8. Beschreibung von Gewürzmischungen

Neben den vielen Gewürzen, die man einzeln oder in verschiedenen Verbindungen miteinander während oder zum Schluss des Zubereitungsprozesses in die Speisen geben kann, werden in der Küchenpraxis auch zusammengesetzte Gewürze (Mischungen), die vorher aus einer bestimmten Anzahl von Komponenten und nach streng konstanten Proportionen hergestellt wurden, verwendet. Diese zusammengesetzten Gewürze sind entweder ein pulverförmiges oder ein Paste ähnliches homogenes Gemisch mit eigenständigem Geruch und Geschmack, die das jeweilige Gemisch von allen anderen Gewürzen sowie auch von anderen Mischungen unterscheiden.
Diese Gewürzmischungen geben dem Koch erstens die Möglichkeit, das von den einzelnen Gewürzen gebildete Aromabouquet zu erweitern und abwechslungsreicher zu gestalten, zweitens erleichtern sie die Verwendung der Gewürze bei der Speisenzubereitung; sie können auch die Herstellung von verschiedenen Gerichten beschleunigen. Es genügt z. B. 1 Teelöffel voll fertige Suppen-Gewürzmischung für eine Bouillon oder 1 Teelöffel voll von der sog. siamesischen Mischung für Kartoffelpüree, und schon erhält man völlig neue Gerichte mit einem besonderen Aroma, das weder die gewöhnliche Bouillon noch die Kartoffeln aufweisen können.
Gewürzmischungen, schon seit altersher bekannt, wurden sogar noch häufiger verwendet als die einzelnen Gewürze. Die alten Griechen und Römer schätzten solche Mischungen wie Garum (für zweite Gerichte), Suffumigium mascatum (Konditoreimischung) ebenso wie die jetzt aus dem Gebrauch gekommenen Gewürze Narde, indische Nuss und Costus. Und schließlich besaßen sie noch ein Rezept für den sog . Wein des Hippokrates, der aus Nelken, Zimt, Ingwer und Paradieskörnern bestand. Mit dem Untergang der Antike gingen auch die genauen Rezepturen vieler Gewürzmischungen verloren, und es kamen allmählich einige ihrer Komponenten außer Gebrauch. Deshalb waren in Europa die Gewürzmischungen relativ wenig verbreitet.
In den östlichen Ländern jedoch, von Kleinasien bis China und Japan, wo sich die Gewürzkultur erhalten und im Laufe der Jahrhunderte immer mehr verfeinert hat, wurde eine Vielzahl von Gewürzmischungen zusammengestellt und der allgemeinen Verwendung zugeführt. Ihre Zusammensetzung passte sich jeweils den gegebenen natürlichen Bedingungen und dem Geschmack der Völker der verschiedenen Gebiete an. Einige dieser Mischungen, die überall hohe Anerkennung fanden, gelangten zu einer weiten geographischen Verbreitung. Sie überschritten nicht nur die Grenzen der einzelnen Länder, sondern die der Kontinente. Das trifft z. B. für die bekannte indische Gewürzmischung Curry, zum Teil für die siamesische Mischung (10 Spezereien), aber auch für die chinesische Mischung (5 Spezereien) zu.

8.1. Curry-Mischungen

Die Curry-Mischung errang weltweite Anerkennung. Von Indien ausgehend, breitete sie sich über ganz Asien, von Aden bis nach Yokohama, aus. Engländer brachten sie dann nach Europa, Amerika und Australien. Heute ist Curry die am meisten verbreitete Gewürzmischung, die nicht nur im Haushalt, sondern auch in der Lebensmittelproduktion der meisten Länder verwendet wird, und zwar bei der Herstellung von Konserven, Suppenpulver und Curry-Soßen. Große Mengen dieser Mischung werden auf dem Weltmarkt in Pulverform verkauft, sie dienen als Würze für Gemüse-, Fleisch- und Reisgerichte.
Allmählich entstand eine Vielzahl örtlicher und nationaler Variationen der Curry-Mischung. Außerdem veränderte sich die Curry-Mischung, nachdem sie nach Europa und Amerika gekommen war, dem europäischen und dem amerikanischen Geschmack entsprechend und je nach dem, von welcher Firma sie hergestellt wurde. Es tauchten verschiedene Curry-Marken und - Arten auf, die jedoch alle - ungeachtet der Unterschiede einige allgemeine Züge tragen. Curry-Pulver kann sich nicht nur hinsichtlich seiner Gewürze unterscheiden, sondern auch im unterschiedlichen Mischungsverhältnis seiner Komponenten. Unter dem Pseudonym Curry sind also sehr verschiedenartige Gewürzmischungen verborgen.
Die Curry-Mischung besteht gewöhnlich aus 7 bis 12 und sogar bis zu 20 und 24 Komponenten. Ein unbedingt erforderlicher Bestandteil von Curry muss jedoch das Curry-Blatt sein (das Blatt von Murraya koenigii - eine Pflanze, die man allein nicht verwendet), sowie das Pulver der Kurkumawurzeln. In einigen Ländern Asiens, aber auch in Europa und Amerika, wo auf Grund örtlicher Bedingungen keine Curry-Blätter zur Verfügung stehen, können sie durch Bockshornklee ersetzt werden. Das Vorhandensein von Bockshornklee und Kurkuma ist schon ein Kennzeichen für die Curry-Gewürzmischung. In Europa glaubte man jedoch lange Zeit, dass Kurkuma der Hauptbestand- teil von Curry ist. In Wirklichkeit sind neben Kurkuma (20% bis 30% jeder Curry-Mischung) Koriander (20% bis 50 %), Bockshornklee (5% bis 10 %) und Gewürzpaprika, meist Cayennepfeffer (1 % bis 6 %) die wichtigsten Bestandteile von Curry. Um Curry jeder beliebigen Zusammensetzung zu erhalten, muss man in erster Linie folgende 4 Gewürze haben: Koriander, Kurkuma, Bockshornklee und scharfen Gewürzpaprika. Sie stellen zusammen 46 % bis 96 % des Curry-Pulvers dar, während die anderen 10 bis 15 Bestandteile insgesamt 4% bis 54% der verschiedenen Curry-Gewürzmischungen ausmachen, die meist dazu auserwählt werden, um den Gewürzmischungen noch diese oder jene Aromanuance zu verleihen. Alle diese Gewürze sind in der UdSSR vorhanden, so dass eine Herstellung von Curry-Pulver in jeder Weise, d. h. sowohl industriell als auch unter häuslichen Bedingungen, möglich ist. Im folgenden werden einige Varianten von Curry-Mischungen aufgeführt.

Osteuropäischer Curry (grob, scharf) meist für die Konservenindustrie

Hauptbestandteile

Zusätzliche Bestandteile

Paprika

45,00%

Nelken

5,00%

Koriander

22,00%

Weißer Pfeffer oder Kardamon

3,00%

Kurkuma

18,00%

Muskatnuss

2,00%

Bockshornklee

5,00%


 


 

Insgesamt:

90,00%

Insgesamt:

10,00%

 

Westeuropäischer Curry (ein, einfach) meist für Lebensmittelindustrie und Haushalt

Hauptbestandteile

Zusätzliche Bestandteile

Kurkuma

30,00%

Ingwer

20,00%

Koriander

20,00%

Schwarzer Pfeffer

5,00%

Bockshornklee

10,00%

Zimt

5,00%

Cayennepfeffer

5,00%

Nelken

5,00%

Insgesamt:

65,00%

Insgesamt:

35,00%

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Außer den 4 Grundbestandteilen können noch folgende Gewürze ins Gemisch aufgenommen werden:

entweder:

oder:

Ajowan

Ajowan

Ingwer

Ingwer

Schwarzer Pfeffer

Schwarzer Pfeffer

Asa foetida

Nelken

Curcuma aromatica (anstelle Langer Kurkuma)

Kardamon

Knoblauch

Zimt


 

Muskatblüte


 

Jamaika Pfeffer

Noch reichhaltiger und verschiedenartiger in der Zusammenstellung und folglich auch im aromatischen Bouquet ist der südasiatische Curry, der in Indien, Bangladesh, Burma, Laos, Kambodscha, Indonesien, Malaysia sowie in der SR Vietnam Verwendung findet. Es handelt sich hier um sog. vollständigen Curry, dem - außer den 4 Grundgewürzen - noch folgende Gewürze zugesetzt werden:

 

Ajowan

Ingwer

Fenchel

Schwarzer Pfeffer

Asa foetida

Nelken


 

Kardamon

Zimt

Zimt

Muskatblüte


 

Knoblauch

Jamaika-Pfeffer

Weißer Pfeffer

Basilikum


 

Galgant

Garcinia

Minze

Zu den Bestandteilen des vollständigen Curry-Pulvers können also bis zu 20 Gewürze gehören, wobei in einigen Gegenden noch 2 bis 4 andere Gewürze hinzugenommen werden.
Eine solche Zusammensetzung findet man meist bei Haushaltsmischungen. Für die Lebensmittelindustrie wurden Standards für Curry-Pulver ausgearbeitet, die maximal aus 15 Gewürzen bestehen. Sie unterscheiden sich nach Schärfe (scharf und mild), nach Farbe (dunkel und hell) und nach der Anwendungssphäre (für Fleisch, Gemüse, Fisch, Reis usw.). Einige dieser Curry-Standards (Angaben in g) sind im folgenden aufgeführt:

Gewürze

Indischer Curry mit breiter Anwendungssphäre

(außer für Fischgerichte)

Vollständiger

Curry

guter Qualität

Unvollständiger Curry

(billige Sorte)

Angaben in Gramm

mild/hell

Scharf/

hell

Scharf/

dunkel

Mittelscharf/

hell

Mittelscharf/

dunkel

Curry für Fischgerichte

scharf

mild

Jamaika-Pfeffer

-

-

-

4

4

-

4

4

Cayenne-Pfeffer

1

6

6

4

4

2

5

2

China-Zimt

-

-

-

4

4

-

-

-

Kardamon

12

12

12

5

5

-

-

-

Koriander

24

22

26

27

37

32

36

36

Nelken

4

2

2

2

2

-

-

-

Ajowan oder Kreuzkümmel

10

10

10

8

8

10

10

10

Fenchel

2

2

2

2

2

4

-

-

Bockshornklee

10

4

10

4

4

10

10

10

Ingwer

-

7

7

4

4

-

5

2

Muskatblüte

-

-

-

2

2

-

-

-

Weißer Senf

-

-

-

-

-

-

5

3

Schwarzer Pfeffer

-

-

5

-

4

-

5

-

Weißer Pfeffer

5

5

-

4

-

10

-

5

Kurkuma

32

30

20

30

20

32

20

28

Insgesamt

100

100

100

100

100

100

100

100

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In allen diesen Standardrezepten ist eine fünfte Komponente unbedingt erforderlich - Kreuzkümmel für die europäischen und Ajowan für die asiatischen Curry-Arten, da diese Gewürze in der Mehrzahl der klassischen Curry-Mischungen in den Ländern des Mittleren Ostens und in Indien verwendet werden. So kann man folgende 5 Bestandteile als verbindlich betrachten: Koriander, Kurkuma, Bockshornklee, Paprika, Kreuzkümmel (oder Ajowan).

Mit Curry-Pulver als Grundlage lassen sich verschiedene Curry-Soßen herstellen, die man als fertige konzentrierte Zutaten betrachten muss

Außer Curry-Pulver gehören zu ihren Bestandteilen Essig, Mehl und Salz in verschiedenen Proportionen und ein Füllstoff, wie Fleischbrühe, Apfel-, Tomaten- oder Pflaumenmus, manchmal Soja oder Granatapfelsaft. Je nachdem, wie die Soße zusammengesetzt ist, kann man sie zu den .verschiedensten Gerichten verwenden. Das Vorhandensein von Essig jedoch macht die Curry-Soße -schärfer, in ihren sensorischen Eigenschaften strenger und führt nicht selten zum Verlust der nützlichen diätetischen Eigenschaften der im Curry-Pulver enthaltenen Gewürze. Deshalb ist die Verwendung von Curry-Pulver vorteilhafter.

Im Vergleich zum Curry sind die anderen noch existierenden Gewürzmisc4ungen in ihrer Zusammensetzung weniger kompliziert; sie haben auch eine viel geringere geographische Ausbreitung, die von der nationalen Zusammensetzung der Bevölkerung und den alten kulturellen Traditionen, die insbesondere in der Beibehaltung einer eigenständigen Ernährungskultur zum Ausdruck kommen, bestimmt wird. So haben z. B. Indien, Burma, Laos, Kambodscha, Indonesien, die VR China und auch Gebiete der UdSSR, wie Transkaukasien, die Moldauische SSR und teilweise auch Mittelasien, ihre eigenen traditionellen Gewürzmischungen.

8.2. Indische Mischungen
In Indien und auf Sri Lanka werden anstelle von Curry die sog. indischen Mischungen mit folgender Zusammensetzung (Angaben in g) verwendet:

1. Wenn notwendig, kann man den Kreuzkümmel auch durch Kümmel ersetzen
2. Die Angaben beziehen sich auf je 100 g Gewürzmischung


 

Gewürze

Art der Mischung

halbscharf

gemäßigt-wohlriechend

mild

Jamaika-Pfeffer

5

4

5

China-Zimt

7

8

3

Nelken

-

2

5

Koriander

40

42

35

Kümmel

5

4

-

Ajowan

35

35

35

Chili-Pfeffer

5

4

-

Kardamon

3

1

-

Ingwer

-

-

10

       

Schwarzer Pfeffer

-

-

5

Ein charakteristischer Zug der indischen Mischungen ist das Vorhandensein einer großen Menge kümmelähnlicher Gewürze (Koriander, Ajowan, Kümmel), die 70% bis 80% der gesamten Mischung ausmachen. Dadurch erklärt sich ihre geringe Brennschärfe.

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8.3. Siamesische Mischung
Wenig brennend ist auch die siamesische Mischung, die in Thailand, Kambodscha, Ost- und Südburma sowie in Laos und Vietnam weit verbreitet ist. Die siamesische Mischung besteht aus 10 bis 11 Gewürzen, wobei die Schalotte im trockenen Gemisch fehlen kann. Sie wird den Gerichten meist frisch zusammen mit der Gewürzmischung hinzugefügt. Die Schalotte ist gewissermaßen die Grundlage des Gemischs und soll im frischen Zustand das Zehnfache an Masse und Umfang der gesamten Gewürzmischung betragen (z. B. auf 1 Teelöffel trockenes siamesisches Gewürz 10 Teelöffel klein geschnittene Schalotten). Die siamesische Gewürzmischung besteht trocken also praktisch aus nur 10 Gewürzen:

Siamesische Mischung


 

Knoblauchpulver


 


 

Alle Komponenten zu gleichen Teilen;


 

Zimt manchmal zu 2 Teilen


 

Muskatblüte kann durch Muskatnuss - Fenchel kann durch Dill ersetzt werden.

Fenchel

Anis

Sternanis

Kurkuma

Muskatblüte

Schwarzer Pfeffer

Kann durch Dill ersetzt


 

 

Zu dieser Mischung kommen noch hinzu:

Paprika

2 Teile

Petersilie (Samen oder Blätter pulverisiert)

½ Teil

Kardamon

½ Teil

Diese aromatische und in Geschmack und Geruch arteigene Mischung mit einer schwachen und angenehmen Brennschärfe verwendet man für Kartoffel-, Fleisch- und Reisgerichte, aber auch für Teig, wobei das Pulver unbedingt mit Schalotten verbunden werden muss Die Zwiebeln sind vorher in Öl anzuschwitzen, dann streut man das Pulver hinein und rührt es gut unter. Das Gemisch "wirkt" nur im leicht erhitzten Zustand, wenn es fein verteilt in den Zwiebelsaft eingerührt wurde. Man darf es aber nicht wie schwarzen Pfeffer in das bereits fertige Gericht streuen.

8.4. Chinesische Mischungen
Das chinesische Gemisch Usjanmjan hat keinerlei Brennschärfe. Es ist in 2 Varianten bekannt:

Süßes Usjanmjan

Scharfes Usjanmjan

Dill

Japanischer Pfeffer (Chua-zse)

Sternanis

Sternanis

Nelken

Nelken (nur Köpfe)

Zimt

Zimt

Süßholz

Ingwer

Zu gleichen Teilen - Zimt manchmal 2 Teile

Alles in Pulverform zu gleichen Teilen

 

Usjanmjan ist für Fleischgerichte (Hammelfleisch, Schweinefleisch, Rindfleisch), besonders aber für Geflügel (Hühner, Enten, Truthühner, Fasanen) geeignet, denen dadurch ein spezifischer, leicht süßlicher Geschmack verliehen wird. Usjanmjan dient auch zum Würzen von heißen Fruchtspeisen und Konditoreiwaren, sowie für Gerichte aus Weichtieren, obwohl dabei nicht die nach unserem Geschmack erforderliche Schärfe erreicht wird.
Im Gegensatz zu den bisher genannten Gewürzmischungen, die von vielen Millionen Menschen in der ganzen Welt, besonders aber in Asien, verwendet werden, haben die nationalen Gewürzmischungen, die in der UdSSR in erster Linie im Kaukasus und in Mittelasien üblich sind, eine wesentlich begrenztere Ausbreitung gefunden.

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8.5. Grusinische und armenische Mischungen
Auf dem Territorium von Transkaukasien, hauptsächlich in Grusinien und in Armenien, sind 2 verschiedene Gewürzmischungen verbreitet -Chmeli-suneli und At;lshika. Die erste Mischung ist ein trockenes Gemisch und die zweite Mischung eine Paste.
Chmeli-suneli (verkürzt)


 


 


 

Zu gleichen Teilen in Pulverform

Basilikum

Koriander

Majoran

Dill

Schwarzer Pfeffer (1% bis 2% von der gesamten Masse)

Safran 0,1%


 

 

Chmeli-suneli (vollständig)

Bockshornklee

Koriander

Dill

Sellerie

Petersilie

Basilikum

Bohnenkraut

Minze

Lorbeerblatt

Majoran

Paprika 2%

Safran 0,1%

Chmeli-suneli verwendet man für Chartscho, Saziwi und andere Gerichte der grusinischen Küche. Das Gemisch soll eine grünliche Farbe aufweisen.

 

Adshika

Chmeli-suneli

3 Teile

Paprika

2 Teile

Knoblauch

1 Teil

Koriander

1 Teil

Dill

1 Teil

Zu diesem Gemisch aus getrockneten Gewürzen gibt man etwas Salz und 3- bis 4%igen Weinessig, so dass sich eine feuchte dicke Paste ergibt, die sich für eine längere Aufbewahrung in einem fest verschlossenen Glas- oder Keramikgefäß eignet.
Adshika dient als fertige Zugabe für Reis-, Gemüse- und Fleischgerichte, aber auch für Suppen nach ihrer Fertigstellung. Im Transkaukasien verwendet man Adshika immer zu gekochten Bohnen (zum grusinischen Nationalgericht Labia).
In Armenien, das eine sehr alte Ernährungskultur hat, verwendet man in verschiedenen Gebieten unterschiedliche Gewürzmischungen für die Herstellung des Nationalgerichtes Dalma (Tolma):

 

Jerewaner

Mischung

Aschtarakei

Mischung

Einfache

Mischung

Etschmiadsiner Mischung

Zwiebeln

Zwiebeln

Zwiebeln

Zwiebeln

Schwarzer Pfeffer

Schwarzer Pfeffer

Schwarzer Pfeffer

Schwarzer Pfeffer

Kuttelkraut

Kuttelkraut

Kuttelkraut

Kuttelkraut

Minze

Minze

Minze

Koriander

Koriander

Estragon

Koriander

Basilikum

Basilikum

Dill

Petersilie

Estragon

Zimt

Petersilie


 


 

Knoblauch


 


 


 

Die beliebtesten Gewürze, die die armenische Küche verwendet, sind Koriander, Minze, Estragon, Basilikum und Kuttelkraut. In der Moldauischen SSR, in der benachbarten SR Rumänien und der VR Bulgarien werden traditionsgemäß vielfach Gewürzmischungen aus 3, 5 oder 7 (manchmal auch 8) Bestandteilen verwendet. Man nimmt sie zum Würzen von warmen Gemüse- und Fleischgerichten, zum Marinieren von Gemüse und Obst und für die Vorbereitung von Fleisch für eine lange Aufbewahrung bzw. zur Herstellung von Nationalgerichten aus mariniertem Fleisch.

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8.6. Moldauische und rumänische Mischungen
Hier sollen nur die populärsten Rezepte für die Mischungen der moldauischen und der rumänischen Küche angeführt werden. (Die Angaben sind für 2 Portionen des Grundprodukts berechnet.)

Gewürzmischungen für Gemüsegerichte und für die Herstellung von Gemüsen in süß-saurer Marinade

Gemisch aus 3 Gewürzen

Gemisch aus 5 Gewürzen

Schwarzer Pfeffer

oder Paprikaschoten

6 Körner/ 1 Schote

Schwarzer Pfeffer

6 Körner

Knoblauch

2 Zehen

Knoblauch

2 Zehen

Dill

2 Zweige

Dill

2 Zweige


 


 

Meerrettich

1 Blatt


 


 

Sellerie

1 Blatt

 

Gemisch aus 8 Gewürzen
Schwarzer Pfeffer 4 Körner
Paprika 1 Schote
Knoblauch 2 Zehen
Dill 6 Zweige
Petersilie 1 Blatt
Meerrettich 1 Blatt
Sellerie 1 Blatt
Lorbeerblatt 1 Blatt
 

Gewürzmischung für Früchte in süßsaurer

Marinade (für 2 L Wasser)

Gewürzmischung zum Marinieren

von Fleisch für Pökelsalzlake

Jamaika-Pfeffer

5 – 8 Körner

Jamaika-Pfeffer

10 g oder 20 Körner

Nelken

5 Knospen

Koriander

2 g oder 2 TL Samen

Zimt

1 Stange oder

1 TL gemahlen

Nelken

0,5 g oder 4 Knospen


 


 

Lorbeer

0,5 g oder 4 Blätter

Dieses Gemisch kann auf zwei Arten angesetzt werden: Erstens mit 10 L Wasser und 1 kg Salz und zweitens mit 10 1 Wasser und 6 Gläsern (0,2 I) Salz. Die daraus hergestellte Lake wird über das in große, mehrere Kilogramm schwere Stücke zerteilte Fleisch gegossen und muss 84 h (3 ½ Tage) ziehen. Danach wird das Fleisch entweder gebraten oder getrocknet und auf Vorrat geräuchert.
Wie aus den angeführten Rezepten ersichtlich ist, kombinieren sowohl die moldauische Küche und die ihr nahe stehende rumänische, bulgarische als auch die ungarische und jugoslawische Küche Würzgemüse und Würzkräuter mit den klassischen Gewürzen. Es handelt sich dabei um relativ schwache Konzentrationen, die durch die erhöhte Brennschärfe des Paprikas und durch Verwendung einer Salz- bzw. Essiglösung als Grundlage des Gemisches noch verstärkt werden können. In der VR Bulgarien und der SR Rumänien wird der Paprika besonders häufig zu pasteähnlichen Gemischen verwendet, wo er zusammen mit einer Tomatengrundlage die dominierende Rolle spielt. In diesen Mischungen, die Luteniza genannt werden, sind stets Zwiebeln, Knoblauch, Salz und Weinessig enthalten. Trockene Gewürzmischungen werden in den Ländern Südosteuropas und in der Moldauischen SSR praktisch nicht verwendet.
Die an trockenen Würzmischungen reiche mittelasiatische Küche verwendet übrigens kaum Essig oder Würzpasten.

8.7. Sonstige Gewürzmischungen

Zu den Bestandteilen der meisten Gewürzmischungen, die in Usbekistan, Turkmenien, Tadshikistan und Kirgisien verwendet werden, gehören vorwiegend :

Schwarzer Pfeffer

Paprika

Kurkuma

Basilikum

Ajowan

Koriander

Knoblauch


 

Zu den Bestandteilen der meisten Gewürzmischungen, die in Usbekistan, Turkmenien, Tadshikistan und Kirgisien verwendet werden, gehören vorwiegend:

1. Schwarzer Pfeffer  2. Paprika  3. Kurkuma 4. Basilikum  5. Ajowan  6. Koriander  7. Knoblauch

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Außerdem können noch - je nach örtlichen Bedingungen, Zweck und Wunsch - andere Gewürze hinzu gegeben werden, z. B. Bohnenkraut, Minze, wilde Zwiebel Lorbeerblätter, sowie auch Pflanzen, die nicht zu den Gewürzen zählen, die aber dem Gemisch entweder einen sauren oder einen herben Beigeschmack verleihen, wie Berberitze (getrocknete Beeren, die "Sirk" genannt werden) und Bushgun (getrocknete unreife Galleni der Blätter der Pistazie). Diese zusätzlichen Komponenten kann man den Grundbestandteilen noch hinzufügen (auch im Austausch), wobei jedoch Paprika, schwarzer Pfeffer und Ajowan unbedingt in allen Mischungen vorhanden sein müssen. Die Mischungen mit den meisten Bestandteilen werden für alle möglichen Gemüsegerichte, aber auch für Suppen (außer Milchsuppen) eingesetzt. Berberitze und Kurkuma sollte man Suppen nicht hinzufügen, da sie beim Erwärmen (besonders beim Kochen) den Geschmack des Gerichtes verderben können. Gewöhnlich nimmt man zum Herstellen der Mischungen die aufgezählten Komponenten zu gleichen Teilen. Manchmal kann jedoch ein Gewürz vorherrschen und die Grundlage für das gesamte Gemisch bilden, z. B. Zwiebeln sowie auch Knoblauch und Ajowan, die in den Mischungen überwiegen und in der mittelasiatischen Küche als Zutaten zu Fleischgerichten und besonders zu Pilaw verwendet werden. Beim Zubereiten von Pilaw benötigt man unbedingt Sirwakpulver, das aus gleichen Teilen Paprika, Ajowan und Berberitze und einer geringen Menge Kurkuma (eine Messerspitze voll) hergestellt wird.
Sirwakpulver gibt man in den Sirwak des Pilaws (mit Möhren und Zwiebeln in heißem Fett gedünstetes Fleisch), bevor man den Reis zugibt also ungefähr 30 min vor der Fertigstellung des Pilaws. Für 5 Zwiebeln mittlerer Größe nimmt man gewöhnlich je 1 Teelöffel gemahlenen Paprika und Ajowan sowie gemahlene Berberitze. Diese Gewürzmenge ist für etwa 2 kg Rohware (1 kg Reis und je 0,5 kg Fleisch und Möhren) berechnet. Dabei handelt es sich aber nur um Durchschnittswerte. Die Gesamtmenge an Gewürzen ist beim Pilaw bedeutend höher, weil man außer der Gewürzmischung (3 Gewürze) für den Sirwak in das fertige Gericht noch eine Mischung aus 7 Gewürzen gibt deren Zusammensetzung bereits oben angeführt wurde. Dabei gewährleistet eine geschickte Auswahl der Gewürze und ihre Verbindung mit den Fetten (Fleisch, Öl) und neutralen Produkten (Reis, Gemüse) einen milden Geschmack, wobei das ganze Gericht nicht scharf wirkt.
Es wäre unrichtig anzunehmen, dass die Verwendung von Gewürzmischungen nur ausschließlich für die Völker Asiens, das die Heimat der Mehrzahl der Gewürze ist charakteristisch sei. In Europa (besonders in West- und Mitteleuropa) verwendet man ebenfalls traditionelle und feststehende Gewürzkombinationen. Sie tragen jedoch keinen so stark ausgeprägten Nationalcharakter wie die asiatischen Mischungen. Im Verlauf vieler Jahrhunderte wurden infolge der intensiven Kontakte der westeuropäischen Völker und der Kultivierung der Gaststättenküche, worauf die französische Kochkunst einen riesigen Einfluss hatte, die nationalen Unterschiede in der Anwendung der Gewürze ausgeglichen. Die Folge davon war, dass sich in den meisten westeuropäischen Ländern mehr oder minder gemeingültige Gewürzkombinationen herausbildeten. Diese Kombinationen behielten zwar ihre ursprünglichen, meist mit dem Ursprungs- oder Produktionsort verbundenen Bezeichnungen, wurden aber für Gerichte verwendet, die fast international geworden sind. Solche Mischungen sind z. B. Bologner, Worcester, Frankfurter, Hamburger und andere Gewürzmischungen. Ein charakteristischer Zug der europäischen Mischungen ist ihre begrenzte, d. h. zielgerichtete, Anwendung. Im Unterschied zu den chinesischen Mischungen, die man gleichzeitig für Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichte, für Konditoreiwaren und Wildgerichte verwenden kann, haben die europäischen Mischungen eine genau bestimmte Anwendungssphäre, getrennt für Fleisch, Fisch, Sü6speisen und sogar noch getrennt für verschiedene Fleischsorten. Das ist das Resultat einer Differenzierung des Geschmacks sowie einer völlig anderen Auswahl der Gewürze, ihrer Kombination und ihres Verhältnisses untereinander. Die westeuropäische Küche orientiert hauptsächlich auf klassische Gewürze.
 

Auf den folgenden Seiten werden die am weitest verbreiteten und schon Tradition gewordenen Mischungen aufgeführt (Angaben in g):
8.8. Gewürzmischungen für Fleischgerichte

Jede Variante ist für 100g Gemisch berechnet !!

Bologner Mischung


Gewürze

Mischungsvarianten

I

II

III

IV

Jamaika-Pfeffer

10

5

10

15

Kümmel

3

5

-

5

Koriander

-

5

-

10

Dill

5

5

10

-

Muskatblüte

5

5

5

-

Muskatnuss

10

10

10

5

Zwiebeln (Pulver)

4

5

5

5

Weißer Pfeffer

53

50

10

55

Paprika (mild)

10

10

50

5

Ergibt 100 g

Jede Variante ist für 100g Gemisch berechnet !!

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Frankfurter Mischung


 

Gewürze

Mischungsvarianten

I

II

III

IV

V

Jamaika-Pfeffer

10

5

5

-

-

Anis

-

5

5

10

5

Kümmel

10

5

5

10

5

Koriander

10

10

10

10

20

Dill

-

5

5

-

5

Muskatblüte

5

10

10

10

10

Muskatnuss

10

5

5

5

-

Zwiebeln (Pulver)

3

5

3

3

3

Paprika

5

4

4

2

2

Weißer Pfeffer

47

46

48

50

50

Ergibt 100

Jede Variante ist für 100g Gemisch berechnet !!

Hamburger Mischung


Gewürze

Mischungsvarianten

I

II

Jamaika-Pfeffer

36

45

Sellerie (Samen)

10

10

Nelken

10

5

Kardamon

5

-

Zwiebeln (Pulver)

2

2

Weißer Pfeffer

12

15

Salbei

2,5

 

Jede Variante ist für 100g Gemisch berechnet !!

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Worcester Mischung


Gewürze

 

Mischungsvarianten

Jamaika-Pfeffer

45

Schwarzer Pfeffer

15

Nelken

15

Ingwer

20

Zwiebeln (Pulver)

5

Ergibt 100 g

Die aufgeführten Mischungen sind für die Herstellung der entsprechenden Soßen bestimmt, in die dann noch Fleischbrühe, Mehl, Salz, Zucker, Wein oder Weinessig gegeben werden. Diese Soßen und Mischungen werden hauptsächlich in Gaststätten verwendet- Im Haushalt beschränkt man sich auf einfachere Kombinationen.
Für einige spezifische Fleischarten (Schweinefleisch, Geflügel) gibt es z. B. in Westeuropa und den USA Gewürzzusammenstellungen in verschiedenen Varianten.

Jede Variante ist für 100g Gemisch berechnet !!

Mischung zum Würzen von Schweinefleisch und Schweinefleischerzeugnissen


Gewürze

Mischungsvarianten

I

II

III

IV

V

Jamaika-Pfeffer

5

10

10

15

-

Sellerie (Samen)

-

-

2

-

5

Kardamon

5

3

5

-

-

Koriander

20

10

10

15

5

Kümmel

5

-

2

-

-

Cayenne-Pfeffer

-

2

1

-

-

China-Zimt

-

5

2

-

-

Dill

-

-

3

-

15

Muskatblüte

10

5

5

-

-

Muskatnuss

-

5

10

10

20

Weißer Pfeffer

50

55

40

50

45

Salbei

-

5

5

10

10

Thymian

50

-

5

-

-

Ergibt 100 g

 

Mischung zum Schmoren, Dünsten, Braten oder Würzen von gekochtem Geflügel

Jede Variante ist für 100g Gemisch berechnet !!

Zur Startseite "Gewürze


Gewürze

Mischungsvarianten

I

II

III

IV

V

VI

Jamaika-Pfeffer

5

5

5

10

5

5

Nelken

5

5

-

5

-

5

Ingwer

5

10

10

10

5

12

Muskatblüte

-

5

-

5

-

-

Majoran

15

-

10

-

-

-

Muskatnuss

5

5

5

10

5

10

Weißer Pfeffer

35

25

35

30

50

48

Salbei

15

15

15

10

15

6

Bohnenkraut

5

15

10

10

5

8

Thymian

10

15

10

10

15

6

Ergibt 100 g

Jede Variante ist für 100g Gemisch berechnet !!

Mischung zum Würzen von Hackmasse aus Leber und Fleisch für die Zubereitung von Pasteten, Hausmacherwurst usw.


Gewürze

Mischungsvarianten

I

II

III

Kardamon

8

5

-

Sellerie (Samen)

10

10

5

Ingwer

10

12

10

Majoran

20

20

20

Zwiebeln (Pulver)

2

3

5

Dost

-

-

5

Weißer Pfeffer

40

40

20

Schwarzer Pfeffer

-

-

25

Salbei

10

10

5

Bohnenkraut

-

-

5

Ergibt 100 g

 

In der französischen, belgischen, dänischen, schwedischen und holländischen Küche verwendet man vielfach fertige Würzkräuter-Mischungen für Suppen, besonders für Fleisch- und Gemüsesuppen. Diese Mischungen tragen die allgemeine Bezeichnung "Bouquet garni" und können sehr verschiedenartig zusammengesetzt sein. Dadurch ist es möglich, diese oder jene Suppengrundlage, z. B. aus Fleisch, Gemüse oder Pilzen, bedeutend zu variieren.

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Mischungen für Gemüse- und Fleischsuppen und Suppen mit Käse (Angaben in g)

Mischung I

Mischung II

Mischung III

1. Majoran

23

1. Sellerie

7

1. Majoran

30

2. Minze

5

2. Majoran

15

2. Rosmarin

25

3. Rosmarin

20

3. Petersilie

28

3. Salbei

15

4. Salbei

15

4. Bohnenkraut

15

4. Thymian

30

5. Bohnenkraut

15

5. Basilikum

7


 

6. Thymian

20

6. Thymian

28

Ergibt jeweils 100 g

 

Diese Mischungen werden aus Pulver zusammengestellt; denn sie sind gewöhnlich für eine längere Lagerung (für den Winter) vorgesehen. Verwendung: 1 Teelöffel voll Mischung wird unmittelbar, d. h. 2 min bis 3 min vor Beendigung des Kochprozesses, der Suppe zugesetzt. Gleichzeitig gibt man etwa 1 Teelöffel voll klein gehackten frischen Knoblauch hinzu. Nachdem die Suppe vom Feuer genommen wurde, läßt man sie noch 3 min bis 4 min ziehen.
Jedoch sind verschiedene nationale Zusammensetzungen von "Bouquet garni" aus frischen oder getrockneten ganzen (nicht gemahlenen) Gewürzen gebräuchlicher, die man entweder an einem Faden oder in einem Gazesäckchen 5 min vor Beendigung des Kochprozesses in die Suppe gibt und vor dem Servieren wieder heraus nimmt. Im folgenden werden einige Zusammensetzungen von "Bouquet garni" abgeführt (für 4 Portionen berechnet) :

Französisches Bouquet garni


 

Deutsches (trocken) Bouquet garni

1. Petersilie

1 Wurzel + 1 Blatt

1. Dill

2 Teile

2. Lorbeer

4 Blätter

2. Koriander

½ Teil

3. Kerbel

2 Blätter

3. Petersilie

2 Teile (klein geschnittene Wurzeln und Blätter)

4. Bohnenkraut

2 Zweige

4. Majoran

1 Teil

5. Dill

3 Zweige

5. Bohnenkraut

1 Teil

6. Knoblauch

4 Zehen


 

7. Schwarzer Pfeffer

5 Körner

8. Safran 1

1 Narbenschenkel

Amerikanisches Bouquet

(aus frischen Kräutern)


 

Englisches (trocken) Bouquet garni

Zwiebelschalotten

2 Stück

Petersilie

2 Stängel

Petersilie

2 Teile

Majoran

1 Zweig

Majoran

2 Teile

Thymian

1 Zweig

Thymian

2 Teile

Rosmarin

1 Trieb

Basilikum

1 Teil

Paprika

2 Schoten

Zitronenschale

1 Teil

Muskatblüte

1 Blatt

Fenchel

½ Teil

Schwarzer Pfeffer

4 Körner


 

Nelken

3 Knospen

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8.9. Gewürzmischungen für Fischgerichte

Einen besonderen Platz bei den Gewürzmischungen nehmen die Fischgewürze ein. Nachstehend werden einige Zusammensetzungen genannt, die sich für Fischsuppen, gekochten und gedünsteten Fisch sowie zum Marinieren und Salzen von Fisch eignen.

 

Mischung für gekochten und gedünsteten Fisch und für Fischhackmasse

Zwiebeln (scharfe Sorte)

4 Teile

Petersilie

1 Teil

Dill

1 Teil

Schwarzer Pfeffer

½ Teil

Kardamon

½ Teil

Muskatnuss

½ Teil

Anis

½ Teil

Fenchel

½ Teil

 

Mischung zum Marinieren oder Einsalzen von Fisch


 

I

scharf

II

würzig

Jamaika-Pfeffer (Körner)

8

12

Lorbeerblätter (gebrochen)

15

12

Kardamon (ohne Kapseln)

4

6

Paprika (ganze Schoten)

15

10

China-Zimt (zerbrochen)

4

12

Nelken (ganz)

4

12

Ingwer (zerbrochen)

4

6

Muskatblüte (zerbrochen)

15

10

Senf (Samen)

8

10

Schwarzer Pfeffer (ganz)

8

-

Weißer Pfeffer (ganz)

8

-

Alle Angaben in Gramm

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8.10. Gewürzmischungen für Marinaden u.a.
In den Ländern Europas und Amerikas fanden gebrauchsfertige Gewürzmischungen weite Verbreitung, die sich auf Grund ihrer Zusammenstellung gut zum Einsalzen, für Marinaden, Hackmasse und Füllungen, sowie Pasteten und Sülze eignen.

 

Mischung für Marinaden (Fleisch-, Gemüse-, Pilzmarinaden)


 

Gewürze

Mischungsvarianten (Alle Angaben in Gramm)

I

II

III

IV

V

VI

Jamaika-Pfeffer

15

15

18

20

10

15

Lorbeerblätter (zerbrochen)

5

5

5

5

5

5

Kardamon (ohne Kapseln)

5

5

-

-

-

-

China-Zimt (zerbrochen)

15

15

12

10

10

5

Paprika (Chillischoten)

5

5

5

5

5

5

Koriander (ganze Samen)

20

20

20

20

20

20

Nelken (Knospen)

5

5

5

4

5

5

Ingwer (zerbrochen)

5

5

5

4

5

5

Muskatblüte (zerbrochen)

5

-

-

-

-

-

Senf (Samen)

10

15

18

20

20

20

Schwarzer Pfeffer)

10

10

12

12

20

20

Zur Startseite "Gewürze

Gewöhnlich gibt man zu diesem Gemisch von trockenen Gewürzen noch frischen Dill (6 – 8 Stängel von der reifen Pflanze – mit Dolden – auf 100 g Trockenmasse) oder 2 EL Dillsamen bzw. Kümmel oder je einen (gestrichenen) EL von beiden Gewürzen hinzu.

Mischungen für Hackmasse (Fleisch-, Schweinefleisch-, Wursthackmasse) und für Füllungen


 

Gewürze

(als Pulver)

Mischungen aus klassischen Gewürzen (Wintermischung)

Mischungsvarianten in Gramm

I

II

III

IV

V

Jamaika-Pfeffer

15

10

10

-

18

Nelken

5

-

5

2

-

Ingwer

10

5

5

15

5

Muskatblüte

5

10

5

55

-

Muskatnuss

15

5

10

5

10

Weißer Pfeffer

30

55

45

58

50

Paprika (mild)

5

5

5

-

2

Salbei

15

10

10

5

5

Salz

-

-

5

10

10

 

Mischungen vorwiegend aus europäischen Gewürzen (Sommermischung)

Gewürze

(als Pulver)

Mischungsvarianten (Alle Angaben in Gramm)

I

II

III

Thymian

5

5

3

Dill

10

5

7

Majoran

12

7

5

Knoblauch

3

3

5

Paprika (mild)

5

5

5

Weißer Pfeffer

40

25

-

Schwarzer Pfeffer

20

45

70

Kurkuma

5

5

5

 

Mischung für Sülze (für 1 kg Fleisch)

Lorbeerblätter

5 Stück

Dill

2 zerkleinerte Stängel oder 1 ½ TL Samen

Knoblauch

½ Zwiebel

Pfeffer (schwarz oder weiß)

6 – 8 Körner (zerdrückt)

Die Gewürzmischung kocht man in einer süß-salzigen Fleischbrühe und fügt während des Kochens noch Zitronensaft hinzu.

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8.11. Gewürzmischungen für spezielle Gerichte

Außer den genannten Mischungen gibt es noch viele Kombinationen, die für ganz bestimmte Gerichte bestimmt sind, z.B. nur für Erbsen-, Kartoffel-, Reis oder Hühnergerichte oder für Hammelfleisch, Schweinefleisch, Eier u.a.
Diese Arten von Gewürzmischungen, die man entweder selbst herstellt oder im Handel kauft, setzt man entweder selbst herstellt oder im Handel kauft, setzt man kurz vor der Fertigstellung des Gerichtes oder unmittelbar vor dem Servieren zu.

 

Mischung für Bohnen-, Erbsen- und Linsengerichte

Knoblauch

1 Zwiebel

Bohnenkraut

2 Teelöffel

Koriander

½ Teelöffel

Paprika

1 Teelöffel

Dill

3 Teelöffel

Minze

1 Teelöffel

Lorbeerpulver

1 Messerspitze

Mischung für Bohnen-, Erbsen- und Linsengerichte

Knoblauch

1 Zwiebel

Bohnenkraut

2 Teelöffel

Koriander

½ Teelöffel

Paprika

1 Teelöffel

Dill

3 Teelöffel

Minze

1 Teelöffel

Lorbeerpulver

1 Messerspitze

Mischung für Bohnen-, Erbsen- und Linsengerichte

Knoblauch

1 Zwiebel

Bohnenkraut

2 Teelöffel

Koriander

½ Teelöffel

Paprika

1 Teelöffel

Dill

3 Teelöffel

Minze

1 Teelöffel

Lorbeerpulver

1 Messerspitze

Mischung für Hühnerbrühe zum Würzen von gekochten und geschmortem Huhn und Pute

Bohnenkraut

4 Teelöffel

Basilikum

2 Teelöffel

Knoblauch

4 Zehen

Paprika

½ Teelöffel

Schwarzer Pfeffer

4 Körner

Majoran

½ Teelöffel

Mischung für Reisgerichte

Zwiebel

1 Stück

Knoblauch

3 Zehen

Dill

2 Teelöffel

Schwarzer Pfeffer

4 Körner

Paprika

½ Teelöffel (probieren)

Zu diesem Gericht Salz nach Geschmack

Mischung für süße Reisspeisen

Zimt

2 Teelöffel

Sternanis

1 Teelöffel

Muskatnuss

¼ Teelöffel

Nelken

¼ Teelöffel (nur Köpfe)

Kurkuma

1 Messerspitze

Zucker nach Geschmack reichen

 

Diese Mischungen können in den aufgezeigten Mischungsverhältnissen in jeder beliebigen Menge hergestellt werden, wobei jedes Gewürz zu Pulver zerrieben und dann mit den übrigen Gewürzpulvern vermengt wird. Verwendung: Man nimmt die in dem gegebenen Fall notwendige Menge und gibt sie 1 min vor Fertigstellung oder sogleich nach der Fertigstellung in das entsprechende Gericht, das dann aber noch 2 min bis 3 min ziehen muss Gewöhnlich genügt 1 Teelöffel voll Gewürzmischung für 3 bis 4 Portionen. Zwiebeln und Knoblauch werden meist frisch verwendet und klein geschnitten. Nimmt man Zwiebel- oder Knoblauchpulver, so entsprechen 1 ½ Teelöffel voll einer Knolle.

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8.12. Gewürzmischungen für Süßspeisen und Konditoreiwaren
Und nun zu den Gewürzmischungen, die für Süßspeisen, Konditoreiwaren, Quarkspeise, Kompott, Gelee, Kissel, Pudding u. a. geeignet sind.
Diese Mischungen können verschieden zusammengesetzt sein. Sie werden schon seit langem zum Backen von Osterkuchen, Pfefferkuchen, bei der Herstellung von Sbiten und Kwas und in Westeuropa für Kuchen, Fruchtschaumspeisen und Gebäck verwendet

 

Pfefferkuchen-Gewürzmischung

Gewürze (in Pulverform)

Mischungsvarianten (Maßeinheit „Teelöffel“)

I

II

III

IV

V

VI

Zimt

4

2

2

2

3

4

Sternanis

2

3

½

½

2

2

Nelken (ohne Stiel)

-

½

1

½

-

½

Muskatnuss

1

½

1

-

½

1

Muskatblüte

½

-

1

½

-

-

Kardamon

-

½

-

3

½

½

Zitronenschale

-

1

1

-

4

½

Orangenschale

-

-

-

-

2

½

Pomeranzenschale

1

-

-

½

-

½

Anis

½

2

-

-

½

-

Ingwer

1

1

1

1

½

1

Schwarzer Pfeffer

½

-

-

½

-

½

Jamaika-Pfeffer

1

-

½

-

-

½

Man gibt 1 – 2 Teelöffel der jeweiligen Mischung auf 0,5 kg Pfefferkuchenteig

 

Mischungen für Konditoreiwaren (englische, französische, deutsche)

Mischungsangaben in Gramm


 

I

II

III

IV

V

VI

VII

VIII

IX

Anis

5

5

2

-

-

-

-

-

-

Jamaika-Pfeffer

10

5

15

14

14

20

25

15

20

Kardamon

5

5

2

-

-

-

-

-

-

Kümmel

5

-

1

3

-

-

-

-

-

Ceylon-Zimt

30

30

30

45

50

50

25

40

20

Nelken

15

15

10

6

6

10

20

4

20

Koriander

-

-

-

-

-

-

20

-

5

Ingwer

5

5

5

4

4

10

5

6

5

Muskatblüte

10

10

10

10

10

-

-

5

-

Muskatnuss

10

15

15

8

8

-

5

10

20

Zucker

10

5

10

10

8

10

-

20

10

 

Die Mehrzahl der Gewürzmischungen für Konditoreiwaren sind nicht nur für Teig, sondern auch für Quarkspeisen zu verwenden. Dabei empfiehlt es sich, den Pfeffer durch Minze, Melisse oder Zitrusschale zu ersetzen.
Im Gegensatz zu den europäischen Konditoreiwaren werden die aus östlichen Ländern ohne Gewürzmischungen hergestellt. Man nimmt dazu meist nur ein Gewürz (maximal 2 Gewürze). Die in Europa so beliebte Vanille wird in den östlichen Ländern überhaupt nicht verwendet.
Es besteht im vorliegenden Buch keine Möglichkeit und auch nicht die Notwendigkeit, alle Gewürzmischungen aufzuzählen. Wenn man die grundlegenden und am meisten verbreiteten Mischungen kennt und die Prinzipien ihrer Zusammensetzung beherrscht, dann kann man diese dem individuellen Geschmack sowie den vorhandenen Produkten und den einzelnen Gerichten anpassen. Gewürzmischungen vereinfachen und verkürzen die Zubereitung verschiedener Gerichte. Vor allem aber geben sie uns die Möglichkeit, die einzelnen Mahlzeiten vielfältig zu variieren.

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 14.01.2010 15:04 Uhr

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