Letzte Bearbeitung: 14.01.2010


Kochbuch der 40er Jahre


··· Amarant, Quinoa, Hirse, Bulgur, Couscous, Grünkern, Kamut, Gerste, Buchweizen, Emmer, Eingelegtes, Tipps ···


 

Amarant, Quinoa, Rispenhirse.

Die Namen dieser Nutzgewächse gehen mittlerweile nicht nur Botanikern oder Liebhabern exotischer Körnerkost mühelos über die Lippen. Heute ergänzen die kleinen Kraftpakete das herkömmliche Getreidesortiment. Feine Salate mit Quinoa, gratiniertes Gemüse mit Amarant oder nordafrikanischer Couscous aus geschroteter Hirse bringen lecker-gesunde Abwechslung auf den Teller.

Amaranth

Quinoa

Hirse

Bulgur

Couscous

Grünkern

Kamut

Gerste

Emmer

Kenner schätzen Hirse, Amarant und Quinoa nicht nur wegen ihres Aromas. Die unscheinbaren Körnchen sind prall gefüllt mit energiereichen und lebenswichtigen Nährstoffen - Eigenschaften, die Bauern in Afrika und Asien bei der Hirse sowie in Mittel- und Südamerika bei Amarant und Quinoa schon lange kennen. Ein weiterer Vorteil kommt Menschen zugute, die an Zöliakie leiden: Ihr Körper verträgt kein Klebereiweiß (Gluten), das klassische Getreidekörner wie Weizen, Roggen und Hafer reichlich enthalten. Amarant, Quinoa und Hirse bieten ihnen hochwertige Alternativen
Nicht für Babys

Nach aktuellen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollten Kinder Pseudogetreide wie Amarant und Quinoa, aber auch die Getreideart Hirse erst vom zweiten Lebensjahr an essen. Denn Hirse und Amarant können Gerbstoffe enthalten, welche die Verfügbarkeit von Mineralstoffen, Vitaminen und Eiweiß im Darm verringern. Quinoa enthält Saponine - leicht bitter schmeckende Substanzen, die bei Kleinstkindern Durchfall verursachen können. In handelsüblicher Quinoa sind die Bitterstoffe zwar weitgehend entfernt, aber auch Reste davon können für Babys unbekömmlich sein.

Erwachsenen dagegen können sowohl die Gerbstoffe als auch die Saponine gesundheitlich nützen, wie neue Studien nahe legen. Altersgerecht genutzt bieten Hirse, Amarant und Quinoa deshalb nicht nur Erwachsenen, sondern auch Klein- und Schulkindern ernährungsphysiologisch hervorragende Nahrung.

Küchentipps

Hirse, Amarant und Quinoa benötigen kurze Garzeiten und sind deshalb ideal für die schnelle Küche. Wer sich mit ihnen erst anfreunden möchte kann die Körner zunächst wie Reis für herzhafte und süße Gerichte verwenden. Die Zubereitung ist einfach: Die Körner mit etwa der doppelten Menge Wasser zum Kochen bringen, auf kleine Flamme schalten und alles zugedeckt etwa 15 Minuten ausquellen lassen. Beachten Sie die Garzeiten auf der Verpackung!

Profis halten die Körner mit einem Trick bissfest: Sie rösten sie vor dem Garen kurz in der Pfanne ohne Fett an. Danach bringen sie Wasser oder Brühe mit einer Prise Salz zum Kochen, rühren die Körner ein und lassen sie zugedeckt auf der ausgeschalteten Herdplatte ausquellen.

Vor dem Kochen sollten Sie die Körner unter fließendem Wasser gründlich abspülen. So lassen sich auch die Bitterstoffe der Quinoa entfemen.

Wichtige Inhaltsstoffe im Vergleich

100 g Körner enthalten

 

Eiweiß

g

Eisen

mg

Kalzium

mg

Magnesium

mg

Weizen

11,4

3,3

33

97

Roggen

9,5

2,8

37

91

Hafer

12,6

5,8

80

129

Reis

11,4

3,3

33

97

Hirse

10,6

6,9

10

123

Amarant

15,8

9,0

214

308

Quinoa

14,8

8,0

80

276

Amaranth In Bioläden und im Reformhaus sind diese Körner schon lange im Trend. Mittlerweile gibt es sie auch in vielen Supermärkten zu kaufen.

Die kleinen, linsenförmigen Körner aus Mittel- und Südamerika enthalten viel Eiweiß mit essentiellen Aminosäuren. Das enthaltene Öl besteht zu 70% aus ungesättigten Fettsäuren. Die Körner schmecken nussig und sind ideal als Beilage zu vielen Gerichten und in Aufläufen. Dafür das Korn wie Reis in Wasser oder Brühe garen. Gepoppte Amaranth-Körner (wie Popcorn) passen gut ins Müsli.

Als »Gold der Azteken« und »Inkaweizen« eroberte Amarant in den letzten Jahrzehnten die Naturkostläden. Tatsächlich waren die winzigen Nüsse der Fuchsschwanz-Gewächse - botanisch zählen sie wie Quinoa zu den »Pseudogetreiden« - schon vor 5000 Jahren ein wichtiges Grundnahrungsmittel in den Gebirgsregionen Mittel- und Südamerikas. Die dortigen Völker verehrten die winzigen Körner als heilig - bis die spanischen Eroberer den Amarant -Anbau mit der Todesstrafe ahndeten. Erst vor drei Jahrzehnten entdeckten Naturkost-Pioniere Amarant wieder. Zur gleichen Zeit fanden Forscher, dass Amarantkörner eine höchst interessante Mischung wichtiger Inhaltsstoffe bieten (siehe Tabelle). Seitdem gedeihen Fuchsschwanzkulturen auch in den USA und Europa.

Amarant enthält nicht nur mehr, sondern auch deutlich hochwertigeres Eiweiß (Protein) als Weizen. Die "biologische Wenigkeit« - sie gibt an, wie viel von dem Nahrungsprotein in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden kann - entspricht etwa der von Kuhmilcheiweiß. Zugleich liefern die Körnchen ungewöhnlich viel Kalzium. Davon profitieren vor allem strenge Vegetarier, aber auch Menschen, die auf Kuhmilcheiweiß allergisch reagieren und deshalb auf Milch und Milchprodukte verzichten müssen. Ebenfalls erstaunlich: die Menge an Eisen und Magnesium. Amarant enthält etwa dreimal so viel wie Weizen. Die Fuchsschwanz-Samen lassen sich, wie Getreide verwenden: ganze Körner - als Beilage, gepuffte Körner oder Flocken fürs Müsli, Mehl oder Schrot für Teige.

  Brei (süß)

für 2 Portionen

 50 g Amaranth in 125 ml Apfelsaft bei schwacher Hitze ca. 10 Minuten quellen lassen.
  Arabischer Petersiliensalat mit Amarant

für 4 Personen

Zutaten: 160 g Amarant, Salz, 4 Tomaten, 2 rote Zwiebeln, 2 rote Chilischoten, 1  Bund Petersilie, 2 EL Keimöl, 2 TL Sanddornsaft, 4 EL Zitronensaft, Pfeffer aus der  Mühle

Zubereitung: Amarant in einem Sieb unter fließendem Wasser  waschen. In leicht siedendem Salzwasser ca. 15 Min. quellen lassen. Abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken, gut abtropfen lassen. Tomaten waschen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden.. Chilischoten sehr fein hacken. Petersilie fein hacken. Öl, Sanddornsaft, Zitronensaft verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Amarant mit den vorbereiteten Zutaten und dem Dressing mischen und ca. 30 Minuten ziehen lassen. In Schälchen anrichten und servieren.

Quinoa Die alte Kulturpflanze aus den Anden ist kein Getreide, sondern ein Gänsefußgewächs. Die kugelrunden Samen enthalten viel Eiweiß, Mineralstoffe (Eisen, Magnesium, Kalium) und Vitamine (B, E und Beta-Karotin).
Quinoa schmeckt nussig und leicht bitter. Die Körner sind schon nach 15 Minuten gar und bleiben auch schön körnig. Sie eignen sich als Beilage zu Fleisch und Fisch. Aus gemahlenen Quinoa-Körnern lassen sich leckere Pfannkuchen braten.

Die goldgelben Nüsschen der Reismelde besaßen für die alten Kulturvölker Südamerikas dieselbe Bedeutung wie Amarant. Auch Quinoa - sprich "kienwa« - war Grundnahrungsmittel und heiliges Korn zugleich. Heute gelten die Früchte des genügsamen Gänsefuß-Gewächses, das auch in mehr als 3500 Metern Höhe noch gedeiht, in ihrer Heimat als Arme-Leute-Essen.

Quinoa ist botanisch mit Amarant verwandt, weshalb seine Samen eine ähnliche Zusammensetzung aufweisen: mehr und hochwertigeres Eiweiß als Weizen oder Reis und mehr lebenswichtige Fettsäuren. Zudem enthält Quinoa dreimal so viel Vitamin B2 und E wie Weizen und viermal so viel Zink wie Reis. Schon 100 Gramm Quinoa decken die Hälfte des täglichen Zinkbedarfs.

In der Küche sind die Körnchen vielseitig verwendbar: gekocht als Beilage wie Reis, als Suppeneinlage, als Brei, als Mehl für Pfannkuchen oder- mit Weizenmehl gemischt zum Brotbacken. Mit Gemüse kombiniert lassen sich auch köstliche Salate und Pfannengerichte zubereiten.

  Quinoa

Als Beilage für 4 Portionen

250 g Quinoa in 600 mI Brühe 15 Minuten köcheln lassen, mit Butter verfeinern.
Hirse Die kleinen, goldgelben Körner kommen aus Afrika. Hirse ist fettreicher als Weizen, enthält viel Eiweiß und Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe, besonders Eisen. Das Getreide schmeckt sowohl herzhaft - als Beilage in Suppen - als auch süß zum Frühstück. Sehr beliebt ist Hirsebrot aus einem Gemisch aus Hirsemehl und anderem Getreide.

Hinter dem Namen verbergen sich mehrere asiatische und afrikanische Getreidenamen wie die Sorghum- oder Mohrenhirse. Sie alle tragen kleine, meist rundliche Körner. Die weniger wärmebedürftige Rispenhirse » Echte Hirse« wächst auch in Mitteleuropa; sie galt hier einst als »Brot des armen Mannes«. Heute ernährt Hirse vor allem Menschen in ärmeren, trockenen Regionen Afrikas und Asiens, die sie als Fladen oder Brei zubereiten und - vor allem in Nordafrika - als Couscous.

Deutsche Märkte und Läden verkaufen hauptsächlich Rispenhirse. Wegen der goldgelben Farbe ihrer Körner heißt sie auch »Goldhirse«. Üblicherweise kommt Hirse entspelzt und sogar geschält in den Handel, da die Fruchtschale nicht bekömmlich ist. Deshalb gibt es bei Hirse keine Vollkornprodukte. Die geschälten Körner sind ganz, als Mehl. Grieß oder Flocken erhältlich.

In den Körnchen steckt viel Stärke, die für anhaltende Sättigung sorgt. Auffallend üppig für Getreidearten ist ihr Mineralstoffgehalt. Eine große Portion Hirsebrei kann bereits die Hälfte des täglichen Eisenbedarfs decken. Zudem liefert das einstige Armeleute-Essen viele B-Vitamine, die den Stoffwechsel anregen. Und es hat einen hohen Gehalt an Kieselsäure. Das darin enthaltene Silizium soll Haut, Haare und Nägel kräftigen - daher der Ruf der Hirse als »Schönmacher«.

  Hirse

Beilage für 4 Portionen

300 g Hirse abbrausen, in 30 9 Butter andünsten, 600 ml Brühe zugießen ca. 20 Minuten darin ausquellen lassen.
Bulgur
 
Dieser vorgekochte, getrocknete und grob oder fein geschrotete Weizen enthält viele Mineralstoffe und B- Vitamine. Besonders im Vorderen Orient wird Bulgur in Salaten, als Suppeneinlage, als Beilage zu Fleisch und in Gemüse serviert. Daneben ist das Schrot Basis für Süßspeisen. Für einen 
  Bulgur
Salat für 4 Portionen
Gewürfeltes Tomatenfruchtfleisch mit 60 g Bulgur mischen, 90 Minuten ziehen lassen. Mit Zwiebelwürfeln, gehackter Minze, Salz, Pfeffer, 3 EL Zitronensaft und 5 EL Oliven-Öl mischen.
Couscous

 

Für diese nordafrikanische Spezialität wird Hartweizen zu Grieß gemahlen, mit Wasser angefeuchtet, zu Kügelchen geformt und getrocknet. Gekocht wird Couscous in einem zweiteiligen Topf: Unten garen Gemüse, Fisch oder Fleisch in Flüssigkeit, irn Siebaufsatz darüber der Grieß. Couscous ist auch lecker mit Feigen, Datteln oder Rosinen.
  Couscous

Als Beilage für 2 Portionen

250 g Instant-Couscous in ½ I kochend heißer Brühe 7 Minuten quellen lassen, ab und zu mit einer Gabel auflockern.
Grünkern Grünkern ist keine eigene Getreideart, sondern halbreif geernteter, grüner Dinkel. Dieser wird gedörrt, wodurch Grünkern seinen würzig-herzhaften Geschmack erhält.

Kamut

Kamut ist eine alte Weizenart, ähnlich dem Emmer, mit einem hohen Eiweißanteil. Kamut hat deutlich größere Körner als heute üblicher Weizen.

Gerste

Gerste ist eine vielseitig eingesetzte Getreideart. Sie dient als Ausgangsprodukt zum Brauen von Bier, für Malzkaffee und zur Herstellung von Graupen für Suppen und Grützen.
Emmer Dieser Einkornweizen ist eine der ersten primären Kulturpflanzen. Bereits vor mehr als 10 000 Jahren wurde er in Europa angebaut. Seine Heimat ist der Landbogen zwischen den Flüssen Euphrat, Tigris und Jordan.  Das heutige kleine Anbauzentrum des "Steinzeit-Weizens" liegt in Südosteuropa. In Deutschland wird Einkorn nur auf bescheidenen 50 bis 100 Hektar angebaut. Der Kulturemmer ist ebenfalls ein "Exot" im deutschen Getreideanbau. Seine Anbaufläche wird in den nächsten Jahren auf 1000 Hektar ansteigen. Der "Zwei-Korn-Weizen" ist aus dem Einkorn durch die Einkreuzung einer weiteren Art entstanden. Mit zwei Körnern pro Ährchen ist er ertragreicher als das Einkorn - das eben nur "ein Korn" pro Ährchen aufweist. Beide - Emmer und Einkorn - sind Stammformen des heutigen Saatweizens.

Bis zum Ersten Weltkrieg wurden die beiden Sorten in Deutschland angebaut - wenn auch damals schon in geringem Umfang. Als Nahrungsmittel hatte dabei der ertragreichere Emmer den Einkornweizen schon früh verdrängt. Das Einkorn wurde aber im Schwäbischen bis in die 30er Jahre zur Strohnutzung kultiviert. Seine sehr festen, stabilen Halme wurden zum Anbinden von Bäumen oder Weinreben genutzt. Nach dem Krieg verschwanden die "Extensiv-Weizensorten" fast vollständig. Mit Erträgen von zehn bis 20 Dezitonnen pro Hektar konnten sie mit intensiv angebautem Saatweizen nicht konkurrieren.

Verwendung heute:
Heute erleben Einkorn und Emmer einen "kleine Renaissance". Vor allem Bio-Betriebe haben das robuste, anspruchslose Getreide wiederentdeckt. Einkorn und Emmer werden zu Mehl, Brot, Gebäck oder Nudeln verarbeitet. In der Brotbäckerei verlangt vor allem der Emmer allerdings einiges an Geschick, da er geringe Klebereigenschaften aufweist. Vielversprechend ist der Einsatz in der Nudelproduktion: Mit ihren harten Körnern sind Emmer und Einkorn gut zum Kochen geeignet. Emmer wird wegen seines hohen Proteingehaltes genutzt.
  Emmer-Nudeln mit Linsen Zutaten: 250 g fein gemahlener Emmer, 2 EL Olivenöl, 1/2 TL Salz, 100 g Berglinsen, 250 g Champignons, 250 ml Gemüsebrühe, 1  Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 1 EL Rapsöl, 1/2 rote Peperoni, 100 ml Sahne, 150 ml fettarme Milch, 1/4 TL Thymian, 1/4 TL Rosmarien, 1/4 TL Pfeffer, 1 TL Kräutersalz, 2 Lauchzwiebeln, 4 EL gehobelter Parmesan, Mehl

Zubereitung: Emmermehl, Öl und salz mit 125 ml Wasser zu einem festen, elastischen Nudelteig kneten. 30 Min. ruhen lassen. Linsen in der Brühe aufkochen und dann ca. 20 bis 30 Min. köcheln lassen. Zwiebeln und Knoblauch schälen, fein würfeln. In der Pfanne mit Öl andünsten. Champignons in Scheiben , Peperoni in feine Streifen schneiden, zugeben und kurz mitdünsten. Mit Milch und Sahne ablöschen, aufkochen lassen. Die abgetropften Linsen zugeben. Mit Thymian, Rosmarin, Pfeffer und Kräutersalz abschmecken. Einige Minuten durchziehen lassen.. Warm halten. Nudelteig portionsweise auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche dünn ausrollen. und in 5 mm breite Streifen schneiden. Nudeln in reichlich kochendes Salzwasser geben und 3 - 5 Min. bissfest  garen. Abgießen, dann portionsweise mit Soße übergießen. Mit den Lauchringen und Parmesanspänen servieren.

 
  Gewürzkirschen Zutaten für etwa 1,2 Kilogramm: 900 g entsteinte Schattenmorellen, 1 kleines Stück Ingwer, 450 9 Zucker, 1 Zimtstange (etwa 2.5 cm), 3 Gewürznelken, 300 ml Rotweinessig

Zubereitung: Ingwer schälen und auf einem Arbeitsbrett mit der flachen Seite eines großen Messers zerdrücken. Die Gewürze mit Essig und Zucker in einem Topf erhitzen und unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker gelöst hat. Kirschen in den Sud geben und köcheln lassen. Wenn sie weich sind, herausnehmen und in einem Sieb abtropfen lassen. Den Sud zu einem dicken Sirup einkochen und die Gewürze herausfischen. Die abgetropften Kirschen dazugeben, kurz aufkochen lassen und in vorgewärmte, saubere Glaser füllen. Deckel fest verschließen; zum Durchziehen mindestens zwei Wochen kühl und dunkel aufbewahren.

Extra-Tipp: Die Kirschen schmecken köstlich zu Wildgerichten, passen aber auch gut zu Schmorgerichten aller Art und zu Käse.

  Rote Bete süßsauer Zutaten für 1 Kilogramm: 1 kg kleine Rote Bete, 100g Zucker, 2 TL Salz, 630 ml Rotweinessig, Pimentkörner

Zubereitung: Rote Bete sauber bürsten, 30-40 Min. weich kochen, abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken. Beiseite stellen. Zucker und Salz bei schwacher Hitze im Gewürzessig auflösen, den Sud zum Kochen bringen und abkühlen lassen. Die Rote Bete pellen (geht ganz leicht) und unzerteilt in Gläser füllen. In jedes Glas zwei Pimentkörner geben. Mit Essig auffüllen. Die Gläser schwenken, damit eingeschlossene Luftblasen verschwinden. Fest verschließen und mindestens einen Monat kühl und dunkel ziehen lassen.

Extra-Tipp: Die eingelegten Knollen schmecken zu Fondue und Fleisch, als Beilage zu Gegrilltem oder als kleiner Salat. Dafür die Rüben klein schneiden und mit Knoblauch, Chili, frisch gemahlenem Pfeffer, gehackter Petersilie und Olivenöl vermischen.

  Artischocken in Öl Zutaten für etwa 1 Liter: 1,4 kg Baby-Artischocken, 1 Zitrone,1l Weißweinessig, 500 ml trockener Weißwein, 3 Zweige Thymian oder Oregano, ein kleiner Zweig Rosmarin, 6 Knoblauchzehen, ca, 850 ml Olivenöl, evtl. 2 getrocknete Chilis, Meersalz:

Zubereitung: Essig mit Wein, Rosmarin und zwei E Thymian-/Oreganozweigen zum Kochen bringen. Knoblauch kurz mitkochen, dann herausnehmen. Die Artischocken im Sud köcheln lassen, bis sie weich sind.

Etwas Öl in ein Glas gießen, eine Lage Artischocken darauf verteilen, mit Öl begießen, eine Knoblauchzehe und ein kleines Stück Chili dazugeben. So weiterschichten und alles leicht andrücken, um Lufteinschlüsse zu vermeiden. Wenn das Glas halb voll ist, den dritten Kräuterzweig an die Seite stecken. Zuletzt alles mit Öl bedecken, verschließen und zwei Monate kühl und dunkel ziehen lassen.

Extra-Tipp: Die Artischocken mit Petersilie, Zitronensaft, gemahlenem Pfeffer, einer zerkrümelten getrockneten Chili und Olivenöl anmachen. Sie schmecken als Pizzabelag und mit gehobeltem Parmesan.

  Dillgurken Zutaten für 1 Kilogramm: 1 kg kleine feste Einlegegurken, 325 g Meersalz, 75 g Zucker. 700 ml Weißweinessig, ein Stängel Dillblüte (die so genannte Krone), 100 g kleine Schalotten, 2 Knoblauchzehen

Zubereitung: Die Gurken waschen, in eine Schüssel geben. mit Salz bestreuen und 24 Stunden zugedeckt an einem kühlen Ort ziehen lassen. Gurken abspülen, trocken tupfen. Den Zucker im Essig bei kleiner Hitze auflösen, dann aufkochen, fünf Minuten köcheln lassen und über die Gurken gießen. Abdecken und 24 Stunden ziehen lassen. Den Essig in einen Topf gießen, zum Kochen bringen und abkühlen lassen. Gurken, Dill, Schalotten und Knoblauch in ein Glas schichten und mit dem Essig übergießen. Das Glas verschließen und mindestens zwei Monate kühl und dunkel aufbewahren.

Extra-Tipp: Die Dillkrone ist dekorativer und aromatischer als Dillsamen, die Sie ersatzweise nehmen können (2 TL). Die Gurken schmecken zu Würsten, als Beilage zum Fondue und zu Gegrilltem.

  Möhren auf indische Art Zutaten für 1 Liter: 450 9 in dicke Stifte geschnittene Möhren, 1 EL schwarze Senfkörner (je nach Geschmack auch mehr), I TL Cayennepfeffer, 1 TL Kurkuma, 250-300 ml Senf- oder Erdnussöl

Zubereitung: Die Möhren 5 Minuten in Salzwasser kochen. Sie sollten noch Biss haben. Abgießen, abtropfen lassen, auf Küchenpapier trocknen lassen. Senfkörner grob zerstoßen und mit den anderen Gewürzen

und etwa 115 ml Öl in einer Schüssel verrühren. Die Möhrenstifte senkrecht in ein trockenes, sauberes Glas schichten, mit dem Würzöl übergießen und mit dem restlichen 01 bedecken. Das Glas schwenken, damit die Luft entweichen kann. Bis zum offnen einen Monat dunkel und kühl lagern und in den ersten zehn Tagen täglich schütteln.

Extra-Tipp: Servieren Sie die Möhren zum Aperitif oder als Beilage zu kaltem Braten, Pasteten und Käse. Natürlich passen sie perfekt zu einem indischen Menü.

  Eingelegte Walnüsse Zutaten für ca. 2 Liter: 40 g frischer, zerdrückter Ingwer, 450 g grüne Walnüsse, 115 g Salz, 1,7 I Weißweinessig, 75 g schwarze Pfefferkörner, 40 g ganze Pimentkörner

Zubereitung: Die Nüsse mit einer Nadel rundherum einstechen und in eine Schüssel (kein Metall) legen.

Die Hälfte des Salzes in 570 mit Wasser auflösen, über die Nüsse gießen und zugedeckt eine Woche stehen lassen. Die Nüsse abtropfen lassen. Das restliche Salz in 570 ml Wasser auflösen, über die Nüsse gießen und noch einmal zwei Wochen stehen lassen. Früchte abspülen und trocknen. Drei Wochen ausgebreitet an der Luft liegen lassen. bis sie schwarz geworden sind, dann in Gläser füllen. Den Ingwer mit dem Essig und den Gewürzen zehn Minuten kochen, den Sud über die Nüsse gießen. Einen Monat kühl und dunkel lagern.

Extra-Tipp: Aus den eingelegten Nüssen lassen sich raffinierte Saucen bereiten, die hervorragend zu Fleisch. Wild und Geflügel passen: Die zerdrückten Nüsse mit Bratensaft und Brühe dicklich einkochen lassen, mit Butter binden und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  Thailändisches Öl Zutaten für 0,7 Liter: 4 Stängel Zitronengras, 4 Zweige Koriander, 2 frische grüne Chilis, 1 Knoblauchzehe, 700-800 ml Sonnenblumenöl

Zubereitung: Das Zitronengras von den äußeren Blättern befreien und mit einem breiten Messer leicht andrücken. Den Koriander zwischen den Handflächen etwas zerdrücken und mit dem Zitronengras, den Chilis und dem Knoblauch in ein Glasgefäß geben. Mit dem Öl aufgießen. bis alles bedeckt ist. gut durchschütteln und zwei Wochen ziehen lassen. Den Knoblauch mit einem Holzspieß herausfischen und das Gefäß wieder verschließen. Das Öl hält sich - kühl und dunkel gelagert - bis zu sechs Monate.

Extra-Tipp: Das Öl verleiht Fisch. Fleisch. Gemüse oder Salaten eine exotische asiatische Note.

  Gewürzte Pfirsiche Zutaten für 1 Liter: 900 g Zucker, 570 ml Weißweinessig, 1,8 kg Pfirsiche (gehäutet, halbiert, entsteint), 2 Zimtstangen, 12 schwarze Pfefferkörner, 4 zerdrückte grüne Kardamomkapseln, 1 TL Gewürznelken, 2 ganze Sternanis

Zubereitung: Essig mit Gewürzen in einen Topf geben, den Zucker bei milder Hitze unter Rühren darin auflösen, Den Sud aufkochen und 2-3 Minuten kochen lassen. Die Pfirsichhälften darin 4-5 Minuten glasig werden lassen und dann in ein vorgewärmtes Glas legen. Den Sirup 2-3 Minuten einkochen und über die Pfirsiche gießen. Das Glas schwenken, damit Luft entweicht. Fest verschließen, zwei Monate dunkel und kühl ziehen lassen.

Extra-Tipp: Bei den meisten Sorten lässt sich die Haut leicht abziehen, wenn Sie die Früchte mit kochendem Wasser übergießen und kurz stehen lassen. Die Pfirsiche passen gut zu Ente oder Schweinefleisch.

  Rosenblüten-Essig Zutaten für 1 Liter: 3-4 Rosenblüten. ungespritzt oder aus biologischem Anbau, 1 l Rot- oder Weißweinessig

Zubereitung: Von den Blüten die Blätter abpflücken, in ein großes, sauberes Glas geben und mit dem Essig übergießen. Das Gefäß danach gut verschließen und das Gemisch etwa zehn Tage lang ziehen lassen, gelegentlich schütteln. Den Essig durch ein mit Musselin (dünner Stoff) ausgelegtes Plastiksieb gießen. anschließend in saubere Flaschen füllen und verkorken. Der Essig sollte stets kühl und dunkel gelagert werden und ist mindestens ein Jahr lang haltbar.

Extra-Tipp: Achten Sie darauf. dass Sie stark duftende Rosenblüten bekommen. Sonst schmeckt der Essig nach gar nichts. Am intensivsten riechen normalerweise Freilandrosen.

 

Süss-saure Zwiebeln

Zutaten: 1Kg kleine Zwiebeln, 500 ml Weissweinessig, 50 g Zucker, 1 EL Salz, 2 EL weisse Pfefferkörner, 2 Lorbeerblätter

Ungeschälte Zwiebeln in kochendes Wasser geben, 1x kurz aufwallen lassen, abgiessen, abschrecken, Zwiebeln enthäuten. Die Spitzen der Zwiebeln abschneiden und kreuzweise einritzen. Alle Zutaten bei schwacher Hitze 15 Minuten aufkochen und danach zugedeckt bis zum nächsten Tag stehen lassen. Jetzt die Zwiebeln in Gläser füllen, den Sud kurz aufkochen, abschmecken und über die Zwiebeln giessen. In Einweckgläser füllen und luftdicht verschliessen.

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Aktualisiert am:

 14.01.2010 15:04 Uhr

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