürzen ist beim Pilaw
bedeutend höher, weil man außer der Gewürzmischung (3 Gewürze) für
den Sirwak in das fertige Gericht noch eine Mischung aus 7 Gewürzen
gibt deren Zusammensetzung bereits oben angeführt wurde. Dabei
gewährleistet eine geschickte Auswahl der Gewürze und ihre
Verbindung mit den Fetten (Fleisch, Öl) und neutralen Produkten
(Reis, Gemüse) einen milden Geschmack, wobei das ganze Gericht nicht
scharf wirkt.
Es wäre unrichtig anzunehmen, dass die Verwendung von
Gewürzmischungen nur ausschließlich für die Völker Asiens, das die
Heimat der Mehrzahl der Gewürze ist charakteristisch sei. In Europa
(besonders in West- und Mitteleuropa) verwendet man ebenfalls
traditionelle und feststehende Gewürzkombinationen. Sie tragen
jedoch keinen so stark ausgeprägten Nationalcharakter wie die
asiatischen Mischungen. Im Verlauf vieler Jahrhunderte wurden
infolge der intensiven Kontakte der westeuropäischen Völker und der
Kultivierung der Gaststättenküche, worauf die französische Kochkunst
einen riesigen Einfluss hatte, die nationalen Unterschiede in der
Anwendung der Gewürze ausgeglichen. Die Folge davon war, dass sich
in den meisten westeuropäischen Ländern mehr oder minder
gemeingültige Gewürzkombinationen herausbildeten. Diese
Kombinationen behielten zwar ihre ursprünglichen, meist mit dem
Ursprungs- oder Produktionsort verbundenen Bezeichnungen, wurden
aber für Gerichte verwendet, die fast international geworden sind.
Solche Mischungen sind z. B. Bologner, Worcester, Frankfurter,
Hamburger und andere Gewürzmischungen. Ein charakteristischer Zug
der europäischen Mischungen ist ihre begrenzte, d. h.
zielgerichtete, Anwendung. Im Unterschied zu den chinesischen
Mischungen, die man gleichzeitig für Fleisch-, Fisch- und
Gemüsegerichte, für Konditoreiwaren und Wildgerichte verwenden kann,
haben die europäischen Mischungen eine genau bestimmte
Anwendungssphäre, getrennt für Fleisch, Fisch, Sü6speisen und sogar
noch getrennt für verschiedene Fleischsorten. Das ist das Resultat
einer Differenzierung des Geschmacks sowie einer völlig anderen
Auswahl der Gewürze, ihrer Kombination und ihres Verhältnisses
untereinander. Die westeuropäische Küche orientiert hauptsächlich
auf klassische Gewürze.
|
| Auf den folgenden Seiten werden die am weitest
verbreiteten und schon Tradition gewordenen Mischungen aufgeführt
(Angaben in g): |
| 8.8.
Gewürzmischungen für Fleischgerichte |
|
Jede Variante ist für 100g
Gemisch berechnet !! |
|
Bologner Mischung
|
Gewürze
|
Mischungsvarianten |
|
I |
II |
III |
IV |
|
Jamaika-Pfeffer |
10 |
5 |
10 |
15 |
|
Kümmel |
3 |
5 |
- |
5 |
|
Koriander |
- |
5 |
- |
10 |
|
Dill |
5 |
5 |
10 |
- |
|
Muskatblüte |
5 |
5 |
5 |
- |
|
Muskatnuss |
10 |
10 |
10 |
5 |
|
Zwiebeln (Pulver) |
4 |
5 |
5 |
5 |
|
Weißer Pfeffer |
53 |
50 |
10 |
55 |
|
Paprika (mild) |
10 |
10 |
50 |
5 |
|
Ergibt 100 g |
|
|
Jede Variante ist für 100g
Gemisch berechnet !! |
|
 |
| Frankfurter Mischung |
|
Gewürze |
Mischungsvarianten |
|
I |
II |
III |
IV |
V |
|
Jamaika-Pfeffer |
10 |
5 |
5 |
- |
- |
|
Anis |
- |
5 |
5 |
10 |
5 |
|
Kümmel |
10 |
5 |
5 |
10 |
5 |
|
Koriander |
10 |
10 |
10 |
10 |
20 |
|
Dill |
- |
5 |
5 |
- |
5 |
|
Muskatblüte |
5 |
10 |
10 |
10 |
10 |
|
Muskatnuss |
10 |
5 |
5 |
5 |
- |
|
Zwiebeln (Pulver) |
3 |
5 |
3 |
3 |
3 |
|
Paprika |
5 |
4 |
4 |
2 |
2 |
|
Weißer Pfeffer |
47 |
46 |
48 |
50 |
50 |
|
Ergibt 100 |
|
|
Jede Variante ist für 100g
Gemisch berechnet !! |
| Hamburger Mischung |
|
Gewürze
|
Mischungsvarianten |
|
I |
II |
|
Jamaika-Pfeffer |
36 |
45 |
|
Sellerie (Samen) |
10 |
10 |
|
Nelken |
10 |
5 |
|
Kardamon |
5 |
- |
|
Zwiebeln (Pulver) |
2 |
2 |
|
Weißer Pfeffer |
12 |
15 |
|
Salbei |
2,5 |
|
|
|
Jede Variante ist für 100g
Gemisch berechnet !! |
|
 |
| Worcester Mischung |
|
Gewürze
|
|
|
Mischungsvarianten |
|
Jamaika-Pfeffer |
45 |
|
Schwarzer Pfeffer |
15 |
|
Nelken |
15 |
|
Ingwer |
20 |
|
Zwiebeln (Pulver) |
5 |
|
Ergibt 100 g |
|
|
Die aufgeführten Mischungen sind für die
Herstellung der entsprechenden Soßen bestimmt, in die dann noch
Fleischbrühe, Mehl, Salz, Zucker, Wein oder Weinessig gegeben
werden. Diese Soßen und Mischungen werden hauptsächlich in
Gaststätten verwendet- Im Haushalt beschränkt man sich auf
einfachere Kombinationen.
Für einige spezifische Fleischarten (Schweinefleisch, Geflügel) gibt
es z. B. in Westeuropa und den USA Gewürzzusammenstellungen in
verschiedenen Varianten. |
|
Jede Variante ist für 100g
Gemisch berechnet !! |
|
Mischung zum Würzen von
Schweinefleisch und Schweinefleischerzeugnissen |
|
Gewürze
|
Mischungsvarianten |
|
I |
II |
III |
IV |
V |
|
Jamaika-Pfeffer |
5 |
10 |
10 |
15 |
- |
|
Sellerie (Samen) |
- |
- |
2 |
- |
5 |
|
Kardamon |
5 |
3 |
5 |
- |
- |
|
Koriander |
20 |
10 |
10 |
15 |
5 |
|
Kümmel |
5 |
- |
2 |
- |
- |
|
Cayenne-Pfeffer |
- |
2 |
1 |
- |
- |
|
China-Zimt |
- |
5 |
2 |
- |
- |
|
Dill |
- |
- |
3 |
- |
15 |
|
Muskatblüte |
10 |
5 |
5 |
- |
- |
|
Muskatnuss |
- |
5 |
10 |
10 |
20 |
|
Weißer Pfeffer |
50 |
55 |
40 |
50 |
45 |
|
Salbei |
- |
5 |
5 |
10 |
10 |
|
Thymian |
50 |
- |
5 |
- |
- |
|
Ergibt 100 g |
|
|
Mischung zum Schmoren,
Dünsten, Braten oder Würzen von gekochtem Geflügel |
|
Jede Variante ist für 100g
Gemisch berechnet !! |
|
 |
|
Gewürze
|
Mischungsvarianten |
|
I |
II |
III |
IV |
V |
VI |
|
Jamaika-Pfeffer |
5 |
5 |
5 |
10 |
5 |
5 |
|
Nelken |
5 |
5 |
- |
5 |
- |
5 |
|
Ingwer |
5 |
10 |
10 |
10 |
5 |
12 |
|
Muskatblüte |
- |
5 |
- |
5 |
- |
- |
|
Majoran |
15 |
- |
10 |
- |
- |
- |
|
Muskatnuss |
5 |
5 |
5 |
10 |
5 |
10 |
|
Weißer Pfeffer |
35 |
25 |
35 |
30 |
50 |
48 |
|
Salbei |
15 |
15 |
15 |
10 |
15 |
6 |
|
Bohnenkraut |
5 |
15 |
10 |
10 |
5 |
8 |
|
Thymian |
10 |
15 |
10 |
10 |
15 |
6 |
|
Ergibt 100 g |
|
|
Jede Variante ist für 100g
Gemisch berechnet !!
Mischung zum Würzen von Hackmasse aus Leber und Fleisch für die
Zubereitung von Pasteten, Hausmacherwurst usw. |
|
Gewürze
|
Mischungsvarianten |
|
I |
II |
III |
|
Kardamon |
8 |
5 |
- |
|
Sellerie (Samen) |
10 |
10 |
5 |
|
Ingwer |
10 |
12 |
10 |
|
Majoran |
20 |
20 |
20 |
|
Zwiebeln (Pulver) |
2 |
3 |
5 |
|
Dost |
- |
- |
5 |
|
Weißer Pfeffer |
40 |
40 |
20 |
|
Schwarzer Pfeffer |
- |
- |
25 |
|
Salbei |
10 |
10 |
5 |
|
Bohnenkraut |
- |
- |
5 |
|
Ergibt 100 g |
|
|
In der französischen, belgischen, dänischen,
schwedischen und holländischen Küche verwendet man vielfach fertige
Würzkräuter-Mischungen für Suppen, besonders für Fleisch- und
Gemüsesuppen. Diese Mischungen tragen die allgemeine Bezeichnung
"Bouquet garni" und können sehr verschiedenartig zusammengesetzt
sein. Dadurch ist es möglich, diese oder jene Suppengrundlage, z. B.
aus Fleisch, Gemüse oder Pilzen, bedeutend zu variieren. |
|
 |
|
Mischungen für
Gemüse- und Fleischsuppen und Suppen mit Käse (Angaben
in g) |
|
Mischung I |
Mischung II |
Mischung III |
|
1. Majoran |
23 |
1. Sellerie |
7 |
1. Majoran |
30 |
|
2. Minze |
5 |
2. Majoran |
15 |
2. Rosmarin |
25 |
|
3. Rosmarin |
20 |
3. Petersilie |
28 |
3. Salbei |
15 |
|
4. Salbei |
15 |
4. Bohnenkraut |
15 |
4. Thymian |
30 |
|
5. Bohnenkraut |
15 |
5. Basilikum |
7 |
|
|
6. Thymian |
20 |
6. Thymian |
28 |
|
Ergibt jeweils 100 g |
|
|
Diese Mischungen werden aus Pulver
zusammengestellt; denn sie sind gewöhnlich für eine längere Lagerung
(für den Winter) vorgesehen. Verwendung: 1 Teelöffel voll Mischung
wird unmittelbar, d. h. 2 min bis 3 min vor Beendigung des
Kochprozesses, der Suppe zugesetzt. Gleichzeitig gibt man etwa 1
Teelöffel voll klein gehackten frischen Knoblauch hinzu. Nachdem die
Suppe vom Feuer genommen wurde, läßt man sie noch 3 min bis 4 min
ziehen.
Jedoch sind verschiedene nationale Zusammensetzungen von "Bouquet
garni" aus frischen oder getrockneten ganzen (nicht gemahlenen)
Gewürzen gebräuchlicher, die man entweder an einem Faden oder in
einem Gazesäckchen 5 min vor Beendigung des Kochprozesses in die
Suppe gibt und vor dem Servieren wieder heraus nimmt. Im folgenden
werden einige Zusammensetzungen von "Bouquet garni" abgeführt (für 4
Portionen berechnet) : |
|
Französisches Bouquet garni |
|
Deutsches (trocken) Bouquet garni |
|
1. Petersilie |
1 Wurzel + 1 Blatt |
1. Dill |
2 Teile |
|
2. Lorbeer |
4 Blätter |
2. Koriander |
½ Teil |
|
3. Kerbel |
2 Blätter |
3. Petersilie |
2 Teile (klein
geschnittene Wurzeln und Blätter) |
|
4. Bohnenkraut |
2 Zweige |
4. Majoran |
1 Teil |
|
5. Dill |
3 Zweige |
5. Bohnenkraut |
1 Teil |
|
6. Knoblauch |
4 Zehen |
|
|
7. Schwarzer Pfeffer |
5 Körner |
|
8. Safran 1 |
1 Narbenschenkel |
|
|
Amerikanisches Bouquet
(aus frischen Kräutern) |
|
Englisches (trocken) Bouquet garni |
|
Zwiebelschalotten |
2 Stück |
|
Petersilie |
2 Stängel |
Petersilie |
2 Teile |
|
Majoran |
1 Zweig |
Majoran |
2 Teile |
|
Thymian |
1 Zweig |
Thymian |
2 Teile |
|
Rosmarin |
1 Trieb |
Basilikum |
1 Teil |
|
Paprika |
2 Schoten |
Zitronenschale |
1 Teil |
|
Muskatblüte |
1 Blatt |
Fenchel |
½ Teil |
|
Schwarzer Pfeffer |
4 Körner |
|
|
Nelken |
3 Knospen |
|
|
 |
| 8.9.
Gewürzmischungen für
Fischgerichte |
|
Einen besonderen Platz bei den Gewürzmischungen
nehmen die Fischgewürze ein. Nachstehend werden einige
Zusammensetzungen genannt, die sich für Fischsuppen, gekochten und
gedünsteten Fisch sowie zum Marinieren und Salzen von Fisch eignen.
|
|
Mischung für gekochten und gedünsteten
Fisch und für Fischhackmasse |
|
Zwiebeln (scharfe Sorte) |
4 Teile |
|
Petersilie |
1 Teil |
|
Dill |
1 Teil |
|
Schwarzer Pfeffer |
½ Teil |
|
Kardamon |
½ Teil |
|
Muskatnuss |
½ Teil |
|
Anis |
½ Teil |
|
Fenchel |
½ Teil |
|
|
|
Mischung zum Marinieren oder Einsalzen von
Fisch |
|
|
I
scharf |
II
würzig |
|
Jamaika-Pfeffer (Körner) |
8 |
12 |
|
Lorbeerblätter (gebrochen) |
15 |
12 |
|
Kardamon (ohne Kapseln) |
4 |
6 |
|
Paprika (ganze Schoten) |
15 |
10 |
|
China-Zimt (zerbrochen) |
4 |
12 |
|
Nelken (ganz) |
4 |
12 |
|
Ingwer (zerbrochen) |
4 |
6 |
|
Muskatblüte (zerbrochen) |
15 |
10 |
|
Senf (Samen) |
8 |
10 |
|
Schwarzer Pfeffer (ganz) |
8 |
- |
|
Weißer Pfeffer (ganz) |
8 |
- |
|
Alle Angaben in Gramm |
|
|
 |
| 8.10.
Gewürzmischungen
für Marinaden u.a. |
| In den Ländern Europas und Amerikas fanden
gebrauchsfertige Gewürzmischungen weite Verbreitung, die sich auf
Grund ihrer Zusammenstellung gut zum Einsalzen, für Marinaden,
Hackmasse und Füllungen, sowie Pasteten und Sülze eignen. |
|
Mischung für Marinaden (Fleisch-, Gemüse-,
Pilzmarinaden) |
|
Gewürze |
Mischungsvarianten (Alle Angaben in Gramm) |
|
I |
II |
III |
IV |
V |
VI |
|
Jamaika-Pfeffer |
15 |
15 |
18 |
20 |
10 |
15 |
|
Lorbeerblätter (zerbrochen) |
5 |
5 |
5 |
5 |
5 |
5 |
|
Kardamon (ohne Kapseln) |
5 |
5 |
- |
- |
- |
- |
|
China-Zimt (zerbrochen) |
15 |
15 |
12 |
10 |
10 |
5 |
|
Paprika (Chillischoten) |
5 |
5 |
5 |
5 |
5 |
5 |
|
Koriander (ganze Samen) |
20 |
20 |
20 |
20 |
20 |
20 |
|
Nelken (Knospen) |
5 |
5 |
5 |
4 |
5 |
5 |
|
Ingwer (zerbrochen) |
5 |
5 |
5 |
4 |
5 |
5 |
|
Muskatblüte (zerbrochen) |
5 |
- |
- |
- |
- |
- |
|
Senf (Samen) |
10 |
15 |
18 |
20 |
20 |
20 |
|
Schwarzer Pfeffer) |
10 |
10 |
12 |
12 |
20 |
20 |
|
|
 |
|
Gewöhnlich gibt man zu diesem Gemisch von
trockenen Gewürzen noch frischen Dill (6 – 8 Stängel von der reifen
Pflanze – mit Dolden – auf 100 g Trockenmasse) oder 2 EL Dillsamen
bzw. Kümmel oder je einen (gestrichenen) EL von beiden Gewürzen
hinzu. |
|
Mischungen für Hackmasse (Fleisch-, Schweinefleisch-,
Wursthackmasse) und für Füllungen |
|
Gewürze
(als Pulver) |
Mischungen aus klassischen Gewürzen
(Wintermischung) |
|
Mischungsvarianten in Gramm |
|
I |
II |
III |
IV |
V |
|
Jamaika-Pfeffer |
15 |
10 |
10 |
- |
18 |
|
Nelken |
5 |
- |
5 |
2 |
- |
|
Ingwer |
10 |
5 |
5 |
15 |
5 |
|
Muskatblüte |
5 |
10 |
5 |
55 |
- |
|
Muskatnuss |
15 |
5 |
10 |
5 |
10 |
|
Weißer Pfeffer |
30 |
55 |
45 |
58 |
50 |
|
Paprika (mild) |
5 |
5 |
5 |
- |
2 |
|
Salbei |
15 |
10 |
10 |
5 |
5 |
|
Salz |
- |
- |
5 |
10 |
10 |
|
|
|
Mischungen vorwiegend aus europäischen
Gewürzen (Sommermischung) |
|
Gewürze
(als Pulver) |
Mischungsvarianten (Alle Angaben in Gramm) |
|
I |
II |
III |
|
Thymian |
5 |
5 |
3 |
|
Dill |
10 |
5 |
7 |
|
Majoran |
12 |
7 |
5 |
|
Knoblauch |
3 |
3 |
5 |
|
Paprika (mild) |
5 |
5 |
5 |
|
Weißer Pfeffer |
40 |
25 |
- |
|
Schwarzer Pfeffer |
20 |
45 |
70 |
|
Kurkuma |
5 |
5 |
5 |
|
|
|
Mischung für Sülze (für 1 kg Fleisch) |
|
Lorbeerblätter |
5 Stück |
|
Dill |
2 zerkleinerte Stängel oder 1 ½ TL Samen |
|
Knoblauch |
½ Zwiebel |
|
Pfeffer (schwarz oder weiß) |
6 – 8 Körner (zerdrückt) |
|
| Die Gewürzmischung kocht man in einer süß-salzigen
Fleischbrühe und fügt während des Kochens noch Zitronensaft hinzu. |
|
 |
| 8.11.
Gewürzmischungen für
spezielle Gerichte |
|
Außer den genannten Mischungen gibt es noch viele
Kombinationen, die für ganz bestimmte Gerichte bestimmt sind, z.B.
nur für Erbsen-, Kartoffel-, Reis oder Hühnergerichte oder für
Hammelfleisch, Schweinefleisch, Eier u.a.
Diese Arten von Gewürzmischungen, die man entweder selbst herstellt
oder im Handel kauft, setzt man entweder selbst herstellt oder im
Handel kauft, setzt man kurz vor der Fertigstellung des Gerichtes
oder unmittelbar vor dem Servieren zu. |
|
Mischung für Bohnen-, Erbsen- und
Linsengerichte |
|
Knoblauch |
1 Zwiebel |
|
Bohnenkraut |
2 Teelöffel |
|
Koriander |
½ Teelöffel |
|
Paprika |
1 Teelöffel |
|
Dill |
3 Teelöffel |
|
Minze |
1 Teelöffel |
|
Lorbeerpulver |
1 Messerspitze |
|
|
Mischung für Bohnen-, Erbsen- und
Linsengerichte |
|
Knoblauch |
1 Zwiebel |
|
Bohnenkraut |
2 Teelöffel |
|
Koriander |
½ Teelöffel |
|
Paprika |
1 Teelöffel |
|
Dill |
3 Teelöffel |
|
Minze |
1 Teelöffel |
|
Lorbeerpulver |
1 Messerspitze |
|
|
Mischung für Bohnen-, Erbsen- und
Linsengerichte |
|
Knoblauch |
1 Zwiebel |
|
Bohnenkraut |
2 Teelöffel |
|
Koriander |
½ Teelöffel |
|
Paprika |
1 Teelöffel |
|
Dill |
3 Teelöffel |
|
Minze |
1 Teelöffel |
|
Lorbeerpulver |
1 Messerspitze |
|
|
Mischung für Hühnerbrühe zum Würzen von gekochten und
geschmortem Huhn und Pute |
|
Bohnenkraut |
4 Teelöffel |
|
Basilikum |
2 Teelöffel |
|
Knoblauch |
4 Zehen |
|
Paprika |
½ Teelöffel |
|
Schwarzer Pfeffer |
4 Körner |
|
Majoran |
½ Teelöffel |
|
|
Mischung für Reisgerichte |
|
Zwiebel |
1 Stück |
|
Knoblauch |
3 Zehen |
|
Dill |
2 Teelöffel |
|
Schwarzer Pfeffer |
4 Körner |
|
Paprika |
½ Teelöffel (probieren) |
|
Zu diesem Gericht Salz nach Geschmack |
|
|
Mischung für süße Reisspeisen |
|
Zimt |
2 Teelöffel |
|
Sternanis |
1 Teelöffel |
|
Muskatnuss |
¼ Teelöffel |
|
Nelken |
¼ Teelöffel (nur Köpfe) |
|
Kurkuma |
1 Messerspitze |
|
Zucker nach Geschmack reichen |
|
|
Diese Mischungen können in den aufgezeigten
Mischungsverhältnissen in jeder beliebigen Menge hergestellt werden,
wobei jedes Gewürz zu Pulver zerrieben und dann mit den übrigen
Gewürzpulvern vermengt wird. Verwendung: Man nimmt die in dem
gegebenen Fall notwendige Menge und gibt sie 1 min vor
Fertigstellung oder sogleich nach der Fertigstellung in das
entsprechende Gericht, das dann aber noch 2 min bis 3 min ziehen
muss Gewöhnlich genügt 1 Teelöffel voll Gewürzmischung für 3 bis 4
Portionen. Zwiebeln und Knoblauch werden meist frisch verwendet und
klein geschnitten. Nimmt man Zwiebel- oder Knoblauchpulver, so
entsprechen 1 ½ Teelöffel voll einer Knolle. |
|
 |
| 8.12.
Gewürzmischungen für
Süßspeisen und Konditoreiwaren |
Und nun zu den Gewürzmischungen, die für Süßspeisen,
Konditoreiwaren, Quarkspeise, Kompott, Gelee, Kissel, Pudding u. a.
geeignet sind.
Diese Mischungen können verschieden zusammengesetzt sein. Sie werden
schon seit langem zum Backen von Osterkuchen, Pfefferkuchen, bei der
Herstellung von Sbiten und Kwas und in Westeuropa für Kuchen,
Fruchtschaumspeisen und Gebäck verwendet |
|
Pfefferkuchen-Gewürzmischung |
|
Gewürze (in Pulverform) |
Mischungsvarianten (Maßeinheit „Teelöffel“) |
|
I |
II |
III |
IV |
V |
VI |
|
Zimt |
4 |
2 |
2 |
2 |
3 |
4 |
|
Sternanis |
2 |
3 |
½ |
½ |
2 |
2 |
|
Nelken (ohne Stiel) |
- |
½ |
1 |
½ |
- |
½ |
|
Muskatnuss |
1 |
½ |
1 |
- |
½ |
1 |
|
Muskatblüte |
½ |
- |
1 |
½ |
- |
- |
|
Kardamon |
- |
½ |
- |
3 |
½ |
½ |
|
Zitronenschale |
- |
1 |
1 |
- |
4 |
½ |
|
Orangenschale |
- |
- |
- |
- |
2 |
½ |
|
Pomeranzenschale |
1 |
- |
- |
½ |
- |
½ |
|
Anis |
½ |
2 |
- |
- |
½ |
- |
|
Ingwer |
1 |
1 |
1 |
1 |
½ |
1 |
|
Schwarzer Pfeffer |
½ |
- |
- |
½ |
- |
½ |
|
Jamaika-Pfeffer |
1 |
- |
½ |
- |
- |
½ |
|
Man gibt 1 – 2 Teelöffel der jeweiligen
Mischung auf 0,5 kg Pfefferkuchenteig |
|
|
|
Mischungen für Konditoreiwaren (englische,
französische, deutsche) |
|
Mischungsangaben in Gramm |
|
|
I |
II |
III |
IV |
V |
VI |
VII |
VIII |
IX |
|
Anis |
5 |
5 |
2 |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
|
Jamaika-Pfeffer |
10 |
5 |
15 |
14 |
14 |
20 |
25 |
15 |
20 |
|
Kardamon |
5 |
5 |
2 |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
|
Kümmel |
5 |
- |
1 |
3 |
- |
- |
- |
- |
- |
|
Ceylon-Zimt |
30 |
30 |
30 |
45 |
50 |
50 |
25 |
40 |
20 |
|
Nelken |
15 |
15 |
10 |
6 |
6 |
10 |
20 |
4 |
20 |
|
Koriander |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
20 |
- |
5 |
|
Ingwer |
5 |
5 |
5 |
4 |
4 |
10 |
5 |
6 |
5 |
|
Muskatblüte |
10 |
10 |
10 |
10 |
10 |
- |
- |
5 |
- |
|
Muskatnuss |
10 |
15 |
15 |
8 |
8 |
- |
5 |
10 |
20 |
|
Zucker |
10 |
5 |
10 |
10 |
8 |
10 |
- |
20 |
10 |
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Die Mehrzahl der Gewürzmischungen für
Konditoreiwaren sind nicht nur für Teig, sondern auch für
Quarkspeisen zu verwenden. Dabei empfiehlt es sich, den Pfeffer
durch Minze, Melisse oder Zitrusschale zu ersetzen.
Im Gegensatz zu den europäischen Konditoreiwaren werden die aus
östlichen Ländern ohne Gewürzmischungen hergestellt. Man nimmt dazu
meist nur ein Gewürz (maximal 2 Gewürze). Die in Europa so beliebte
Vanille wird in den östlichen Ländern überhaupt nicht verwendet.
Es besteht im vorliegenden Buch keine Möglichkeit und auch nicht die
Notwendigkeit, alle Gewürzmischungen aufzuzählen. Wenn man die
grundlegenden und am meisten verbreiteten Mischungen kennt und die
Prinzipien ihrer Zusammensetzung beherrscht, dann kann man diese dem
individuellen Geschmack sowie den vorhandenen Produkten und den
einzelnen Gerichten anpassen. Gewürzmischungen vereinfachen und
verkürzen die Zubereitung verschiedener Gerichte. Vor allem aber
geben sie uns die Möglichkeit, die einzelnen Mahlzeiten vielfältig
zu variieren. |
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