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Letzte Bearbeitung:
26.06.2008 |
Kochbuch der 40er Jahre
Kaffee

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Schon der Duft, wenn man die Kaffeedose öffnet, ist einfach
himmlisch: so aromatisch, kräftig und irgendwie geheimnisvoll! Auch wenn das
ehemalige Luxus-Getränk inzwischen Alltagsgenuss geworden ist, spüren wir in
diesem Moment jedes Mal aufs Neue Vorfreude auf die kurze Auszeit bei einer
frisch aufgebrühten Tasse Kaffee.
Und die heiße Liebe kann alles sein: Power-Spender nach einem
anstrengenden Tag, Trost nach einem unschönen Erlebnis, Energie-Kick bei einem
kleinen Durchhänger oder auch anregender Begleiter beim Plauderstündchen mit der
besten Freundin. So gesehen ist der kleine Schwarze Wellness pur!
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Laune-Push-up
Dass Kaffee ein echter Stimmungsmacher ist, haben
Wissenschaftler inzwischen übrigens nachgewiesen: Eine Studie hat ergeben, dass
bereits eine Tasse Kaffee den Serotonin-Spiegel erhöht. Das Glückshormon
vertreibt schlechte Laune und hebt die Stimmung. Damit hat Kaffee die gleiche
Wirkung wie Sonnenlicht, tut deshalb vor allem in der dunklen Jahreszeitgut.
Sicher ist dies auch der Grund, warum die Skandinavier Spitzenreiter im
Kaffee-Konsum sind: In den nördlichen Ländern herrscht im Winter massiver
Lichtmangel. .Das Koffein, bekanntester Inhaltsstoff des Kaffees, ist der ideale
Muntermacher: Es verengt sanft die Gefäße, so dass das Blut mit mehr Power durch
den Körper gepumpt wird - das bringt den Kreislauf (vor allem morgens) in
Schwung! Je nach Gewöhnung und Konstitution bleibt diese Wirkung zwei bis sieben
Stunden erhalten - so lange braucht die Leber für den Abbau. Übrigens pusht auch
Entkoffeinierter sanft das Nervensystem. Dies beweist, dass es im Kaffee weitere
Inhaltsstoffe geben muss, die anregend wirken. Welche Stoffe das sind, können
die Forscher aber noch nicht sagen. Koffein macht aber nicht nur wach, sondern
hat auch andere positive Eigenschaften: Drei bis fünf Tassen am Tag können
Konzentration und Denkfähigkeit steigern. Wissenschaftler haben herausgefunden,
dass Koffein das Kalzium in den Nervenzellen mobilisiert und dadurch die
Verbindungen zwischen den Zellen verbessert. So arbeitet das Gehirn schneller
und effektiver.
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Echt gesund
Auch was die Gesundheit anbelangt, ist der Schwarze besser
als sein Ruf: Wissenschaftler sind sich einig, dass er - in Maßen genossen -
sogar gesund macht! - Krebs-Killer Kaffee: Vermutlich bremst Koffein die
zellkernverändernden Effekte von Bakterien aus. Kaffee enthält außerdem
Radikalefänger und verhindert so die Entstehung von Krebszellen. Zudem regt er
die Verdauung an und fordert so Entgiftungsprozesse im Darm. Dadurch senkt
regelmäßiger Kaffeegenuss das Dickdarmkrebs-Risiko um 24 %.
Super gegen Allergien:
Schon seit längerem ist bekannt, dass Koffein die Bronchien erweitert und
dadurch bei Asthma lindernd wirken kann. Ganz neue Studien haben jetzt gezeigt,
dass die Säuren im Kaffee die Produktion von Histaminen herabsetzen: Diese
Stoffe werden bei der Bekämpfung von Allergenen vom Körper ausgeschüttet und
sind für die allergischen Reaktionen verantwortlich.
Keine Herzprobleme:
Lange hat man Kaffee für Herzprobleme verantwortlich gemacht. wahrscheinlich ist
aber das Gegenteil der Fall: Starke Kaffeetrinker seien sogar weniger anfällig
für Herz-Kreislauf-Erkrankungen als völlige Abstinenzler, sagt die amerikanische
Herzgesellschaft. Auch der Vorwurf dass Kaffee den Cholesterinspiegel steigen
lasse, ist nur für Brühkaffee (z. B. türkischer Mokka) gültig. Bei Filterkaffee
oder Espresso & Co. ist dies nicht der Fall!
Schönmacher:
Nicht nur der sprichwörtliche kalte Kaffeesatz macht schön, sondern auch heißer
Kaffee. Und schlank! Koffein regt Stoffwechsel und Verdauung an und sorgt
so dafür, dass Nahrung besser verwertet und weniger gespeichert wird. Kaffee
enthält sogar ein wichtiges Schönheits-Vitarnin: Niacin. Eine Tasse deckt 5-8%
vom Tagesbedarf an diesem Vitalstoff. Niacin schützt die Haut, regt den
Stoffwechsel an.
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DAS KAFFEE-LEXIKON
Neben dem immer noch sehr beliebten Filterkaffee finden wir
deutschen Kaffeegenießer die neuen Sorten aus Italien und Amerika lecker. In
beiden Varianten stecken alle erwähnten Superstoffe.
Espresso Klein, stark, schwarz - so
lieben Italiener ihren "caffe", bei uns als Espresso geläufig. Für ihn wird
heißes Wasser mit großem Druck durch das Pulver gedrückt, dadurch treten weniger
Reizstoffe und Koffein aus. Darum regt der kleine Schwarze zwar an, aber nicht
so auf wie Filterkaffee. Espresso ist die Grundlage für die anderen
Spezialitäten:
Espresso Macchiato ("gefleckter
Kaffee") - mit einer kleinen Milchschaumhaube gibt der italienische
Kaffeegenießer dem kleinen Schwarzen einen Hauch Milde mit in die Tasse.
Cappuccino ("Häubchen") - der echte
Cappuccino besteht aus Espresso, heißer Milch und Milchschaum, und zwar zu etwa
je einem Drittel in der Tasse. Er wird in Italien übrigens ab Mittag nicht mehr
getrunken - italienische Mägen vertragen die viele Milch dann nicht mehr und
trinken lieber Espresso pur.
Latte Macchiato ("gefleckte Milch") -
der neue Liebling der Deutschen wird im Glas serviert. Die "Latte" besteht zu
gleichen Teilen aus heißer Milch, Espresso und Milchschaum. Zuerst wird die
Milch ins Glas gegeben, dann der Schaum und zum Schluss der Espresso. So ergibt
sich die "gefleckte" Optik.
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