|
Letzte Bearbeitung:
14.01.2010 |
Kochbuch der 40er Jahre
|
 |
Rind |
 |
Kochfleisch: Kopf, Bauch, Querrippe, Hohe, Rippe
mit Knochen als bestes Kochfleisch, Schwanz, Füße , Euter, Flecke,
Zunge. |
|
Schmor- und Kochfleisch: Hals, Zungenstück (Kamm), Brust, Bug
(Schulter), Schwanzstück, Haxe (Hesse), Herz, Lunge, Nieren. |
|
Bratfleisch: Lende, Filet (Roastbeef), Hohe Rippe ohne
Knochen, Hüfte, Oberschale (Blume) ,Leber, Gehirn. |
|
 |
Kalb |
 |
|
Kochfleisch: Kopf, Hals, Haxen (werden noch
überbraten), Fülle, Gekröse, Lunge, Kalbsmilch, Zunge. |
|
Schmor- und Kochfleisch: Brust, Nacken (Mittelgrat), Herz. |
|
Bratfleisch: Keule (Schlegel), Nierenbraten, Kotelett, Blatt
(Schulter), Leber, Gehirn, Nieren.
|
|
 |
Schwein |

|
Kochfleisch: Kopf, Dickbein, Eisbein (Spitzbein),
Zunge, Magen. |
|
Schmor- und Kochfleisch: Nacken (Kamm), Bauch, Rippchen. |
|
Bratfleisch: Schinken ( Keule, Schnitzelstück), Rücken
(Kotelettstück), Nacken (Kamm), Vorderschinken ( Schulter), Leber, Gehirn,
Nieren. |
|
1 Ohren zum Kochen |
6
Filet zum Braten
|
| |
2
Hals/Kamm als Nackenbraten/Gulasch zum Schmoren, als Koteletts zum Braten |
7
Hüfte/Schalen zum Braten, Schmoren, Kochen |
| |
3
Schulter zum Braten, Schmoren |
8
Haxen zum Schmoren, Grillen |
| |
4
Rückenspeck zum Spicken.
|
9
Bauch zum Grillen, Braten |
| |
5
Kotelettstrang (Stielkotelett/Kasseler,
ohne Knochen Schnitzel) zum Braten, Schmoren |
10
Dicke Rippe zum Schmoren, Kochen |
|
 |
Hammel |
Kochfleisch: Kopf, Fülle nur als Suppenknochen, Flecke,
Zunge. |
|
Schmor- und Kochfleisch: Hals, Bauch, Rippchen. |
|
Bratfleisch: Keule, Rücken (Kotelettstück), Schulter, Leber,
Gehirn. |
|
 |
Kochfleisch |
 |
|
Zum Kochen die
Knochen nicht aus dem Fleisch heraus lösen. Lappige Stücke zusammen binden:
dadurch bleibt das Fleisch schmackhafter. Das Fleisch in sprudelnd
kochendes, leicht gesalzenes Wasser legen und nur leise sieden lassen. Durch
heftiges Kochen wird die Brühe grau und trübe und das Fleisch hart. Bei
Stücken, die eine lange Garzeit haben, das Wurzelwerk erst in der zweiten
Hälfte der Garzeit zufügen. |
|
Zurück zur Übersicht Fleisch |
| 420 |
Rindfleisch mit Nudeln |
400 g Rindfleisch, 2 l Wasser, Salz, Wurzelwerk, 400
g Nudeln, Petersilie
Das Rindfleisch abspülen oder abschaben. Sind
Beilageknochen dabei, die gewaschenen Knochen kalt ansetzen und nach
halbstündiger Kochzeit in 1 Liter Wasser Salz und Fleisch zugeben. Ist
das Fleisch halbgar, das geputzte und gewaschene Wurzelwerk zufügen. Die
Nudeln in 1 Liter siedendes Salzwasser streuen, nicht zu weich kochen,
abgießen, abspülen. Die Fleischbrühe durch ein Sieb über die Nudeln
schütten. Wurzelwerk, z. B. Möhren und Sellerie, das Fleisch in
gleichmäßige Stücke schneiden, beides mit den Nudeln vermengen. Mit
gehackter Petersilie bestreut auftragen.
|
| 421 |
Rindfleisch mit Gräupchen und Kohlrabi |
250 g Rindfleisch 2 l Wasser Salz 500 g Kohlrabi 200
g Gräupchen Petersilie
Das abgespülte oder abgeschabte Fleisch in 1 Liter
kochendes, gesalzenes Wasser geben. Holzige Stücke im Kohlrabi in der
Brühe mit auskochen. Den Kohlrabi in gleichmäßige Würfel oder Stifte,
die zarten Blätter in Streifchen schneiden, in etwas abgegossener Brühe
weich kochen. Die Gräupchen in 1 Liter Salzwasser ausquellen. Gräupchen
mit Kohlrabi und der durchgesiebten Brühe noch einmal aufkochen. Mit
Salz abschmecken, Petersilie dazugeben.
|
| 422 |
Rindfleisch oder Hammelfleisch mit Kartoffelstückchen
|
250 g fettes Fleisch, 2 l Wasser, Wurzelwerk, Salz,
1,5 kg Kartoffeln, Selleriegrün
Das abgespülte oder abgeschabte Fleisch halbgar
kochen. Wurzelwerk und Salz zufügen. Nach einer weiteren Viertelstunde
die geschälten, in Scheiben oder Würfel geschnittenen Kartoffeln
beigeben. Gar kochen, das Fleisch herausnehmen, zerschneiden. Das
Gericht mit Selleriegrün und dem Fleisch auftragen.
|
| 423 |
Schweinefleisch mit weißen Bohnen |
250 g Schweinefleisch, 2 l Wasser, Salz, 100 g
Zwiebeln, 250 g weiße Bohnen
Das Fleisch in 1 Liter leicht gesalzenem Wasser
kochen, die Zwiebeln dabei zufügen. Die verlesenen, gewaschenen Bohnen
in 1 Liter Wasser einige Stunden einweichen, ankochen und gut ausquellen
lassen. Die Fleischbrühe zugießen, nochmals durchkochen. Das Fleisch in
Würfel oder Scheiben geschnitten, durchkochen, dazugeben. Mit einem
Frischkostsalat ergänzen.
|
| 424 |
Rauchfleisch mit Linsen,
|
Wie
Schweinefleisch mitweißen Bohnen bereiten. Scharfes Fleisch erst wässern.
Vorsichtig salzen.
|
| 425 |
Pökelfleisch mit Erbsen |
Wie
Schweinefleisch mitweißen Bohnen bereiten. Scharfes Fleisch erst wässern.
Vorsichtig salzen. |
| 426 |
Rind-, Hammel- oder Schweinefleisch mit Gemüse |
400 g Fleisch, Salz, 2 l Wasser, 750 g Gemüse, 50 g
Zwiebel, 750 g Kartoffeln, Kräuter
Das Fleisch in 1 Liter leicht gesalzenem Wasser
halbgar kochen. Das gewaschene, geputzte und geschnittene Gemüse
{Bohnen, Möhren, Kraut) und die Zwiebel zugeben, nach 15 Minuten
die in Scheiben geschnittenen Kartoffeln. Als Würze lassen sich
mitkochen: Pfefferkraut, Petersilienwurzel, Kümmel, Tomaten oder
Paprika. Vor dem Auftragen gehackte Kräuter zufügen.
|
|
 |
Eintopfgerichte mit Fleisch: Nur Zutaten mit gleich langer
Kochdauer verwenden, z. B. junges Hammelfleisch, grüne Bohnen und Kartoffeln
oder Wirsing, zartes Rauchfleisch und Kartoffeln. |
| 427 |
Rindfleisch mit Zwiebeltunke |
400 g Rindfleisch, Salz, 1 l Wasser, Wurzelwerk, 100
g Zwiebeln 30 g Margarine, 30 g Mehl
Das Fleisch in .leicht gesalzenem Wasser mit,
Wurzelwerk welch kochen. Die geschälten, In Scheiben geschnittenen
Zwiebeln in ¼ Liter Brühe kochen. In der heißen Margarine das Mehl
lichtgelb schwitzen, ½ Liter Brühe auffüllen, die Zwiebeln mit Brühe
dazugießen und nochmals aufkochen.
|
| 428 |
Andere
Zusammenstellungen |
Rindfleisch mit Senftunke oder
Petersilientunke, Meerrettichtunke, Rosinentunke; Hammelfleisch mit
Tomatentunke, Kalbfleisch mit Pilztunke oder Sardellentunke.
|
| 429 |
Gekröse |
750 g Gekröse, 1,5 I Wasser, Salz, 50 g Zwiebel, 100
g Möhren, 1 Lorbeerblatt, 4 Gewürzkörner, 30 g Margarine, 40 g Mehl
Essig
Das Gekröse einwässern, sehr gründlich waschen, mit
Wasser, Salz, Zwiebel, Möhre oder Pastinak, Lorbeerblatt und
Gewürzkörnern ansetzen, etwa 2 Stunden kochen. Ist das Gekröse weich,
die Brühe abgießen, das Fleisch in gleichmäßige Stückchen schneiden. In
der erhitzten Margarine er das Mehl lichtgelb schwitzen, ¾ Liter
Brühe auffüllen, das Fleisch zufügen und durchkochen. Mit Essig, am
besten Kräuteressig, und Salz, auch Pfeffer oder Paprika abschmecken.
|
| 430 |
Flecke (Kutteln, Kaldaunen) |
500 g Flecke, 2 l Wasser, Salz, I Wurzelwerk, 1
Kräuterbündel, 40 g Fett, 50 g Mehl, Essig, Zucker, Pfeffer,100 g Gurke
Am Tage vor dem Verbrauch die sehr gründlich erst
heiß, dann kalt gewaschenen Flecke ansetzen und fast weich kochen. Das
dauert 5 bis 6 Stunden. Am Verbrauchstag mit Salz, Wurzelwerk und
Kräuterbündel weich kochen. Die Brühe abgießen. Das Fleisch in
gleichmäßige Stückchen schneiden. In dem Fett das Mehl hellbraun werden
lassen, ¾ Liter Brühe auffüllen, durchkochen, die Flecke zufügen und
das Gericht mit Essig, Zucker oder Sirup und Pfeffer kräftig
abschmecken. Die Gurken schälen. In Würfelchen schneiden und zugeben.
|
| 431 |
Lungenhaschee |
500 g Kalbslunge, 1 l Wasser, Salz, 30 g Margarine,
40 g Mehl, 50 g Zwiebel, Essig
Die gewaschene Lunge in grobe Stücke zerteilen, mit
Wasser und Salz weich kochen. In der Margarine das Mehl und die
gehackte Zwiebel zart bräunen, ¼ Liter Brühe auffüllen, dick sämig
kochen. Die Lunge klein schneiden und hacken oder durch den Fleischwolf
drehen. Mit der Tunke verrühren, herzhaft mit Essig abschmecken.
|
| 432 |
Frikassee von Kalbfleisch |
500 g Fleisch, Salz, 1 l Wasser, 30 g Margarine, 50 g
Zwiebel, 40 g Mehl, Essig, Kräuter
Das gewaschene Fleisch in leicht gesalzenem Wasser
gar kochen. Abgekühlt in gleichmäßige Würfel schneiden. In der Margarine
Zwiebel und Mehl zartgelb werden lassen. ¾ Liter Brühe auffüllen, das
Fleisch zufügen und nochmals durchkochen. Mit Salz, Essig oder Wein und
Kräutern (Basilikum, Thymian oder Estragon) würzen. Frikassee kann durch
Einlagen ergänzt werden, z. B. Blumenkohlröschen, Spargelstückchen,
Pilze oder Klößchen (Semmel-, Leber- oder Pilzklößchen).
|
| 433 |
Frikassee von Gekröse, Kalbsmilch, Hirn, Zunge, Lammfleisch |
Wie das vorstehend aufgeführte Frikassee zubereiten.
|
| 434 |
Würzfleisch (Ragout fin):
|
Wie
Frikassee bereiten, aber 20 g Mehl verwenden und nur ¼ I Brühe auffüllen,
so dass es gut gebunden ist. Das Fleisch in gefettete Förmchen füllen, mit
Semmelbröseln und Reibkäse bestreuen, mit Butter beträufeln und bei starker
Hitze überbacken. Mit Zitrone und Weißbrot auftragen. .
|
| 435 |
Ragout von Rindfleisch |
500 g Fleisch , 40 g Margarine, 40 g Mehl,½ 1
Brühe, 100 g Essiggemüse, 10 g Perlzwiebeln, Paprika
Das weich gekochte Fleisch in Würfel schneiden. In
der erhitzten Margarine das Mehl bräunen, die Brühe auffüllen, das
Fleisch darin aufkochen. Das gehackte Essiggemüse und die Perlzwiebeln
zufügen. Das Gericht mit Paprika, nach Wunsch auch mit etwas Zucker und
Kräuteressig abschmecken.
|
| 436 |
Ragout von Hammelfleisch, von Zunge |
In
gleicher Weise herstellen. |
| 437 |
Ragout von Schweinefleisch |
Zubereitung siehe oben. Statt Essiggemüse gekochte Birnen- oder
Apfelstückchen untermengen. Mit Apfel- oder Rotwein abschmecken.
|
| 438 |
Zunge
|
Zunge, Wasser, Salz
Pökelzunge vor dem Kochen wässern, frische Zunge nur
waschen. Mit Wasser bedeckt kochen, nach Bedarf Salz zufügen. Die Zunge
so lange kochen, bis sich die harte, raue Haut abziehen lässt. Zum
Schälen in kaltes Wasser legen. Das Schlundfleisch zu Frikassee
verarbeiten, das Zungenfleisch in Scheiben schneiden, mit Gemüse oder
Tunke und Kartoffeln, Makkaroni oder Reis auftragen.
|
| 439 |
Kalbskopf |
½ Kopf, Wasser, Salz
Den Kopf .einwässern und das Blut entfernen, waschen,
mit Salzwasser bedeckt, gar kochen. Die Knochen auslösen. Das Fleisch
klein ausschneiden, zu Sülze, Füllungen oder Ragout verwenden.
|
| 440 |
Schweinskopf |
Wie Kalbskopf zubereiten. Als Gewürz Lorbeerblatt,
Zwiebel, Pfefferkörner oder Wacholderbeeren mitkochen.
|
| 441 |
Hirn
|
250 g Hirn, ½ l Wasser, Salz
Das Fleisch wässern, damit sich anhaftendes Blut
löst. In leicht gesalzenem Wasser 10 bis 15 Minuten kochen. Zu Frikassee
verwenden.
|
| 442 |
Kalbsbrieschen:
|
Wie
Hirn verarbeiten, Kochzeit 15 bis 25 Minuten. Zu Frikassee und zu
Fleischsalat verwenden. |
| 443 |
Nierenragout |
500 g Nieren, ¾ l Wasser, Salz, Wurzelwerk, 40 g
Margarine, 40 g Mehl, 50 g Zwiebel
Die Nieren längs teilen, die Röhren herausschneiden,
sehr gründlich waschen. Eventuell wässern. In leicht, gesalzenem Wasser
zusammen mit dem Wurzelwerk kochen. In der Margarine das Mehl und die
gehackte Zwiebel zart bräunen, die Brühe auffüllen. Die garen Nieren in
Scheibchen schneiden und in der Tunke nochmals kurz aufwallen lassen.
Die Zugabe von etwas Kräuteressig, Paprika und einer Spur Zucker macht
das Gericht noch pikanter.
|
| 444 |
Pikante Klopse |
250 g Hackfleisch, 50 g Weißbrot, 50 g Zwiebel, 100 g
Hering, Salz, 40 g Margarine, 40 g Mehl, ½ l Brühe, Senf Essig
Gehacktes Rind- und Schweinefleisch mit dem
eingeweichten, fest ausgedrückten und zerzupften Weißbrot, der Zwiebel
und dem Hering, beides fein gehackt, zu einem glatten Teig verarbeiten,
der mit Salz, aber auch mit Kümmel abgeschmeckt werden kann. In
der erhitzten Margarine das Mehl lichtgelb werden lassen, die Brühe
auffüllen, die Tunke sämig kochen, die Fleischmasse zu Klößchen formen,
in der Tunke aufkochen und ziehen lassen. Vor dem Auftragen mit Senf und
Kräuteressig abschmecken.
|
| 445 |
Fleischpudding |
Die
Klopsmasse in gefetteter Puddingform 1 ½ Stunde kochen. Dem Fleischteig
kann 1 Ei oder 15 g Stärkemehl zugesetzt werden, um eine bessere
Schnittfähigkeit zu bekommen. Fehlt eine Puddingform, dann kann eine
Kastenkuchenform, gefettet oder mit dünnen Speckscheiben ausgelegt und mit
Klopsmasse gefüllt werden. Pergamentpapier darüber decken, festbinden und in
einer Deckelpfanne wie den Pudding kochen. |
| 446 |
Leberklöße (-knödel) |
250 g Leber, 50 g Speck, 50 g Zwiebel, 100 g
Weißbrot, 50 g Grieß, 20 g Stärkemehl, Salz, 1 I Wasser
Die Leber abspülen, zerschneiden, dabei die Adern
entfernen. Zusammen mit Speck, Zwiebel und eingeweichtem, fest
ausgedrücktem Weißbrot zweimal durch den Wolf drehen. Der Masse Grieß
und Stärkemehl zufügen, mit Salz abschmecken. Ist der Teig noch zu nass,
dann Semmelbrösel zufügen. Mit nassen Händen 8 Klöße formen und in das
siedende Wasser einlegen. Etwa 15 Minuten leise kochen lassen.
|
| 447 |
Sülze |
250 g Spitzbein, .250 g Kalbsfuß, 250 g Kalbskopf,
250 g Schweinsohr, 2 l Wasser, Salz, Zwiebel, Lorbeerblatt, Möhre,
Sellerie
Kalbs- und Schweinsfüße, Kopffleisch und
Schweineschwarten sind besonders reich an Leimstoffen. Das Fleisch
gründlich waschen, mit kaltem Wasser und Gewürzen ansetzen und etwa 2
Stunden leise kochen, bis es weich ist. Gare Stücke schon früher
herausnehmen und kalt stellen. Nicht sprudelnd kochen lassen, weil sonst
zu viel Flüssigkeit verdampft und die Brühe grau und trübe wird. Durch
das Mitkochen von 1 Stück Zwiebelschale wird die Farbe der Brühe
verbessert. Das weich gekochte Fleisch von den Knochen lösen, alles in
gleichmäßige Stückchen schneiden. Die durchgegossene Brühe kann mit
Essig abgeschmeckt, das Fleisch mit Würfeln von saurer Gurke vermengt
werden. Dann das Fleisch in Schüsseln oder Förmchen verteilen, die Brühe
auffüllen und erstarren lassen. Das Fett vor dem Auftragen abschaben.
Soll die Sülze durchsichtig sein, dann die Brühe klären.
|
| 448 |
Sülzkoteletts |
500 g Schweinsrücken, 250 g Spitzbein, 250 g
Kalbsfuß, 2 l Wasser, Salz, Essig, Essiggemüse
Das gewaschene Fleisch kochen, aus der Brühe nehmen.
Nach dem Erkalten in 4 bis 5 Portionsscheiben schneiden, dabei die
Knochen auslösen. Die Brühe klären, mit Essig abschmecken. In
Sülzkotelettformen oder Teller ein wenig klare Brühe gießen. Wenn sie
fast erstarrt ist, mit einer Garnitur von Gurke, Möhre, Blumenkohl,
Pilzchen, auch Ei, zierlich geschnitten, belegen- Aspik vorsichtig
darüber füllen. Nach Erstarren die Fleischscheibe darauf legen und mit
Aspik übergießen. Mit dem Fleisch von Spitzbein und Kalbsfuß kleine
Sülzeformen herstellen.
|
|
 |
Geschmorte
Fleischgerichte |
Durch das Schmoren entstehen sehr kräftige
Geschmacksstoffe. Nicht nur große Braten, sondern auch kleine
Fleischstücke (z. B. Gulaschfleisch) sind für diese Art der Zubereitung
geeignet. Dem Schmoren geht stets ein Anbraten voraus, und dieses muss
mit einem Fett erfolgen, das hohe Hitzegrade verträgt, also mit Talg,
Nierenfett, Schmalz oder Öl. In dem Brattopf oder in der Pfanne dieses
Fett erhitzen, bis es dampft. Dann das vorbereitete Fleisch hinein
legen, und rasch ringsum anbraten. Es muss beim Schmoren sehr darauf
geachtet werden, dass das Fleisch gut bräunt, aber der Fleischsaft nicht
verbrennt, da sonst die Tunke bitter schmecken würde. Um eine besonders
schön gefärbte und schmackhafte Tunke zu bekommen, werden Wurzelwerk,
Tomaten, Pilze, Rinde von Hartkäse, Speckstückchen und Brotkrusten mit
gebraten. Ist alles richtig gebräunt, dann von der Seite her ein wenig
kochendes Wasser zugießen, die Bratkruste abschaben und das Wasser
verdampfen lassen. Sobald das Brutzeln des Fettes zu hören ist, den
Braten wenden und wieder ein wenig Wasser zugeben. Ist das Wasser zum
dritten Male verdampft, kann in dem Fett das Mehl zum Binden gebräunt
werden. Nunmehr so viel siedendes Wasser auffüllen, dass das Fleisch
knapp bedeckt ist. Bei Verwendung eines zu großen Topfes würde zu viel
Wasser gebraucht; die Tunke würde dünn werden und wässerig schmecken.
Das darf aber nicht sein, darum den Topf nur so groß wählen, dass das
Fleisch darin gerade gewendet werden kann. Nach dem Auffüllen der
letzten, größeren Flüssigkeitsmenge das Fleisch bei milder Hitze und
fest zugedeckt gar schmoren.
|
|
Zurück zur Übersicht Fleisch |
| 449 |
Geschmorter Rinderbraten |
750 g Schmorfleisch, 30 g Mehl, 50 g Speck, 50 g Fett,
Salz, Wurzelwerk, 50 g Zwiebel, 100 g Tomaten, ¾ l Wasser
Das gewaschene Fleisch abtrocknen, klopfen, in Mehl
wenden. Den Speck, in Scheiben geschnitten, in das heiße Fett geben,
glasig werden lassen. Das Fleisch rasch ringsum anbraten, mit Salz
bestreuen, Speckscheiben obenauf legen, geputztes Wurzelwerk,
Zwiebelscheiben und Tomaten oder Pilze zufügen. Wenn die Beilagen gut
durchgebraten sind, wie oben angegeben, schmoren. Durch Zugabe von Brot-
und Käserinden wird die Tunke sehr schmackhaft. Den garen Braten auf einem
Teller etwas auskühlen lassen und dann erst in Scheiben schneiden. Die
Tunke durchschlagen, wenn nötig etwas Wasser, auch Milch oder Sahne
zufügen. Das Fleisch vor dem Auftragen in der Tunke nochmals erhitzen.
|
| 450 |
Gefüllter Schmorbraten |
750 g Rinderbrust entbeinen und breit legen, mit ein
wenig Salz bestreuen, mit Senf oder mit Tomatenmark bestreichen.
Hackbratenmasse oder Weißbrotfülle (siehe Gefülltes Herz) zu einer Rolle
formen, auf das Fleisch legen, zusammenrollen, mit festem Faden gut
umbinden oder zunähen und wie geschmorten Rinderbraten gar machen. Vor
dem Aufschneiden die Fäden entfernen und den Braten, am besten mit einem
Sägemesser, vorsichtig in nicht zu dünne Scheiben schneiden, damit er
nicht zerfällt.
|
| 451 |
Sauerbraten vom Rind |
750 g Schmorfleisch, 5 Wacholderbeeren, 1
Lorbeerblatt, 1 Blatt Salbei, 50 g Zwiebel, Nelke, 50 g Sellerie, 50 g
Möhren, Essigwasser, 30 g Fett, 50 g Rauchspeck, 3-4 Brotrinden, Salz,
Zucker
Das Fleisch von den Knochen lösen, mit Gewürz,
Sellerie und Möhre in nicht zu großen Topf drücken, mit kräftigem
Essigwasser übergießen, bis es bedeckt ist. Saurer Apfelsaft, Rotwein,
Buttermilch oder Bier können auch verwendet werden. Das kühl gestellte
Fleisch jeden Tag wenden, nach 2 bis 3 Tagen aus der Flüssigkeit nehmen
und abtrocknen. In dem erhitzten Fett Fleisch, Speckscheiben und
Brotrinden, auch einige Pilze oder Stücke Wurzelwerk anbraten. Ein wenig
von der aufgekochten und verdünnten Beize zugießen. Wenn die Flüssigkeit
verschmort ist, wieder etwas zufügen. Dies zwei- bis dreimal
wiederholen. Dann so viel zugießen, dass der Braten zur Hälfte in der
Flüssigkeit liegt, und nun im fest verschlossenen Topf gar schmoren. Ist
die Tunke nicht sämig genug, dann mit etwas Reibpfefferkuchen oder Mehl
dicken, mit Salz und Zucker, auch Sirup oder Gelee abschmecken.
|
| 452 |
Geschmorter Kalbsbraten |
750 g Schmorfleisch, 60 g Fett, Salz, 60 g Pilze,⅛
I Sahne, ⅜ l Wasser, 5 g Stärkemehl
Das gewaschene und abgetrocknete Fleisch leicht
klopfen. Lappige Stücke rollen und zusammenbinden. In heißem Fett
anbraten, mit Salz bestreuen, die in Scheiben geschnittenen Pilze oder
Wurzelwerk beifügen und mit braten. Die Sahne zugeben. Den Braten darin
unter mehrmaligem Wenden anschmoren. Zuletzt das siedende Wasser an der
Seite zugießen. Die Bratkruste loslösen und das Fleisch zugedeckt gar
schmoren. Bei Verwendung von Wurzelwerk die Tunke durchschlagen. Mit
kalt angerührtem Stärkemehl binden.
|
| 453 |
Geschmorter Schweinebraten |
750 g Schweinskamm, ⅜ l Wasser, Salz, 50 g Zwiebel, ⅛ l Buttermilch, 10 g Mehl
Das gewaschene Fleisch in ⅛ Liter kochendes Wasser
legen und zugedeckt dünsten lassen, damit sich aus dem Gewebe Fett
herauslöst. Das mit Salz bestreute Fleisch darin ringsum kräftig
anbraten. Dabei die Zwiebelscheiben und ⅛ Liter Wasser zugeben. Sobald
es verdampft ist, das restliche Wasser auffüllen und das Fleisch
zugedeckt schmoren. Die Tunke mit dem in Buttermilch angequirlten Mehl
binden. Statt Zwiebel kann als Würze etwas Beifuss verwendet werden.
|
| 454 |
Geschmorter Hammelbraten |
Mageres Fleisch wie Rinderbraten, fettes wie Schweinebraten bereiten. Als
Gewürz 1 kleine Knoblauchzehe mit anbraten und nach dem Auffüllen des
Wassers wieder herausnehmen. |
| 455 |
Rindsrouladen |
4 Rouladen, 2 EL. Senf, 100 g Zwiebeln, 50 g Speck,
Salz, Pfeffer, 30 g Mehl, 40 g Fett, ½ l Wasser
Die geklopften Fleischscheiben mit Senf bestreichen,
mit Zwiebel- und Speckwürfeln belegen, mit Salz und Pfeffer bestreuen,
zusammenrollen, mit Rouladennadeln, klammern oder weißem Faden
zusammenhalten. In Mehl wälzen, in heißem Fett ringsum anbraten. Ein
wenig heißes Wasser zugießen; wenn es verdampft ist, wieder etwas
zugeben, beim dritten Mal das restliche Wasser. Zugedeckt gar schmoren.
|
| 456 |
Schweinsrouladen |
Wie Rindsrouladen bereiten, aber keinen Speck verwenden, sondern dafür in
Scheiben geschnittene Pilze oder geraspelten Sellerie auf die
Fleischscheiben legen oder mit Tomatenmark bestreichen. |
| 457 |
Gefüllte Kalbsrouladen |
200 g Kalbsrouladen, 150 g Schinken, 2 Eier, 20 g
Mehl, 40 g Fett, ⅛ l Milch, ¼ l Wasser, Salz
2 Kalbsrouladen flach klopfen, mit je 1 Scheibe
Schinken belegen, mit je 1 hart gekochten Ei zusammenrollen und
zustecken, in Mehl wälzen und in dem siedenden Fett ringsum anbraten.
Milch oder saure Sahne zugießen. Wenn sie eingeschmort ist, das kochende
Wasser auffüllen. Die Tunke mit Salz abschmecken und die Rouladen
zugedeckt gar schmoren, dann längs halbieren.
|
| 458 |
Gefüllte Rindsrouladen |
4 Rouladen, Salz, Paprika, 50 g Speck, 50 g Zwiebel,
100 g Sellerie, 100 g Weißbrot, 1 Ei, 30 g Mehl, 40 g Fett
Die gut geklopften, mit Salz und Paprika bestreuten
Fleischscheiben mit; einem länglichen Kloß aus folgender Füllung
belegen: Speck und Zwiebel, kleinwürfelig geschnitten, erhitzen, den
geschnitzelten Sellerie zufügen und in dem Fett anbraten. Das
eingeweichte, fest ausgedrückte Weißbrot und das Ei untermengen. Die
Fleischscheiben einrollen. Jedes Stück zuklammern oder zubinden, in Mehl
wälzen, anbraten und dann wie Rindsrouladen. Siehe oben, weich schmoren.
|
| 459 |
Gulasch |
500 g Fleisch, 30 g Fett, 30 g Mehl, 100 g Zwiebeln,
Salz , Kümmel, ¾ l Wasser, 200 g Tomaten, Paprika
Das in Würfel geschnittene Fleisch in dem Fett
anbraten. Mehl, Zwiebelwürfel, 1 Teelöffel Salz und Kümmel zufügen. Wenn
das Mehl hellbraun ist, ⅛ Liter heißes Wasser auffüllen. Sobald es
eingeschmort ist, wieder ⅛ Liter zugießen und nach abermaligem
Verdampfen den Rest auffüllen. Die abgezogenen, geviertelten Tomaten,
nach Wunsch auch 2 ausgekernte, in Streifen geschnittene Paprikaschoten
zugeben. Alles weich schmoren. Die Tunke mit Salz und Paprika
abschmecken. Zu Gulasch kann eine Fleischart allein verwendet werden, Es
lassen sich aber auch z. B, Kalb und Schwein zusammen schmoren, Zum
Angießen von magerem Gulasch ¼ Liter saure Sahne verwenden.
|
| 460 |
Geschmorte Hammelrippchen |
1 kg Rippchen, 1 l Wasser, Salz, Paprika, 250 g
Zwiebeln, 50 g Hammelfett, ¾ l Knochenbrühe, 30 g Mehl
Die Knochen auslösen, mit 1 Liter kaltem Wasser
ansetzen und kochen. Das Fleisch mit Salz und Paprika einreiben, mit den
in Scheiben geschnittenen Zwiebeln belegen, zusammen klappen und
zunähen. Das Fleisch in dem Fett anbraten. ⅛ Liter heiße Brühe
auffüllen. Ist sie verdampft, das Mehl überstäuben. Wenn es gebräunt
ist, die restliche Knochenbrühe auffüllen und die Rippchen gar schmoren.
|
| 461 |
Geschmorte Schweinskoteletts
(Hammelkoteletts) |
2-4 Koteletts, Salz, 40 g Fett, 100 g Zwiebeln,
Paprika, Kümmel, ¾ l Fleischbrühe, 1 kg Kartoffeln, 250 g Tomaten, 250 g
Gemüsepaprika
Dicke Koteletts mit Salz einreiben. In einem
Topf, in dem das Gericht aufgetragen werden kann, das Fett erhitzen und
die Koteletts darin auf beiden Seiten anbraten, dann herausnehmen. Die
in Scheiben geschnittenen Zwiebeln in dem Fett glasig werden lassen,
dabei etwas Paprika, den gewiegten Kümmel oder eine halbe Zehe gehackten
Knoblauch zugeben, die angebratenen Koteletts darauf legen, ⅛ l heiße
Fleischbrühe angießen. Sobald sie eingeschmort ist, die geschälten, in
Scheiben geschnittenen, mit ein wenig Salz bestreuten Kartoffeln auf das
Fleisch legen, obenauf die in Scheiben geschnittenen Tomaten und
Streifchen von Paprika geben. Die übrige Fleischbrühe kochend heiß
darüber gießen und das Gericht zugedeckt bei mildem Feuer gar werden
lassen. Nach Belieben mit Petersilie oder Selleriegrün bestreuen.
|
| 462 |
Geschmorte Nieren (Saure Nieren) |
250 g Nieren, 30 g Fett, 40 g Speck, 50 g Zwiebel, 30
g Mehl, ½ l Brühe,125 g Senfgurke, Salz, Pfeffer, Zucker
Die Nieren längs aufschneiden und nach Entfernen der
Röhren sehr gut waschen. Rindernieren, wenn nötig, einige Zeit wässern.
Das Fleisch in Scheiben schneiden. In dem Fett Speck- und Zwiebelwürfel
anbraten und die Nieren zufügen. Sobald sie gebräunt sind, das Mehl
überstäuben. Wenn auch das eine braune Farbe angenommen hat, die
kochende Brühe auffüllen und die Nieren weich schmoren. Die Senf- gurke,
in Würfelchen oder Streifen geschnitten, zufügen und die Tunke mit Salz,
Pfeffer und Zucker abschmecken. Statt Senfgurken Tomaten zugeben.
|
| 463 |
Geschmorte Leber |
Wie Geschmorte Nieren bereiten. Statt der Senfgurke aber dünn geschnittene
Apfelscheiben verwenden. Die Leber kann auch unzerschnitten, aber mit 5 cm
langen Speckscheiben gespickt, gebraten und unter Zugabe von saurer Sahne
oder Buttermilch und Brühe gar geschmort werden. Statt Apfel auch 1
Esslöffel Tomatenmark zufügen. |
| 464 |
Geschmortes Herz |
Wie Geschmorte Nieren herstellen, aber ohne Senfgurke und Zucker. Beim
Anbraten kann in Stiftchen geschnittener Sellerie zugegeben werden. |
| 465 |
Gefülltes Herz |
500 g Herz, 150 g Weißbrot, 50 g Speck, 50 g Zwiebel,
Petersilie, Salz, Paprika 1 Ei, Salz, 30 g Fett, ½ 1 Brühe, 10 g
Kartoffelmehl, ⅛ l Wein
Das Herz aufschneiden, geronnenes Blut abwaschen, die
Adern und Sehnen herausschneiden. Das eingeweichte Weißbrot fest
ausdrücken und zerzupfen. Speck und Zwiebel in Würfel schneiden,
zusammen mit der gehackten Petersilie anbraten, das Weißbrot zufügen und
so lange erhitzen, bis sich die Masse zu einem Kloß zusammen ballt. Vom
Feuer nehmen, mit Salz und Paprika kräftig abschmecken. Das Ei zufügen.
Die Masse in die Herzhälften streichen, das Herz zu nähen und in dem
heißen Fett anbraten. ⅛ Liter heiße Brühe und, wenn sie eingeschmort
ist, nochmals ⅛ Liter und zuletzt den Rest auffüllen. Das Herz unter
mehrmaligem Wenden weich schmoren. Die Brühe mit dem kalt angequirlten
Kartoffelmehl binden und die Tunke mit Wein abschmecken. Vor dem
Auftragen die Fäden vorsichtig entfernen.
|
| 466 |
Geschmorter Ochsenschwanz |
1 kg Ochsenschwanz, 1 l Wasser, Salz, 30 g Mehl, 50 g
Margarine, Wurzelwerk, Tomatenmark
Den in gliedlange Stücke geteilten Ochsenschwanz in
siedendes Salzwasser geben und 20 Minuten leise kochen. Die Brühe
abgießen. Die ausgekühlten Stücke in Mehl wenden und in der Margarine
ringsum anbraten, mit dem gleichmäßig geschnittenen Wurzelwerk
bestreuen.⅛ Liter heiße Brühe auffüllen. Wenn sie eingeschmort ist,
die Schwanzstücke wenden und wieder ⅛ Liter Brühe zugeben. Nach dem
Verdampfen dann noch einmal so viel Brühe, dass die Fleischstücke
bedeckt sind, auffüllen und gar schmoren. Die Tunke mit Tomatenmark oder
Rotwein abschmecken.
|
|
 |
Gebratene
Fleischgerichte |
Zum Braten sind immer die besten Fleischstücke
auszuwählen. Größere Braten werden in der Röhre bereitet, kleinere auf dem
Herd. In beiden Fällen muss das Anbraten bei starker Hitze erfolgen, damit
sich rasch eine schützende Kruste bildet. Ist anfangs die Temperatur
längere Zeit zu niedrig, dann läuft der Fleischsaft aus und der Braten
wird trocken und strohig. Zum darauf folgenden Garbraten aber wird milde
Hitze gebraucht, damit das Fleisch nicht hart wird. Während fettes Fleisch
im eigenen Fett gar zu machen ist, muss dem mageren Braten Fett zugesetzt
werden. Als Bratfett sind am besten Nierentalg und Schweinefett geeignet.
Butter und Margarine dagegen verbrennen bei längerer Bratzeit und den
dabei hohen Hitzegraden leicht und ergeben dann einen unangenehmen
Geschmack. Um Fett aus fettem Fleisch auszulösen, ist je nach der Größe
des Bratens ⅛ bis ¼ Liter Wasser in den Topf oder die Pfanne zu geben,
das Fleisch mit der Fettseite nach unten hineinzulegen und zu erhitzen.
Durch den heißen Wasserdampf löst sich aus dem Gewebe genügend Fett, in
dem das Fleisch dann gebraten wird. Beim Braten auf dem Herd das Stück
erst ringsum anbraten und hierauf während des Garbratens mehrfach mit
heißem Fett übergießen. Erfolgt das Braten in der Röhre, werden
Speckscheiben in die erhitzte Pfanne gegeben; das Fleisch wird darauf
gelegt, gleichfalls mit kochendem Fett begossen und sofort in die heiße
Ofenröhre geschoben. Von Zeit zu Zeit muss das Übergießen mit dem Fett aus
der Pfanne wiederholt werden. Bei zu starker Oberhitze wird der Braten mit
einem Butterbrotpapier bedeckt. Sollte der Bratsatz zu dunkel sein, dann
etwas kochendes Wasser beigeben. Niemals aber darf dem Braten reichlich
Wasser zugegossen werden, da sonst nicht mehr ein Braten, sondern ein
Schmoren des Fleisches erfolgen würde. Ist das Fleisch gar und so fest,
dass es dem Druck mit einem Löffel nicht mehr nachgibt, so wird es aus dem
Bratsatz herausgenommen. Nicht mit der Gabel anstechen, damit der im
Inneren siedende Fleischsaft nicht ausläuft. Aus dem gleichen Grunde
müssen kleine Braten vor dem Anschneiden 5, große 10 bis 15 Minuten
unberührt stehen. Auch beim Wenden des Bratens soll das Fleisch nicht
angestochen, sondern nur mit zwei Löffel umgedreht werden. Wenn sich am
Rand des Tiegels eine Bratkruste gebildet hat, ist sie wie der Bratsatz
auf dem Boden mit sehr wenig siedend heißem Wasser abzulösen, zu kochen
und durch ein Sieb zu gießen. Von sehr fettem Bratsatz lässt sich das Fett
abschöpfen. Zum Binden der Tunke Kartoffelmehl, das mit kaltem Wasser,
oder Weizenmehl, das mit saurer Sahne angequirlt wird, verwenden. Um eine
gute Tunke zu bekommen, geschnittene Möhren, Pastinaken,
Petersilienwurzel, Sellerie, Pilze, Tomaten, Zwiebeln oder Brot- und
Käserinden mit braten. Das Braten auf dem Rost in der Röhre wird oft
fälschlich Grillen genannt. Grillen aber ist ein Braten bei direkter
Hitzebestrahlung. Es gibt sowohl elektrische wie mit Gas beheizte
Grillgeräte. In den allgemein gebräuchlichen Röhren wird gebacken und
gebraten. Das Braten kann in einer Pfanne mit hohen Rändern erfolgen, aber
auch in flachen Pfannen, die sich auf den in verschiedener Höhe
angebrachten Schienen einschieben lassen. Diese Pfannen sind mit einem
Rost ausgestattet, dessen Stäbe mit Öl oder Fett bestrichen werden, bevor
das Fleisch aufgelegt wird. Zum Garmachen auf dem Rost lohnen sich in der
Regel nur große Braten, etwa von 1 kg an. Wird aber die Röhre gleichzeitig
noch anderweit ausgenützt, dann kann auch ein kleineres Stück Fleisch in
der Röhre gebraten werden. Die Bratpfanne so hoch wie möglich in die Röhre
einschieben. Bei großen Braten braucht nicht vorgeheizt zu werden, bei
kleinen und sehr zarten Fleischstücken ist dies dagegen notwendig. Knochen
und Wurzelwerk kommen mit in die Pfanne. Durch Zugabe von etwas Wasser
wird dafür gesorgt, dass das abtropfende Fett nicht anbrennt. Ist das
Fleisch halbgar, dann auch Zwiebel- und Tomatenscheiben zufügen und die
Brathitze mildern: Im Elektroherd Unter- und Oberhitze von
Schalterstellung III auf II schalten, bei Gas von voller Flamme auf halbe
Größe einstellen. Wenn ein Wrasenschieber an der Röhrentür angebracht ist,
wird er bei kleinen Braten nach 40, bei großen nach 60 bis 90 Minuten
geöffnet, damit der Braten leichter bräunt. Sobald das Fleisch fertig
gebraten ist, den Bratsatz mit heißem Wasser ablösen, in einem Töpfchen
aufkochen, durchschlagen, mit Milch oder Sahne und Mehl binden und mit
Salz abschmecken. Hat sich sehr viel Fett abgesondert, wird es vor dem
Binden abgeschöpft. Hat die Tunke nicht die gewünschte dunkle Farbe und
nicht den notwendigen kräftigen Geschmack bekommen, dann ein wenig
Brühpaste zufügen oder etwas Mehl in Bratenfett bräunen und in der Tunke
verkochen.
|
|
Zurück zur Übersicht Fleisch |
| 467 |
Schwärtelbraten |
1 kg Schweinskeule, ½ l Wasser, Salz, 125 g Pilze, 50
g Zwiebel, ⅛ l Buttermilch, 10 g Mehl
Statt der Keule lässt sich auch Schweinskamm
verwenden. Die Schwarte 1 cm tief in 2 cm großen Quadraten einschneiden.
Das Fleisch mit der Schwarte nach unten in ⅛ Liter Wasser legen,
zugedeckt erhitzen, bis das Wasser verdampft ist. Den Braten mit Salz
bestreuen und im eigenen Fett knusprig braten. Wenn der Bratsatz dunkel
wird, ein wenig Wasser zufügen, ebenso Pilze oder Tomaten, in Scheiben
geschnitten, auch 1 geviertelte Zwiebel. Zuletzt den Braten wenden,
damit auch die Schwarte knusprig wird. Den Bratsatz mit Wasser ablösen
und mit in Buttermilch angequirltem Mehl binden. Bei Fleisch von jungen
Tieren genügt 1 ½ Stunde Bratzeit. Ist die Schwarte aber sehr dick,
dann dem Gericht ¼ Liter Wasser zusetzen oder das angebratene Fleisch
gar schmoren.
|
| 468 |
Schweinebraten (ohne Schwarte) |
750 g Schweinefleisch, ½ l Wasser, Salz, 100 g Äpfel,
50 g Zwiebel, 5 g Kartoffelmehl
Das Fleisch mit ⅛ Liter Wasser ansetzen. Ist es
verdampft, in dem abgesonderten Fett unter wiederholtem Begießen und mit
Zugabe von Salz braten. Nach ½ Stunde Bratzeit die geviertelten Äpfel
und die Zwiebel zufügen, ab und zu auch wenig heißes Wasser, damit der
Bratsatz nicht anbrennt. Das gare Fleisch herausnehmen und den Bratsatz
mit ¼ Liter Wasser aufkochen, durchschlagen und mit kalt angerührtem
Kartoffelmehl binden.
|
| 469 |
Hammelrücken |
1 kg Hammelrücken, Salz, ½ l Brühe, 50 g Zwiebel, 4
Wacholderbeeren, 5 g Kartoffelmehl
Das Fleisch rasch abspülen, das Fett abschneiden, die
Knochen auslösen und sie sofort zum Auskochen aufsetzen. Das Fleisch
salzen, rollen und zusammen binden. In dem abgeschnittenen Fett
anbraten, Zwiebelscheiben und die zerdrückten Wacholderbeeren oder 1
Paprikaschote und 2 Tomaten zufügen. Das Fleisch mit dem Fett begießen.
Wenn nötig, den Bratsatz mit heißer Brühe ablösen. Den Braten
herausnehmen. Bratsatz kochen, durchgießen und mit kalt angerührtem
Kartoffelmehl binden.
|
| 470 |
Hammelkeule |
Wie Hammelrücken zubereiten. Recht. Heiß auftragen. |
| 471 |
Lammbraten |
1 kg Lammfleisch, Salz, 1 EL. Senf,100 g Fett, ¼ l
Wasser,⅛ l Buttermilch, 10 g Mehl
Das abgespülte Fleisch abtrocknen, häuten, mit Salz
einreiben, mit Senf oder Tomatenmark bestreichen, in dem erhitzten Fett
unter wiederholten Begießen knusprig braten. Mit dem kochenden Wasser
den Bratsatz ablösen und mit dem in Buttermilch angerührten Mehl binden.
Mit Salz, Senf oder Tomatenmark abschmecken.
|
| 472 |
Zickel, Ziege, Schaf |
Wie Lamm- oder Kaninchenbraten zubereiten. |
| 473 |
Kalbsbraten, Kalbsnierenbraten |
1 kg Fleisch, Salz, 60 g Speck, 40 g Margarine, ¼ l
Brühe, ⅛ l Buttermilch, 10 g Mehl
Das Fleisch waschen, abtrocknen. Die Knochen auslösen
und sofort zusetzen. Das Fleisch mit Salz einreiben, Nierenbraten rollen
und zusammenbinden, in die heiße Pfanne auf Speckscheiben legen und mit
Margarine anbraten. Unter mehrfachem Begießen in 1 Stunde gar braten.
Den Bratsatz mit der kochenden Brühe ablösen und mit Buttermilch oder
Sahne und Mehl binden. Die Fäden von dem Braten lösen und ihn in
Scheiben schneiden.
|
| 474 |
Gefüllte Kalbsbrust |
1 kg Kalbsbrust,150 g Weißbrot, 80 g Margarine,
Muskat, Petersilie, Paprika, Salz,1 Ei, ¼ l Brühe,⅛ l Sauermilch ,5 g
Stärkemehl
Die abgespülte Kalbsbrust abtrocknen. Die Knochen
auslösen. Die Muskelschichten voneinander trennen, so dass eine Tasche
entsteht. Das Weißbrot einweichen und fest ausdrücken. In einem kleinen
Topf 20 g Margarine zerlassen, das zerzupfte Weißbrot, Muskat, 1
Esslöffel gehackte Petersilie, Paprika und Salz zufügen und alles
erhitzen, so dass sich die Masse beim Rühren zu einem Kloß
zusammenballt. Abgekühlt mit dem Ei vermengen, die Fülle in die
Kalbsbrust streichen, diese zunähen und das Fleisch in der erhitzten
Margarine anbraten, dann wenden und unter mehrfachem Begießen mit dem
Bratfett in etwa 1 ½ Stunde gar braten. Nur wenn der Bratsatz etwas zu
dunkel wird, ein wenig kochendes Wasser von der Seite herzugeben. Ist
das Fleisch schön knusprig gebraten, dann aus der Pfanne nehmen, den
Bratsatz mit der Brühe lösen und mit dem in der Milch angequirlten
Stärkemehl binden.
|
| 475 |
Lendenbraten (Filet) |
500 g Lende, Salz, 30 g Speck, 30 g Margarine, ⅛ l
Brühe, ⅛ l Buttermilch, 5 g Stärkemehl
Das Fleisch abspülen, abtrocknen, häuten, mit Salz
einreiben. Den in dünne Scheiben geschnittenen Speck in den Tiegel
geben, das Fleisch darauf legen und mit der erhitzten Margarine
begießen. 15 Minuten braten und dabei auch wieder mehrfach begießen. Den
Bratsatz mit der kochenden Brühe ablösen und mit dem in Buttermilch oder
saurer Sahne angerührten Stärkemehl. Bei größeren Fleischstücken sind
als Bratzeit für 500 g Rindslende 15 Minuten, für 500 g Schweinslende
und Roastbeef aber nur 10 bis 12 Minuten zu rechnen. Das Braten muss bei
scharfer Hitze geschehen. Roastbeef soll im Anschnitt rosig aussehen,
darf aber nicht mehr blutig sein. Zum vollständigen Durchbraten wird die
doppelte Zeit gebraucht.
|
| 476 |
Hackbraten (Wiegebraten) |
200 g Schweinefleisch, 200 g Rindfleisch, 100 g
Weißbrot, 50 g Zwiebel, Salz, Pfeffer, Muskat, 1 Ei, Semmelbrösel,
Bratfett
Das Fleisch in Stücke zerschneiden. Das eingeweichte
Weißbrot fest ausdrücken. Die Zwiebel schälen. Diese Zutaten zweimal
durch den Fleischwolf drehen. Mit Salz, Pfeffer oder Paprika, Muskat
oder Kümmel kräftig würzen. Das Ei zufügen. Ist der Fleischteig zu
weich, 1 bis 2 Esslöffel Semmelbrösel beigeben. Ein großes Brot formen,
in Semmelbröseln wälzen, in dem heißen Fett auf der Seite, die beim
Anrichten oben sein soll, anbraten, vorsichtig wenden und unter
mehrfachem Begießen mit dem Bratfett in milder Hitze gar braten. Bei zu
scharfer Hitze kann der Braten Risse bekommen. Diese Hackbratenmasse
kann auch in einer gut gefetteten Kastenform 1 Stunde bei Mittelhitze
gebacken werden. Veränderungen des Geschmacks durch Zugabe von Senf,
Hering, geriebener Zitronenschale oder gehacktem Essiggemüse.
|
| 477 |
Gefüllter Hackbraten |
Hartgekochte Eier oder fast gar gekochte große Möhren
oder feste Gewürzgurken sind als Fülle geeignet: Gefüllter Hackbraten
wird am besten in der Kastenform bereitet. Die knappe Hälfte Fleischteig
in die Form geben, die Fülle in die Mitte legen, mit Fleischteig
bedecken und die Masse backen. Heiß oder kalt auftragen.
|
| 478 |
Fleischklößchen |
Aus der Hackbratenmasse runde oder längliche Klößchen
formen, flach drücken und auf beiden Seiten in Fett braten.
|
| 479 |
Lendenschnitten (Beefsteaks) |
4 Lendenschnitten, Salz, Pfeffer, 60 g Bratfett
Von einer Lende 1 cm dicke Scheiben schneiden, von
Fett und Häuten befreien, klopfen, mit Salz und Pfeffer einreiben. Das
Fett erhitzen, die Fleischscheiben einlegen, auf beiden Seiten hellbraun
(dann bleibt das Fleisch im Innern noch rosa) oder mittelbraun braten.
Ergänzungen: Beim Anrichten mit gebräunten Zwiebelscheiben oder mit
Spiegelei und Sardellenstreifchen oder mit Kräuterbutter belegen.
|
| 480 |
RindsschnitzeI (Rumpsteaks) |
4 Schnitzel, Salz, Paprika, 6 EL. Öl.
Die sorgfältig geklopften Schnitzel mit Salz und
Paprika einreiben. Das Öl in die kalte Bratpfanne gießen, die Schnitzel
darin wenden, in eine Schüssel legen und zugedeckt 1 Stunde stehen
lassen. Dann erst die Pfanne erhitzen und die Schnitzel darin auf beiden
Seiten bei starker Hitze rasch mittelbraun braten.
|
| 481 |
Schnitzel und Koteletts |
von Reh, Kalb, Schwein und Hammel können wie Lendenschnitten oder
Rindsschnitzel unpaniert zubereitet werden. |
| 482 |
Panierte Schnitzel oder Koteletts |
4 Schnitzel, 1 Salz, Paprika, 20 g Mehl, 1 Ei,
Semmelbrösel, 60 g Bratfett
Die Schnitzel klopfen, damit sie mürbe werden. Mit
Salz und Paprika einreiben, in Mehl wenden, in geschlagenes Ei tauchen,
in die Semmelbrösel drücken. Sofort in dem siedenden Fett auf beiden
Seiten knusprig braten. Das in Mehl gewendete Fleisch kann auch durch
einen Teig gezogen werden, der aus ⅛ Liter Wasser oder Milch, 50 g
Mehl und 1 Prise Salz bereitet worden ist.
|
| 483 |
Gebratene Leber |
300 g Leber, 20 g Mehl, 40 g Bratfett, Salz, Pfeffer
Die Leber waschen, abtrocknen, in Scheiben schneiden.
Dabei die Röhren entfernen. Die in Mehl gewendeten Leberscheiben in dem
heißen Fett auf beiden Seiten in 5 bis 8 Minuten gar braten. Dann leicht
mit Salz und Pfeffer bestreuen. Ergänzungen: In dem Bratfett gebräunte
Zwiebel- oder Apfelscheiben zusammen mit der Leber anrichten.
|
| 484 |
Gebratene Nieren |
300 g Nieren, Salz, Paprika, 20 g Mehl, 40 g Bratfett
Die Nieren aufschneiden, gründlich waschen, die Adern
entfernen. Salz, Paprika und Mehl ver- mischen, die Nierenscheiben darin
wenden und in dem heißen Fett braten. Den Bratsatz mit ein wenig
kochendem Wasser ablösen, aufkochen, mit Salz abgeschmeckt, zu den
Nieren geben.
|
| 485 |
Gebratenes Gehirn |
300 g Gehirn, 40 g Fett, 20 g Zwiebel, 1 EL.
Petersilie, Salz, Paprika
Das Gehirn in kaltes Wasser legen. Alles geronnene
Blut entfernen. Gehirn häuten und grob zerschneiden, In dem Fett Zwiebel
und Petersilie, fein gehackt, kurz anbraten, das Gehirn zufügen, mit
Salz und Paprika bestreuen und etwa 10 Minuten kräftig durchbraten. Das
Gehirn kann auch paniert, wie Schnitzel gebraten und mit Zitronensaft
beträufelt werden.
|
| 486 |
Gebratene Kalbsmilch (Bröschen, Bries, Schweser) |
Wie Gebratenes Gehirn zubereiten. |
| 487 |
Kuheuter |
1 kg Kuheuter, 2 l Wasser, Salz, Wurzelwerk, 60 g
Bratfett
Das Kuheuter waschen, einige Stunden einwässern, gut
ausdrücken, in leicht gesalzenem Wasser 3 bis 4 Stunden kochen. Dann das
Wurzelwerk zufügen und das Fleisch weich kochen. Erkaltet in 1 cm dicke
Scheiben schneiden und diese auf beiden Seiten braten. Die Scheiben
können auch paniert, gebraten und mit Zitronensaft beträufelt werden.
|
| 488 |
Kalbshaxe |
1 kg Kalbshaxe, 1,5 l Wasser, Salz, Wurzelwerk, 50 g
Bratfett
Die gewaschene Haxe, mit leichtem Salzwasser knapp
bedeckt, zusammen mit Wurzelwerk halbweich kochen. Das Fett erhitzen und
die Haxe darin knusprig braun braten. Im ganzen, also mit dem Knochen
gebraten, sieht das Stück sehr ansehnlich aus. Aber sparsamer ist es das
Fleisch abgelöst aufzutragen und den zerhackten Knochen noch einmal zu
einer guten Brühe auszukochen.
|
| 489 |
Ochsenschwanz |
In der gleichen Weise wie eine Kalbshaxe zubereiten. |
| 490 |
Gebratene Zunge |
Die gekochte, abgezogene Zunge, in Scheiben geschnitten, einfach oder
paniert in Butter braten. |
| 491 |
Bratwurst |
4 Bratwürstchen, 20 g Mehl, 40 g Bratfett
Die Bratwürste an den Enden fest zudrehen, in
kochendes Wasser tauchen, in Mehl wenden und in dem Bratfett vorsichtig,
also bei nicht zu starker Hitze braten, damit die Haut nicht platzt.
|
| 492 |
Gebratene Wurstscheiben |
200 g Blutwurst, 30 g Fett
Blutwurst oder Jagdwurst in dicke Scheiben schneiden.
Sollen die Scheiben flach bleiben, dann die Haut abziehen oder mehrfach
einschneiden. Ist die Haut unverletzt, zieht sie sich zusammen, und es
entstehen kleine Schüsselchen, die mit gebratenem Gehirn, Kalbsmilch
oder Rührei gefüllt werden können.
|
| 493 |
Kasseler Rippenspeer |
1 kg Kasseler, Wurzelwerk, 1 l Wasser, 20 g Margarine
Das Fleisch mit dem Wurzelwerk in das siedende Wasser
legen und etwa 15 Minuten kochen. Aus der Brühe nehmen, in der Margarine
anbraten, etwa 30 Minuten weiter braten, dabei aber mehrfach mit dem
heißen Bratsaft übergießen. Dieser Braten ist auch kalt als Aufschnitt
ausgezeichnet.
|
| 494 |
Pökelbraten |
In der gleichen Weise wie Kasseler Rippenspeer bereiten. Scharf
gepökeltes Fleisch 6 bis 12 Stunden wässern. Das Auslaugen des Salzes geht
rascher, wenn das Wasser mehrfach erneuert wird |
|
 |
Gebackene Fleischgerichte |
Schnitzel, Koteletten, Lendenschnitten,
Fleischklößchen, Scheiben von Leber, Gehirn, Kalbsmilch und Kuheuter
können, paniert oder mit dickflüssigen Eierkuchenteig überzogen, in
siedendem Fett ausgebacken werden. Die Garzeit ist etwas kürzer, das
Fleisch bekommt eine sehr knusprige Kruste und ist besonders saftig.
|
|
Zurück zur Übersicht Fleisch |
|
 |
Gerichte aus
Kaninchenfleisch |
Kaninchenfleisch ist zart, ihm fehlt auch der herzhafte Geschmack der
Wildtiere. Bei der Zubereitung ausgleichen durch kräftiges Würzen oder vor
dem Braten in eine Beize aus Essigwasser, Gewürzen oder Buttermilch
einlegen. |
| 495 |
Kaninchenfrikassee |
1 Kaninchenklein, ¾ l Wasser, Salz, Wurzelwerk, 1
Kräuterbündel, 30 g Margarine, 30 g Mehl, Paprika, ⅛ l Apfelwein 1
Pfeffergurke
Kopf (gespalten, ohne Augen und sehr gründlich
gewaschen), Hals, Brust, Bauchlappen, Vorderläufchen, Herz und Lunge
abspülen. Wasser mit ein wenig Salz und Wurzelwerk zum Kochen bringen,
das Fleisch hineinlegen. Nach halbstündiger Kochzeit das Kräuterbündel
(bestehend aus je 1 Zweiglein Thymian, Majoran, Estragon und Petersilie)
zufügen. Von dem weich gekochten Fleisch die Brühe abgießen und die
Knochen auslösen. Das Fleisch in gleichmäßige Stückchen schneiden. In
der Margarine das Mehl lichtgelb werden lassen, nach und nach ½
Liter Brühe auffüllen, das Fleisch hinzufügen und gut durchkochen.
Paprika, Salz und Apfelwein und die geschälte, in Würfel geschnittene
Pfeffergurke zugeben. Nach Belieben noch mit etwas Zucker abschmecken.
|
| 496 |
Gefüllter Kaninchen-Schmorbraten |
1 Kaninchen, Wasser, 100 g Weißbrot, 100 g Schinken,
150 g Schweinebauch, 1 Leber, 50 g Zwiebel, Salz, Pfeffer 50 g Speck, 30
g Margarine
Von dem ausgenommenen Kaninchen den Kopf abnehmen,
spalten, waschen und mit ½ Liter Wasser zum Kochen von Brühe ansetzen.
Das eingeweichte, fest ausgedrückte Weißbrot mit Schinken,
Schweinebauch, Leber, Zwiebel, Salz und Pfeffer zweimal durch den
Fleischwolf drehen. Den gewürfelten Speck auslassen. Die Masse zufügen
und unter Rühren etwa 20 Minuten durchbraten. Das gewaschene,
abgetrocknete und mit Salz eingeriebene Kaninchen damit füllen, zunähen,
in der Margarine anbraten, die Brühe von dem Kopf zugießen und 2 bis 3
Stunden bei milder Hitze schmoren. In dem Bratsatz erkalten
lassen und dann, in Scheiben geschnitten, als kalten Aufschnitt
auftragen. Statt mit Salz kann das Kaninchen auch innen mit Senf
ausgestrichen werden. Durch das lange Schmoren werden die Knochen so
weich, dass sie leicht zerschnitten werden können.
|
| 497 |
Gerollter Kaninchenbraten |
1 Kaninchen, Salz, Pfeffer, 500 g Schweinebauch, 80 g
Margarine, ¼ l Brühe, 20 g Mehl, ¼ l Buttermilch
Von dem ausgenommenen und gewaschenen Kaninchen Kopf
und Hals entfernen, Vorderläufchen und Keulen ablosen, die Brust
aufschneiden, abspülen, abtrocknen, die Knochen vorsichtig auslösen, das
Fleisch mit Salz und Pfeffer bestreuen, ein länglich geschnittenes Stück
Schweinebauch darauf legen, ebenso das abgelöste Fleisch der Läufchen,
fest zusammenrollen und mit Rouladennadeln zustecken oder mit dünnem
Bindfaden umwickeln und fest zubinden. Zusammen mit den Keulen in der
heißen Margarine ringsum braten. Wird der Bratsatz dunkel, dann die aus
Kopf und Knochen bereitete Brühe löffelweise zugeben. Nach 1 bis 2
Stunden, je nach Größe, den Braten herausnehmen, in dem Bratsatz das
Mehl bräunlich werden lassen, mit Brühe und Buttermilch den Bratsatz
loskochen. Den in Scheiben geschnittenen Braten und die Keulen mit etwas
Tunke übergießen. Erkaltet gut als Aufschnitt zu verwenden. Durch
Bestreichen mit Senf oder Tomatenmark, mit Paprika verrührt, wird der
Geschmack des Fleisches herzhafter. Ein älteres Tier wird vor der
Zubereitung 2 bis 3 Tage in Buttermilch eingelegt. Wird Essigwasser für
die Beize verwendet, dann 1 Fichtenzweiglein, Wacholderbeeren und 1
Stück Pfefferschote beifügen.
|
| 498 |
Pastete aus Kaninchenfleisch |
150 g Kaninchenbraten, 2 Läufchen, 250 g
Schweinefleisch, 50 g Schalotten, 30 g Butter, Salz, Pfeffer, Thymian, 4
EL. Apfelwein, 30 g Semmelbrösel, 1 Ei, 50 g Speck
Kalten Kaninchenbraten in Würfelchen schneiden. Die
Knochen aus den Läufchen lösen und mit dem fetten Schweinefleisch und
den Schalotten zweimal durch den Fleischwolf drehen. In der
heißen Butter die Fleischmasse unter Rühren leicht durchbraten, dabei
Salz, Pfeffer und einige Blättchen Thymian zusetzen. Die etwas
ausgekühlte Masse mit Apfel- oder Rot- wein, Semmelbröseln und dem
verquirlten Ei gut vermischen. Eine verschließbare Form einfetten.
Lagenweise Fleischteig und Bratenwürfel einfüllen, obenauf mit
Speckscheiben belegen und im Wasserbad etwa 1 ½ Stunde kochen. Soll
die Pastete kalt aufgetragen werden, dann in der Form auskühlen lassen.
Vor dem Stürzen kurz in heißes Wasser tauchen.
|
|
|
Kaninchen
"Sächsische Art" |
1 Kaninchen in Portionen
zerlegen, Salz, Pfeffer, Öl, Weißwein (kann Landwein sein) oder Brühe,
Sahne, grüne Küchenkräuter
Die Portionsstücke mit Salz
und Pfeffer einreiben, in Öl anbraten, mit Weißwein (Brühe geht auch)
ablöschen. Mit "Heller Soße" anrühren. Im Ofen bei 200 Grad 35 - 40 Minuten
schmoren lassen. Die Kaninchenteile im Ofen warm halten, während die Soße
mit Sahne und den gehackten Kräutern verfeinert wird. |
|
 |
Hase
• Abziehen
• Zerlegen
• Spicken |
 |
 |
|
|
|
 |
 |
|
 |
Hase |
Zum Abziehen den Hasen mit den Hinterbeinen an Holzscheit oder
Kleiderbügel hängen. Das von den Hinterpfoten abgetrennte und zwischen den
Beinen aufgeschnittene Fell abstreifen. Die Vorderpfötchen und
Ohrenknorpel abschneiden. Ein Hasenrücken wird am vorteilhaftesten mit recht
scharfem Messer und Hammer in Portionsstücke eingeteilt.
Zum Spicken des Hasenrückens gehören eine Spicknadel
mit scharfer Spitze und gleichmäßig lange Speckstreifen, die vor dem
Spicken kalt gestellt werden sollten. Sie lassen sich dann bedeutend
leichter in das Fleisch einziehen.
|
| |
|
Zurück zur Übersicht Fleisch |
|
 |
Wild |
Das Fleisch von Haarwild wird in der gleichen Weise verwendet wie das des
Schlachtviehs. Deshalb sind besondere Rezepte nicht notwendig. Fleisch von
jungem Reh und jungem Hirsch wie Kalbfleisch, das von älteren Tieren wie
Rindfleisch verarbeiten. Fleisch von Wildschwein und Wildkaninchen wie das
der zahmen Tiere zubereiten. Wild ist meist sehr fettarm. Deshalb
muss verhältnismäßig reichlich Fett und Speck zugesetzt werden: Mit
Sahne bereitet, schmecken die Tunken am besten. Obst- oder Rotwein gibt den
ohne Sahne hergestellten Tunken eine feine Würze. Wildfleisch wird sehr gern
einige Tage sauer eingelegt und wie Sauerbraten zubereitet. Als Würze ein
Kräutersträußchen aus je einem
Stängelchen Salbei, Thymian, Estragon und
Basilikum oder Rosmarin zufügen. Auch Wacholderbeeren, Lorbeerblatt und ein
Fichtenzweiglein können verwendet werden. Beim Hasen hat das Fleisch der
Keulen eine längere Bratzeit nötig als der Rücken. Deshalb ist es
vorteilhaft, zwei Mahlzeiten herzurichten: Hasenrücken und Hasenkeulen. Wird
dagegen der Hase ganz gebraten, dann ist der Rücken oft schon trocken, bevor
die Keulen gar geworden sind. Aus dem Kleinfleisch Hasenpfeffer kochen |
|
 |
Rebhuhn, Fasan, Auerhahn |
siehe unter Geflügel. |
| 499 |
Hasenrücken mit Wacholdersoße
Zutaten (für 4 Personen)
 |
2 Hasenrücken (gespickt, á ca. 600 g), je 4 Teelöffel Wacholderbeeren,
Pimentkörner und schwarze Pfefferkörner, Salz, Pfeffer, 1 Zwiebel (50 g),
1 Bund Suppengemüse, 30 g Butterschmalz, 1 Glas Wildfond (400 ml), ¼ 1
Brühe (auch Instant), 100 g Creme fraiche, 1 Becher Schlagsahne (200 g),
10 Wacholderbeeren 2 Esslöffel Gin, 3 - 4 Esslöffel Soßenbinder.
Hasenrücken waschen, trocken tupfen, eventuell vorhandene Sehnen
entfernen. Auf beiden Seiten des Rückgrates mit einem Messer ½ cm tief
einschneiden. Gewürzkörner im elektrischen Zerkleinerer grob hacken oder
im Mörser zerstoßen. Hasenrücken damit einreiben. Salzen, pfeffern.
Zwiebel abziehen, fein würfeln. Suppengemüse putzen, waschen und in kleine
Stücke schneiden. Fett in einem Bräter erhitzen und das Fleisch darin von
allen Seiten kräftig anbraten. Herausnehmen. Zwiebelwürfel und
Suppengemüse im Bratfett kurz anbraten, Fleisch wieder zugeben. Im
Backofen bei 200 Grad 35 - 40 Minuten braten. Zwischendurch Fond und Brühe
zugießen und die Hasenrücken damit beschöpfen. Nach und nach mit Creme
fraiche bestreichen. Herausnehmen, warm stellen. Bratenfond aufkochen.
Sahne, zerdrückte Wacholderbeeren und Gin zugeben. Binden und abschmecken.
Nach Wunsch mit Kerbel und Thymian anrichten. Dazu schmecken Semmelknödel.
|
| 500 |
Hasenklein
(Hasenpfeffer.
Hasenragout) |
1 Hasenklein, 1 l Wasser, Salz, 1 Lorbeerblatt, 3 Pfefferkörner,1 Nelke, 50 g
Zwiebel, 4 EßI. Essig, 20 g Margarine, 30 g Speck, 30 g
Mehl, ⅛ I Rotwein, Pfeffer, Zucker
Den Hasenkopf spalten, die Augen entfernen. Kopf, Hals, Brust, Bauchlappen,
Vorderläufchen, Herz und Lunge waschen. In leicht gesalzenem Wasser mit den
Gewürzen und dem Essig fast weich kochen und abgießen. Das Fleisch von den
Knochen lösen, in gleich große Stückchen schneiden. In der Margarine
die Speckwürfel glasig werden lassen, das Fleisch hinzufügen, anbraten, mit
Mehl überstäuben und weiter braten. Wenn das Mehl gebräunt ist, ½ Liter
Hasenbrühe auffüllen und gut durchkochen. Mit Rotwein oder Obstwein, Pfeffer
und Zucker kräftig abschmecken. Niemals sollte der ganze Hasenkopf aufgetragen
werden. Das Hasenklein kann auch roh zerteilt werden. Die Stücke in Mehl
wenden, kräftig anbraten und unter Zugabe von Wasser weich schmoren. Die Tunke
herzhaft abschmecken, nach Belieben etwas Schweineblut zusetzen.
|
| |
Hasenleber |
Ebenso wie Gebratene Leber
zubereiten. |
| 501 |
Hasenrücken |
1
Hasenrücken 50 g Speck, Salz,50 g Butter, ¼ l saure Sahne, ¼ l Wasser, 5 g
Stärkemehl
Der Hasenrücken kann ganz oder in Portionsstücke geteilt gebraten werden. Den
gewaschenen Hasenrücken abtrocknen, häuten und regelmäßig mit dem in dünne
Streifchen geschnittenen Speck spicken, dann salzen, die erhitzte Butter
darüber geben und unter mehrfachem Begießen braten. Wird der Bratsatz sehr
braun, dann nach und nach saure Sahne zufügen. Der Rücken eines jungen Tieres
ist in 30 Minuten, der eines älteren in etwa 45 Minuten durchgebraten. Das
Fleisch auf ein Brett legen, ausgekühlt in Portionsstücke teilen. Dazu
entweder ein scharfes Messer und die Geflügelschere verwenden oder das Messer
mit der Schneide aufsetzen und mit einem Hammer auf den Messerrücken klopfen,
bis der Knochen durchgeschlagen ist. Den Bratsatz mit heißem Wasser abkochen
und mit dem kalt angerührten Stärkemehl binden.
|
| 502 |
Gefüllte Hasenkeule |
2 Hasenkeulen, Buttermilch, 125 g Schweinefleisch, Salz, Pfeffer, 50 g Speck,
50 g Butter, ⅜ l Wasser, 5 g Stärkemehl, ⅛ l Rotwein
Die 2 bis 3 Tage in Buttermilch eingelegten Hasenkeulen waschen, abtrocknen,
enthäuten, die Knochen auslösen. Das Schweinefleisch durch den Fleischwolf
drehen, mit Salz und Pfeffer würzen. Dann anstelle des Knochens
Schweinefleischmasse einfüllen, die Keule in Form drücken und zunähen, mit
dünnen Speckscheiben belegen und festbinden. Die gefüllte Keule in der heißen
Butter braten und während der Bratzeit löffelweise ⅛ Liter kochendes Wasser
zusetzen. Sind die Keulen nach 1bis 2 Stunden gar, dann aus der Pfanne nehmen,
den Bratsatz mit heißem Wasser loskochen, mit dem kalt angerührten Stärkemehl
binden, den Rotwein zufügen und die Tunke mit Salz abschmecken.
|
| 503 |
Hasenschnittchen |
Hasenrücken, Salz, Pfeffer, Bratfett
Das Rückenfleisch roh auslösen, schräg in reichlich 1 cm dicke Scheiben
schneiden, flach klopfen. Mit Salz und Pfeffer leicht einreiben. Das Fett
erhitzen und die Hasenschnittchen auf beiden Seiten je 3 Minuten braten. In
dem Bratfett können noch Zwiebel- und Apfelscheiben als Beilage gebraten
werden. |
|
 |
Geflügel |
Kennzeichen für Güte und Alter des Geflügels: Lebende
Tiere haben glattes, glänzendes Gefieder, rasche Bewegungen, blanke
Augen, festen Schnabel und einen leuchtendroten Kamm. Bei geschlachteten
Tieren soll das Fleisch straff sein, tadellos riechen und darf nicht
blaurot aussehen. Eine einheitliche allgemeine Angabe über die Färbung
der Haut und des Fleisches lässt sich nicht machen. Junge Tiere haben
meist eine weiße Haut und eine gelbrosa Fleischfarbe, ältere Tiere je
nach dem Fettgehalt eine zartgrau bis gelblich schimmernde Haut und
hellrotes Fleisch. Biegsame Knochen sind ein weiteres Kennzeichen junger
Tiere. Bei jungen Gänsen und Puten kann die Luftröhre zusammengedrückt
werden. Die Hornhaut an Füßen und Beinen ist bei älteren Tieren hart.
Verbrauchszeiten
(bei Freilandhaltung): Hähnchen
und junge Hühner fallen von Mai bis Dezember an. Junge Gänse werden das
ganze Jahr geschlachtet. Mastgänse gibt es von November bis Februar.
Puten, Gänse und Enten schmecken am besten im Herbst und Winter.
Wildgeflügel steht je nach den festgesetzten Abschusszeiten zum Verkauf.
Vorbereitung: Nach dem Schlachten muss das
Geflügel in luftkühlem Raume, auf jeden Fall vor Fliegen geschützt, je
nach Alter und Größe längere oder kürzere Zeit abhängen, junge Tiere
mindestens einige Stunden, ältere 3 bis 4 Tage. Sofort kann Geflügel nur
dann gebraten werden, wenn es blutwarm in die Pfanne kommt.
Das geschlachtete Geflügel rupfen. Die Federn lassen
sich am leichtesten entfernen, wenn das Tier noch warm ist. Stets nur
wenige Federn nehmen, wenn nötig mit der anderen Hand die Haut etwas
sichern und immer gegen den Strich zupft. Die Federkiele mit einem
Messer einzeln herausziehen. Flaumfedern und Haare über Gas- oder
Spiritusflamme absengen. Hühnern, Enten, Tauben, Wildgeflügel den Kopf
abtrennen, soweit das nicht schon beim Schlachten geschehen ist. Soll er
mit in der Brühe ausgekocht werden, dann Schnabel und Zunge abschneiden,
die Augen und Ohren ausstechen.
Nun das Tier ausnehmen. An der Halshaut oberhalb des
Rumpfes einen Längsschnitt machen. Luftröhre, Speiseröhre und den Kropf
herausziehen.
Die Halshaut nach dem Körper zu zurückschieben und
den Hals abhacken. Bei jungen Tieren die Füße im Gelenk abschneiden.
Älteres Federvieh hat sehr feste Sehnen in den Beinen. Werden diese
Sehnen nicht entfernt, dann ziehen sie beim Erhitzen das Fleisch der
Keulen zusammen, der Knochen wird sichtbar, und das Fleisch wird schwer
weich. Deshalb muss die Haut an den Beinen ringsum nur eingeschnitten,
die Füße müssen fest angefasst und die Sehnen mit einem kräftigen Ruck
herausgezogen werden. Nunmehr das Geflügel auf den Rücken legen, den
Afterring abschneiden, einen Längs- oder Querschnitt, etwa 6 cm groß,
ausführen und mit Mittel~ und Zeigefinger die Eingeweide vorsichtig von
der Bauchhöhle ablösen und alles herausziehen. Zuerst aus der Leber die
Gallenblase entfernen, dann das Herz abschneiden und das geronnene Blut
herausdrücken. Den Magen an der weißen Haut aufschneiden, umwenden, den
Inhalt ausschaben und die Innenhaut abziehen. Fett an den Därmen ablösen
und in Wasser legen.
Geflügel erst vor dem Ansetzen waschen, abtrocknen,
mit Salz ausreiben. Um dem Braten eine gefällige Form zu geben, wird er
dressiert: Die Flügelspitzen werden auf dem Rücken gekreuzt, die
Halshaut wird darunter geschoben, die Keulen sind mit einem Stich am
Rumpfe zu befestigen oder zusammenzubinden. Das Ausbeinen von Geflügel
ist vor allem dann sehr vorteilhaft, wenn Kinder mit essen, die das
Fleisch noch nicht richtig von den Knochen lösen können. Zum Ausbeinen
das Tier auf den Bauch legen, am Rückenknochen entlang die Haut
aufschneiden und nach beiden Seiten das Fleisch vom Brustkorb herunter
schieben. Die Flügel- und Beinknochen in den Gelenken abschneiden und
herausholen. Die Rückenhaut wieder zusammennähen, das Geflügel füllen,
fertig zunähen und braten. Das Gerippe kann zerhackt und zu einer
kräftigen Brühe ausgekocht werden. Von großem Geflügel werden Hals,
Kopf, Flügelspitzen, Magen, Herz und Leber zu besonderen Gerichten
verarbeitet. Bei nicht ausgebeintem, gefülltem Geflügel mit weißem Garn
Hals- und Bauchöffnung zunähen.
|
|
Zurück zur Übersicht Fleisch |
| 504 |
Gänsebraten (Entenbraten) |
1 Gans, Salz, 500 g Äpfel, Beifuss, 1 l Wasser, 10 g
Kartoffelmehl
Die bratfertig zugerichtete Gans auswaschen,
trocknen, mit Salz ausreiben. Kleine Apfel und einige Stängel Beifuss
hineinstecken, mit einer Rouladennadel verschließen oder zunähen. Mit
¼ bis ½ Liter Wasser, je nach Größe, die Gans mit der Brustseite
nach unten ansetzen und mindestens 1 Stunde lang zugedeckt dünsten,
damit sich das Fett lockert. Dann aber aufgedeckt in der Röhre braten.
Sobald das Wasser verdampft ist, an der Seite ein wenig nachgießen. Nach
1 Stunde Bratzeit kann bereits Fett abgeschöpft werden. Den Braten
wenden und immer wieder mit Bratfett begießen. Damit es leichter
abläuft, mehrmals mit der Gabel in die Haut am Bürzel und unterhalb der
Keulen einstechen. Ist der Braten fast weich, dann nicht mehr begießen,
damit die Haut knusprig wird. Oder den Braten mit kaltem Salzwasser
bepinseln und noch einmal in die Bratröhre stellen. Den Braten auf einer
heißen Platte warm stellen. Das Fett abgießen, den Bratsatz mit Brühe
oder Wasser loskochen und mit kalt angerührtem Kartoffelmehl binden.
Das Zerlegen der Gans: Rings um die Keulen Haut
und Fleisch einschneiden, mit der Geflügelschere die Knochen zerteilen.
Dann das Brustfleisch in Streifen abtrennen. Den Faden von der
zugenähten Bauchöffnung entfernen. Äpfel und Beifuss herausnehmen. Soll
der Gänsebraten ganz aufgetragen werden, dann die Fleischstücke auf das
Gerippe legen, mit ein wenig Tunke begießen und nochmals kurz in die
heiße Röhre stellen. Wenn aber die Gans völlig zerlegt aufgetragen wird,
erst die Keulen, dann das Brustfleisch und die Flügel mit je einem
Stückchen Brustfleisch abtrennen. Mit der Geflügelschere den Rücken
längs zerschneiden, dann quer in Portionsstücke einteilen.
|
| 505 |
Kleiner Gänsebraten |
1 kg Gänsefleisch, Salz, ½ l Wasser, Beifuss, 250 g
Äpfel
Aus dem Stück die Knochen auslösen, zerhacken, mit
ein wenig Fett kräftig anbraten, siedendes Wasser auffüllen, und 1 bis 2
Stunden auskochen. Das Fleisch leicht salzen, zusammenrollen, die Haut
darüber ziehen und zunähen, so dass der kleine Braten rundum mit Haut
überzogen ist. Ist das Fleisch mager, zum Anbraten etwas Gänsefett in
die Pfanne geben. Fettes Fleisch mit ⅛ Liter Wasser ansetzen. Wenn
sich Fett gelöst hat, Beifuss und Apfel zufügen und braten. Von Zeit zu
Zeit etwas Wasser oder Gänseknochenbrühe zugießen, den Braten mehrmals
wenden und, wenn er fast gar ist, bräunen, damit die Haut knusprig wird.
Die Tunke so bereiten, wie beim großen Gänsebraten angegeben. In den
Gänsebraten kann 1 Stück Schweinefleisch eingenäht oder ein
Schweinebraten in der Pfanne mit gebraten werden. Beide Arten Fleisch
schmecken nicht nur warm sehr gut, sondern sind auch kalt als
Bratenaufschnitt vorzüglich geeignet.
|
| 506 |
Gänseklein (Entenklein) |
1 Gänseklein,1,5 I Wasser, Salz, Wurzelwerk
Das Gänseklein (Kopf, Hals, Flügel, Magen, Herz und
Füße) sehr sauber waschen und putzen. Die Füße brühen und die harte
Hornhaut abziehen. In dem leicht gesalzenen Wasser zusammen mit dem
Wurzelwerk weich kochen. Die Knochen lösen~ in gleichmäßige Stücke, den
Magen in Scheiben schneiden, mit Brühe übergießen, zugedeckt warm
stellen. In der Brühe Reis, Gräupchen, Nudeln oder Kartoffelstückchen
kochen, das Fleisch zufügen und mit gehackter Petersilie anrichten. Oder
40 g Fett, 40 g Mehl und 1 Esslöffel gehackte Zwiebel goldgelb werden
lassen, ¾ Liter Brühe auffüllen und in der sämig gekochten Tunke das
zerschnittene Fleisch und das mitgekochte, mit dem Buntmesser zerteilte
Wurzelwerk erhitzen. Kartoffeln oder dicken Reis dazu geben.
|
| 507 |
Schwarzsauer von Gans oder Ente |
1 Geflügelklein, Wasser, Salz, 50 g Zwiebel, 1 St.
Zimt, 1 Nelke, 200 g Backobst, ⅛ 1 Blut, 10 g Mehl, Essig
Das vorbereitete Klein mit Wasser, Salz und Zwiebel
weich kochen. Das Fleisch von den Knochen lösen und in einen Topf legen.
Das mit dem Gewürz gekochte Backobst abgießen und zu dem Fleisch geben.
⅜ Liter Fleischbrühe und ⅜ Liter Obstbrühe mit Blut und Mehl
verquirlen, zu Fleisch und Obst schütten und bis an das Kochen erhitzen.
Mit Salz, Essig, nach Belieben auch Zucker, abschmecken. Kartoffelklöße
oder auch Mehlklöße dazu reichen.
|
| 508 |
Gänseweißsauer (Gänsesülze) |
1 Gänseklein, 1 Kalbsfuß, Salz, 1 I Wasser,
Wurzelwerk, Essig
Das vorbereitete Gänseklein und den abgebrühten und
zerhackten Kalbsfuß in leicht gesalzenem Wasser ankochen, dann das
Wurzelwerk zufügen und alles gar werden lassen. Das Fleisch von den
Knochen ablösen, in gleichmäßige Stücke schneiden und in eine Schüssel
legen. Die entfettete, mit Essig, Zucker und Salz abgeschmeckte Brühe
darüber gießen. Das Fleisch von dem Kalbsfuß kann ebenso, wie das
Wurzelwerk, in Streifchen geschnitten, zu einem kleinen Salat
verarbeitet oder mit zu der Gänsesülze gegeben werden.
|
| 509 |
Gefüllter Gänsehals |
1 Gänsehals, 1 Gänseleber, 200 g Schweinefleisch, 100
g Rindfleisch, Salz, Pfeffer
Von dem Gänsehals die Haut vorsichtig abziehen und an
einer Seite zubinden oder zunähen. Das Fleisch von den Halsknochen
ablösen, zusammen mit dem anderen Fleisch zweimal durch den Fleischwolf
drehen. Die Masse mit Salz und Pfeffer würzen und den Gänsehals nicht zu
straff damit füllen. Die Einfüllöffnung ebenfalls zubinden oder zunähen.
Den Hals danach in siedendem Salzwasser etwa 1 Stunde kochen oder in
Gänsefett anbraten und nach Zugabe von ¼ Liter Brühe zugedeckt ¾
Stunde dünsten. Zum Erkalten zwischen 2 Brettchen oder Teller legen und
dann beschweren. Als Aufschnitt in dünne Scheiben schneiden. Der Füllung
können als Würze gehackte Zwiebel oder in Würfel geschnittene Pilze
(Champignons oder Trüffeln) beigefügt werden. Für sofortigen Verbrauch
kann statt Rind- und Schweinefleisch 150 g eingeweichtes, fest
ausgedrücktes Weißbrot mit der Leber durch den Fleischwolf gedreht und
mit 1 Ei vermischt werden. Der Fleischteig lässt sich auch mit
zerriebenem Beifuss würzen.
|
| 510 |
Gänseleber-Pastete |
125 g Gänseleber, 125 g Schweinebauch, 125 g
Kalbsschnitzel, Salz, Pfeffer, 2 EL. Rotwein, 250 g Speck
Leber und Fleisch 2- bis 3-mal durch den Fleischwolf
drehen. Auch 50 g Champignons oder Steinpilze können mit durchgedreht
werden. Die Masse mit Salz, einet Spur weißem Pfeffer und Rotwein
würzen. Den Speck in dünne Scheiben schneiden und damit eine kleine
Kastenkuchenform auslegen. Die Fleischmasse einfüllen, glatt streichen,
mit Speckscheibchen bedecken. In eine Pfanne Wasser gießen, die
Kastenform hineinstellen, zudecken, um die Oberhitze fernzuhalten, und
in der Röhre 1 ½ Stunde lm Wasser leise kochen lassen. Nach dem
Erkalten stürzen, in dünne Scheiben schneiden und auftragen. Soll die
Leber ganz bleiben, dann nur Kalb- und Schweinefleisch durch den Wolf
drehen. Zunächst nur die Hälfte der Masse in die Form füllen. Die einige
Stunden in Milch eingelegte Leber, ganz oder in Scheiben geschnitten,
auf der Fleischmasse verteilen und mit der restlichen Hälfte bedecken.
Die Pastete dann, wie oben angegeben, fertig stellen.
|
| 511 |
Gebratene Gänseleber |
1 Gänseleber, Milch, 20 g Mehl, 50 g Butter, Salz,
200 g Äpfel
Die Gänseleber mindestens 1 Stunde in Milch einlegen
(sie kann auch über Nacht in der Milch bleiben). Vor dem
Verbrauch in Scheiben schneiden und dabei die Haut entfernen. Die Leber
in Mehl wenden und in der heißen Butter auf beiden Seiten 3 Minuten
braten. Dann leicht mit Salz bestreuen. Die geschälten., in Scheiben
geschnittenen Apfel in dem Bratsatz braten und mit der Leber anrichten.
|
| 512 |
Ententopf |
1 Ente, Salz, 50 g Fett, 10 g Mehl, ½ l Brühe, 750
g Rüben, 250 g Pilze, 20 g Butter, Paprika
Die sauber vorbereitete Ente in Portionsstücke
teilen, mit Salz einreiben und in dem erhitzten Fett anbraten. Mit dem
Mehl überstäuben und weiter braten.½ Liter Brühe zugießen und
zugedeckt 1 Stunde dünsten lassen. Die geputzten, in Würfel
geschnittenen Rüben (Kohlrüben oder Teltower Rübchen) halbweich dämpfen
und zu der Ente geben, ebenso die Pilze, geputzt, sorgfältig gewaschen,
in Scheiben geschnitten, mit Butter angebraten und mit Salz und Paprika
gewürzt. Wenn nötig, noch Brühe auffüllen. Salzkartoffeln dazu geben.
|
| 513 |
Gebratenes Huhn |
1 Brathuhn, Salz, 60 g Margarine, ⅛ l Wasser, 10 g
Mehl, ⅛ l Milch
Das gerupfte Huhn absengen, die Federkiele
herausziehen. Nach dem Ausnehmen kurz waschen, abtrocknen, mit Salz
einreiben. Mit der heißen Margarine übergießen und braten. Dabei immer
wieder mit dem heißen Fett begießen. Wird der Bratsatz dunkel, ein wenig
kochendes Wasser zugeben. Das Huhn ist gar, wenn bei dem Stich mit einer
Stricknadel in die Keule kein blutiger Saft mehr austritt. Den Bratsatz
mit wenig Wasser ablösen. Das Mehl mit saurer Milch (auch saurer Sahne)
verquirlen, zu dem Bratsatz gießen, aufkochen und mit Salz abschmecken.
Das Huhn mit der Geflügelschere oder mit scharfem Messer in 2 Keulen-
und 2 Bruststücke teilen.
|
| 514 |
Gefülltes Huhn |
1 Brathuhn, Salz, 100 g Weißbrot, Muskat, 100 g
Margarine, Petersilie, 1 Ei, ⅛ l Wasser, ⅛ l saure Sahne, 10 g Mehl
Das gerupfte und gesengte Huhn ausnehmen, entbeinen
(siehe Abbildung), abspülen, mit Salz einreiben und bis auf eine kleine
Öffnung wieder zunähen. Von der Leber die Gallenblase vorsichtig
entfernen, vom Herz die Adern abschneiden, den geöffneten Magen
entleeren und die harte Innenhaut abziehen. Das eingeweichte und fest
ausgedrückte Weißbrot zusammen mit den gewaschenen Innereien durch den
Wolf drehen, mit Salz und Muskat abschmecken. In 30 g Margarine die
Petersilie kurz anbraten, die Masse zufügen und kurz durchbraten. Das
verquirlte Eigelb damit vermengen. Ist die Fülle zu weich, Semmelbrösel
darunter arbeiten. Bei einem großen Huhn für etwa 6 Personen der Fülle
je 125 g gehacktes Schweine- und Rindfleisch und 125 g Champignons
zusetzen. Das Huhn mit der Masse füllen, fertig zunähen (siehe
Abbildung) und in der erhitzten Margarine braten. Wird der Bratsatz zu
dunkel, ein wenig heißes Wasser zufügen. Aus dem restlichen Wasser,
saurer Sahne oder Milch und dem kalt angequirlten Mehl die Tunke wie bei
gebratenen Huhn bereiten.
|
| 515 |
Backhähnchen |
2 Hähnchen, Salz, 30 g Mehl, 1 Ei, Brösel,
Ausbackfett
Frisch geschlachtete Hähnchen rupfen, sengen,
ausnehmen, längs halbieren, waschen, abtrocknen, mit Salz einreiben, mit
Mehl bestäuben, in geschlagenes Ei tauchen, in Semmelbröseln wenden und
in siedendem Fett goldbraun backen.
|
| 516 |
Brathähnchen |
Keulen, Brust und Flügelstücke ablösen, panieren und
in heißem Fett braten. Aus Gerippe und Klein eine Brühe kochen.
|
| 517 |
Hühnerfrikassee |
1 Kochhuhn, Wurzelwerk, Salz, 1 l Wasser, 40 g
Margarine, 40 g Mehl, Essig, Pilze, 1 Eigelb
Das Huhn, gerupft, ausgenommen und gewaschen, mit
Wurzelwerk und Salz, mit Wasser knapp bedeckt, weich kochen. In der
erhitzten Margarine das Mehl goldgelb werden lassen, ½ l Hühnerbrühe
nach und nach auffüllen, gut durchkochen. Mit Kräuteressig oder
Apfelwein, gekochten Pilzen oder kapern abschmecken. Mit 1 Eigelb
abziehen. Die Tunke in eine Schüssel füllen und das zerlegte Huhn
hineingeben. Das Frikassee kann auch mit Semmelklößchen, Pilze, Spargel
Pilze oder Blumenkohl und Zungenstreifchen ergänzt werden.
|
| 518 |
Taubenfrikassee |
Wie Hühnerfrikassee bereiten. Das Ausnehmen ist leichter, weil Tauben
keine Galle haben.
|
| 519 |
Gebratene Tauben |
Wie Gebratenes Huhn bereiten. Zum Ausnehmen einen Querschnitt machen,
die Beine hineinstecken, die Flügel auf den Rücken biegen und den Hals unter
einen Flügel schieben. |
| 520 |
Gefüllte Tauben |
2 Tauben, Salz, 100 g Weißbrot, 50 g Hackfleisch, 1
Ei, Salz, Muskat,100 g Margarine
Die gerupften, ausgenommenen, gewaschenen j und mit
Salz eingeriebenen Tauben füllen. Fülle: Das eingeweichte, fest
ausgedrückte Weißbrot zerpflücken, mit dem Hackfleisch, den gewiegten
Innereien, dem Ei (oder als Ersatz I Esslöffel Kartoffelmehl), Salz und
Muskat gut zusammen verarbeiten. Die Tauben füllen, zunähen und wie
Huhn, in der Margarine braten.
|
| 521 |
Gebratene Pute |
Die Pute reicht im Durchschnitt für 6 bis 8 Personen. Wie Huhn
vorbereiten. Besonders darauf achten, dass die Sehnen aus den Keulen
herausgezogen werden. Zum Füllen, der Größe entsprechend, die doppelte oder
dreifache Menge der Zutaten verwenden, die bei gefülltem Huhn angegeben
sind. Soll die Fülle süß sein, 50 g Rosinen und 20g Zucker in die Masse
geben. Bei mageren Tieren die Brust, vor allem aber auch die Keulen mit
Speckscheiben belegen 2 cm hoch Wasser, Speck in Scheiben und
Margarine in die Bratpfanne geben. Wenn die Flüssigkeit kocht, die Pute
hineinlegen und je nach dem Alter 1 bis 2 Stunden zugedeckt dünsten. Die
Brühe abschöpfen, die Pute aufgedeckt unter öfterem Begießen braten.
Bratzeit je nach Alter 2 bis 4 Stunden. Dabei immer wieder etwas Brühe
zufügen. Die Pute nicht wie die Gans kross braten, da sonst besonders das
Fleisch der Keulen zu derb würde. |
| 522 |
Gebratener Fasan |
1 Fasan, Salz, 80 g Butter, 50 g Speck
Wacholderbeeren, ⅛ l Wasser ,¼ l saure Sahne 10 g Mehl
Den 3 bis 4 Tage abgehangenen gerupften und gesengten
Fasan ausnehmen, waschen, austrocknen und leicht mit Salz einreiben. Von
den Eingeweiden nur die Leber verwenden und zwar fein hacken, mit 30 g
sahnig gerührter Butter vermischen und damit die Bauchhöhle
ausstreichen. Den Speck in Scheiben schneiden, auf den Fasan legen,
festbinden und das Ganze dann in 50 g heißer Butter ringsum mit einigen
zerdrücken Wacholderbeeren anbraten. Wenn der Bratsatz braun wird, nach
und nach Wasser und dann saure Sahne zugeben. Zuletzt die Tunke mit Mehl
binden. Wenn nötig, erst mit etwas Wasser aufkochen. Bratzeit etwa 1
Stunde. Alte Tiere besser schmoren.
|
| 523 |
Birkhahn,
Auerhahn |
1 Birkhahn, Salz, 200 g Schweinebauch, 50 g Weißbrot,
1 Ei, Petersilie, Pfeffer, 80 g Speck, 20 g Butter, ½ l Wasser 10 g Mehl
Das kleinere Birkwild hat einen feineren Geschmack
als das größere Auerwild. Dieses Geflügel wird nach dem Abhängen nicht
gerupft, sondern abgezogen, dann ausgenommen, gewaschen und mit Salz
eingerieben. Die Keulen sind bei Birkhahn, vor allem aber bei Auerhahn
sehr zähe. Sie werden deshalb abgelöst und zusammen mit dem
Schweinefleisch, dem Magen, der Leber und dem eingeweichten und fest
ausgedrückten Weißbrot 2 bis 3 mal durch den Fleischwolf gedreht. Die
Masse mit Ei und gehackter Petersilie durchmengen, mit Salz und Pfeffer
abschmecken. Die Fülle in die Bauchhöhle geben und diese zunähen. Die
Ränder des Specks abschneiden und mit den weißen Speckscheiben das
Geflügel einhüllen, den Speck festbinden. In der heißen Butter den Hahn
ringsum anbraten. Junge Tiere bei mildem Feuer in 1 bis 1 ½ Stunde gar
braten, ältere Tiere schmoren. Aus dem Bratsatz, Wasser und kalt
angequirltem Mehl eine Tunke bereiten.
|
| 524 |
Rebhühner |
Junge Rebhühner wie Gebratener Fasan zubereiten. Bratzeit etwa 30
Minuten. Feinschmecker wickeln die Rebhühnchen erst in Weinblätter, dann in
Speckscheiben. Dadurch wird der Braten besonders saftig. Alte Tiere
anbraten, kochendes Wasser zugeben und schmoren.
|
| 525 |
Rebhuhnragout |
2 alte Rebhühner, Wurzelwerk, Salz, 1 l Wasser, 20 g
Margarine, 40 g Speck, 30 g Mehl
Die gerupften, gesengten und ausgenommenen Rebhühner
waschen und mit dem vorbereiteten Wurzelwerk oder einem
Kräuterbündelchen in dem leicht gesalzenen Wasser 1 Stunde kochen. Die
Hühner zerlegen, die Knochen auslösen, das Fleisch in gleichmäßige
Stücke schneiden. In der heißen Margarine den in Würfel geschnittenen
Speck anbraten, das in Mehl gewendete Fleisch darin braun braten und ein
wenig Brühe zufügen. Wenn sie verdampft ist, wieder etwas auffüllen.
Zuletzt ½ Liter Brühe zugeben und das Fleisch zugedeckt gar schmoren.
Würde das Gericht nicht ausreichend sein, dann Sellerie und Mohrrüben,
etwas rohen Schinken oder Pilze, in Würfelchen geschnitten, kleine
Zwiebeln, geschält, aber unzerschnitten, zugeben und mit schmoren. Durch
1 Glas Rotwein oder Johannisbeerwein und Paprika wird das Gericht noch
herzhafter.
|
| 526 |
Rebhuhn mit Sauerkraut |
2 Rebhühner, Salz, 60 g Speck, 40 g Margarine, 500 g
Sauerkraut, ¼ l Apfelwein, 4 Wacholderbeeren
Die vorbereiteten und mit Salz eingeriebenen
Rebhühner mit Speckscheiben belegen und diese festbinden. Die Hühner in
der heißen Margarine braten, bis sie halbgar sind. Das grob gehackte
Sauerkraut in einen eingefetteten Topf geben, den Apfelwein darüber
gießen und die Wacholderbeeren zufügen. Kocht das Kraut, die Rebhühner
hineinbetten, den losgekochten Bratsatz beigeben und beides gar dünsten.
|
| |
|
Zurück zur Übersicht Fleisch |
| |
|
|
 |
Strauß |
Herkunft: Südafrika oder auch deutsche Straussenfarmen
Geschmack: erinnert an
Rinderfilet
Gesundheitswert: reich
an Eiweiß, fett- und cholesterinärmer als Geflügel |
Zubereitung: Meist wird das Fleisch aus der Keule angeboten. Aus der
Unterkeule ist es gut zum Braten und Schmoren. Die zartere Oberkohle eignet
sich zum Kurzbraten und Grillen. |
 |
Bison |
Herkunft: Nordamerika (aus Züchtungen in USA und Canada
Geschmack: ähnlich wie
Rindfleisch, aber zarter
Gesundheitswert: fett-
und cholesterinarm, aber reich an Eiweiß, Mineralstoffen und B-Vitaminen |
Zubereitung: Wird wie Rind zubereitet, aber die Garzeiten sind
kürzer, weil es sehr mager ist. Die halbe Zeit ist meist ausreichend |
 |
Büffel |
Herkunft: Asien. Auch in Deutschland werden Wasserbüffel gezüchtet.
Aus der Milch wird Mozzarella hergestellt
Geschmack: zart, wie
Rindfleisch mit zartem Wildaroma
Gesundheitswert:
cholesterinarm, kalorienarm (weniger als Rind), reich an Mineralstoffen |
Zubereitung: wird wie Rind zubereitet |
 |
Elch |
Herkunft: Skandinavien, Nordamerika
Geschmack: ausgeprägtes
Aroma, das an Rind und Wild erinnert
Gesundheitswert:
fettarm, aber reich an Eiweiß, B-Vitamine, Vitamin A, viele Mineralstoffe |
Zubereitung: das magere Fleisch schmeckt als Steak, Goulasch, Ragout
und Boulette (Frikadelle, Burger) |
 |
Känguru |
Herkunft: Australien
Geschmack: vergleichbar
mit Wild. Ähnlich Rehfleisch. Bei Jungen Tieren ist dieser Geschmack weniger
ausgeprägt
Gesundheitswert:
Fettgehalt etwa 1 - 2 %. Wenig Cholesterin. Reich an Eiweiß, Eisen und
Vitaminen |
Zubereitung: Zum Grillen, Schmoren, Kochen und Braten. Nur kurz
garen!! Zu lange Garzeit macht das Fleisch fade und zäh |
 |
Krokodil |
Herkunft:
Geschmack: fast
geschmacklos, wenn es nicht stark mariniert wird (Erfahrung des Autors).
Andere Autoren bezeichnen den Geschmack als Mischung zwischen Huhn und Fisch
Gesundheitswert:
Krokodilfleisch ist sehr fettarm, ein ausgewogenes Verhältnis von mehrfach
ungesättigten zu einfach ungesättigten und gesättigten Fettsäuren vor. Die
Cholesterinwerte sind verhältnismäßig gering und der Proteingehalt hingegen
relativ hoch: 100g Krokodilfleisch enthalten 36 kJ, 21,1g Eiweiß, 1,9g Fett
und 91,0 mg Cholesterin. |
Zubereitung: meist marinieren |
| 967 |
Straußengulasch
|
Für
4 Portionen 250 g Schalotten, 1 große rote Paprikaschote,1
Sternfrucht,1 grüne Chilischote, 2 Knoblauchzehen, 500 g Straußensteak, 1
½ EL Öl, Salz, Pfeffer 75 ml Marsala, 200 ml Orangensaft, 2 EL
Mango-Chutney, 1 EL dunkler Saucenbinder
Schalotten abziehen, evtl. halbieren. Paprika und
Sternfrucht putzen, waschen und in Streifen bzw. Scheiben schneiden. Chili
entkernen, waschen, fein hacken. Knoblauch abziehen, durchpressen. Fleisch
abspülen, trocken tupfen und grob würfeln. Am besten in einem
beschichteten Topf im heißem Öl kräftig anbraten. Salzen, pfeffern und
herausnehmen. Schalotten im Bratfett anbraten. Paprika, Chili und
Knoblauch kurz mitdünsten. Mit Marsala ablöschen, Bratensatz loskochen.
Orangensaft zugießen, aufkochen, zugedeckt bei mittlerer Hitze 5 Minuten
schmoren. Sternfrucht und Fleisch zufügen, weitere 2-3 Minuten garen. Mit
Chutney, Salz und Pfeffer abschmecken und mit Saucenbinder andicken.
Pro Portion ca. 250 Kalorien; 34 g Eiweiß, 7 g Fett, 20
g Kohlenhydrate; Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde
|
| 968 |
Krokodil-Gulasch/ Alligator Stew |
Für 8 Portionen ! Bitte die Garzeiten beachten,
wenn für weniger Portionen gekocht wird.
1,5 kg Krokodil, vom Schwanz, in Happen geschnitten½
Liter Milch, 10 Esslöffel Olivenöl (120 Gramm), 600 ml Hühnerbrühe, 1
Zwiebel, groß, gewürfelt (50 Gramm), 5 Zehen Knoblauch: zerdrückt (10
Gramm) ½ Teelöffel Pfeffer, weiß (4 Gramm), 1 Teelöffel Kreuzkümmel (5
Gramm), 1 Teelöffel Oregano (5 Gramm) 7 Stück Chilischoten, mild, grün (70
Gramm), 1 Tomate, groß, geschält (65 Gramm), 2 Teelöffel Cajun-Gewürze (10
Gramm), 2 Esslöffel Maisstärke (32 Gramm)
Krokodilhappen mit Wasser übergießen, ungefähr eine
Stunde einweichen. Wasser abgießen und gut abtropfen lassen. Zurück in den
Topf geben, Milch darüber gießen und eine weitere Stunde stehen lassen.
Milch abschütten, gut abtropfen lassen. (Man macht das, um den intensiv
fischigen Geschmack los zu werden. Wenn Sie hochwertiges, helles,
Krokodilfleisch haben, brauchen Sie nicht so lange zu wässern).
In einem großen Topf bei hoher Hitze Krokodil in
Olivenöl anbraten, bis die Flüssigkeit verdampft ist und das Fleisch
leicht bräunt. Vom Herd nehmen und das Öl abgießen. Zwiebeln zufügen und
anschmoren, dann alle anderen Zutaten bis auf die Stärke zu geben, Hitze
reduzieren und unter verschlossenem Deckel köcheln lassen, bis das Fleisch
zart ist, aber nicht auseinander fällt. Das kann 1 oder 2 Stunden dauern.
Die Flüssigkeit sollte auf ein Drittel einkochen. Die Maisstärke. mit ein
wenig Flüssigkeit vermischen und unter Rühren dem Eintopf zufügen. Kurz
aufkochen lassen, damit die Sauce andickt.
|
| 968a |
Krokodilstreifen in Sesampanade mit Kokos- Curry- Sauce |
Für 4 Portionen: 800g
Krokodilfleisch in Streifen von ca. 50g, 200g Weizenmehl, 400g Sesamkörner,
2 Eier, 40 ml Milch, 10g Knoblauch zerdrückt, 10g Currypulver, 400 ml
Kokosnuss- Creme oder Milch, etwas braunen Zucker, Kurkuma oder edelsüßes,
rotes Paprikapulver, Öl zum Backen, Salz und Pfeffer zum Abschmecken
Sauce: 2 EL Öl erhitzen,
Knoblauch, Curry und Kurkuma/Paprika zugeben und 2 Minuten sautieren. Pfanne
beiseite stellen und 10 g Mehl, Kokosnuss- Creme und Zucker zumischen und
kurz aufkochen. Pfanne nach 1 Minuten wieder vom Herd nehmen. Sauce würzen.
Krokodil-Streifen mit Salz und Pfeffer würzen und wie Schnitzel in Mehl und
Ei/Milch-Gemisch wenden. Mit Sesamkörner panieren. Öl in der Pfanne erhitzen
und die panierten Streifen beidseitig 2-4 Minuten goldbraun herausbacken.
Fleisch abtropfen lassen und mit Sauce separat servieren |
| 969 |
Chili con Crocodilo |
Für 6 Portionen: 1.5 Kilogramm Krokodil, gewürfelt, 3 Dosen Kidneybohnen, oder Pintobohnen (1350 gr.), ½ Tasse Öl. (105 gr.), (3 Dosen
Tomatenmark (150 gr.), 2 Tassen Zwiebeln, gewürfelt (240 gr.), 1 Tasse
Hühnerbrühe, fertig zubereitet (230gr.), 1 Knolle Sellerie, gewürfelt (260
gr.), 1 Esslöffel Chilipulver (10 gr.), 1 Tasse Paprikaschote, gewürfelt
(210 gr.) 1 Teelöffel Kreuzkümmel (5 gr.), 3 Zehen Knoblauch (6 gr.), 1
Teelöffel Salz (6 gr.), 2 Teelöffel Pfeffer, schwarz (16 gr.) 1 Stück
Chilischote, Jalapeno, gewürfelt (10 gr.)
Öl bei guter Hitze in einem schweren Kochgerät
erhitzen. Krokodil zugeben und ca. 20 Minuten schmoren. Zwiebeln,
Sellerie, Paprika, Knoblauch und Jalapenos zufügen. Andünsten. Kidney-
oder Pintobohnen dazugeben, mit Tomatenmark und Hühnerbrühe auffüllen,
leise aufkochen lassen und dann Hitze
reduzieren. Mit Chili und Cumin (Kreuzkümmel) würzen,
gut einrühren und ungefähr eine Stunde köcheln lassen, wobei man ab und zu
umrühren sollte. Sobald das Krokodil zart ist, mit Salz und Pfeffer
abschmecken. Bitte beachten Sie bei der Zubereitung, dass die im Rezept
angegebenen Mengen und Garzeiten sich im Originalrezept auf 6 Portionen
beziehen.
|
| 970 |
Kängurufilet mit glasiertem Apfel und
Macadamianüssen |
Lendenfilets vom Känguru á 200 gr., Pfeffer, Salz, 1 L
Bratensauce, Rotwein, 100 gr. Macadamianüsse, 2 Äpfel, Butter, Zucker, Öl
Die Bratensauce einkochen, bis sie zu gelieren beginnt,
mit Rotwein abschmecken. Die Filets mit Pfeffer und Salz würzen. In einer
Kasserolle etwas Öl stark erhitzen und die Filets darin anbraten, bis sie
auf beiden Seiten gleichmäßig braun sind. Im, auf 225 Grad C vorgeheizten,
Backofen weitere 5 Minuten garen. Herausnehmen und 15 Minuten in der
Bratensauce ziehen lassen. Die Macadamianüsse auf einem Backblech im
mittelstark vorgeheizten Ofen 5 bis 10 Minuten goldbraun rösten. Die Äpfel
schälen und vierteln. Butter zerlassen und die Apfelstücke darin
glasieren. Etwas Zucker und Wasser zum Karamellisieren zugeben. Die Filets
in Scheiben schneiden, mit Apfelstücken und Macadamianüsse garnieren und
mit Sauce übergießen.
|
|
►
zurück zur Übersicht
weitere Rezepte für Neugierige
 |
| |
Counter-Box.de
|
► |
HOME |
| |
|
| |
Die Kochbücher |
| ► |
|
| ► |
|
| ► |
|
| ► |
|
| ► |
|
| ► |
|
| |
Webs |
| ► |
|
| ► |
|
| ► |
|
| ► |
|
| ► |
|
| |
|
| ► |
Themenseiten |
| ► |
|
| ► |
|
| |
|
| ► |
|
| ► |
|
| ► |
|
|
Alle Fotos auf diesen Seiten sind vom
Autor dieses Webs, wenn nicht anders angegeben
Aktualisiert am:
14.01.2010 15:04 Uhr
©
Lay 2002 - 2010 |
|
|