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A |
Abbacken, abbrennen, abgebackener
Teig: Fett, Flüssigkeit und Gewürz aufkochen. Mehl oder Grieß in die
siedende Flüssigkeit schütten und den Teig so lange rühren (abbrennen),
bis er zu einem Kloß geworden ist und sich vom Topfboden löst (abbackt).
Eier erst unterziehen, wenn der Teig etwas abgekühlt ist. |
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Abbrühen, blanchieren:
Nahrungsmittel mit kochendem Wasser begießen oder kurz kochen, abgießen
und bis zur Weiterverarbeitung in kaltes Wasser legen. In der
neuzeitlichen Küche werden die Nahrungsmittel nicht mehr blanchiert,
weil ihnen dadurch wertvolle Stoffe entzogen werden. Für Krankenkost ist
zuweilen ein Abbrühen von streng schmeckendem Kohl angebracht. Besser
ist in solchen Fällen das Dämpfen. Dadurch werden die unangenehmen
Geruchs- und Geschmacksstoffe entfernt, aber die wertvollen,
wasserlöslichen Bestandteile erhalten. |
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Abdämpfen: Nach dem Abgießen der
Kartoffeln den Topf noch einige Minuten ohne Stürze auf nicht zu heißer
Herdstelle stehen lassen. Dann die Kartoffeln leicht schütteln, um sie
noch besser abzudämpfen und damit noch mehliger zu machen. Werden sie
nicht sofort aufgetragen, dann ein Tuch über den Topf breiten, das den
Dampf aufnimmt, und darauf erst die Stürze decken. Die Kartoffeln
bleiben dadurch trocken. |
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Abschäumen: Schaum entfetten, der
beim Kochen von Brühe, Fleisch, Obstsaft, Obstmus und Zucker entsteht. Zum
Abschöpfen einen Schaumlöffel
verwenden. Der Schaum ist unansehnlich, enthält aber Nährstoffe. Er kann
deshalb gebundenen Suppen oder Marmeladen zugefügt werden. |
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Abschmecken: Dem gar gemachten
Gericht durch geringe Mengen bestimmter Würzstoffe (Salz, Zucker, Essig
u. a.) die letzten geschmacklichen Feinheiten geben, um dadurch Mängel
beim vorausgegangenen Würzen auszugleichen. |
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Abschrecken: Siedendheißes Kochgut
mit kaltem Wasser begießen oder darin eintauchen. Gekochte Eier werden
einige Minuten in kaltes Wasser gelegt; das geronnene Eiweiß zieht sich
dadurch zusammen und die Schale löst sich besser ab. Teigwaren auf ein
Sieb schütten, mit kaltem Wasser übergießen, damit sie sich nicht
zusammenballen. Frisch gekochter Kaffee setzt sich schnell, wenn ein
wenig kaltes Wasser übergegossen wird. |
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Abziehen
/ Legieren: Flüssige Speisen durch Zugabe von Ei
verfeinern. Eigelb oder das ganze Ei mit etwas abgekühlter Suppe oder
Tunke verquirlen und kurz vor dem Anrichten mit der Suppe oder Tunke
verrühren. Die Speisen dürfen nach dem Legieren nicht mehr kochen, weil
das Ei sonst in Flöckchen gerinnt. Mandeln abziehen: Mit kochendem
Wasser brühen, die gelockerte Schale durch Fingerdruck ablösen. |
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Aspik, Fleischgelee: Heiß flüssig,
erkaltet eine schnittfeste, durchsichtige Masse, die säuerlich
abgeschmeckt worden ist, entsteht durch längeres Kochen von Schwarten,
Knochen und Knorpeln der Schlachttiere und Gräten, Knochen und Haut von
Fischen. Besonders gut gelieren die Brühen von Kopf, Füßen und Schwarten
des Schweines sowie von Kalbsknochen und Schweinsknochen. Fisch- und
Geflügelbrühen muss meist etwas Gelatine oder Aspikpulver zugesetzt
werden. Gemüsebrühen enthalten keinen Leimstoff; sie bekommen Festigkeit
durch Zusatz von Gelatine. Auf 1 Liter Flüssigkeit werden im Sommer 40 g
Gelatine gebraucht; im Winter genügen 30 g. Die Brühe mit Essig, Zitrone
oder Wein, mit Salz und auch mit Fleischextrakt abschmecken, durchseihen
und über die Einlagen gießen. Um dem Aspik eine gelbbraune Farbe zu
geben, in der Brühe einige Zwiebelschalen mitkochen oder etwas
Zuckerfarbe zusetzen. |
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Auflauf: In einer feuerfesten Form
überbackene salzige oder süße Speise, die in der Form zu Tisch gebracht
wird. |
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Ausbacken: Garmachen in siedendem
Fettbad auf dem Herd, am besten in einem breiten Topf. Das Backgut muss
in heißem Fett schwimmen. Es hat den richtigen Hitzegrad, wenn ein
hineingelegtes Stückchen Teig sofort schwimmt und sich bräunt oder wenn
um einen in das Fett gehaltenen Quirlstiel Bläschen aufsteigen. Sollte
sich nach einiger Zeit das Fett stark bräunen, muss etwas frisches Fett
hinzu gegeben werden. Keine feuchten Nahrungsmittel in das Backfett
geben; sonst spritzt das Fett und schäumt stark, läuft dabei leicht
über, so dass Brand- und Verbrennungsgefahr besteht. Im Topfe brennendes
Fett durch rasches Auflegen des Deckels löschen, übergelaufenes durch
Bedecken der Flamme mit Asche oder feuchten Tüchern. Niemals aber mit
Wasser zu löschen versuchen! |
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B |
Backen: Garmachen in der heißen,
trockenen Luft der Backröhre oder in besonderen Backgeräten. Damit
Kuchen und anderes Backwerk beim Stürzen aus der Form oder beim
Hinunterschieben vom Blech nicht anhängen, werden Formen mit flüssiger
Butter oder mit Öl ausgepinselt, Backbleche mit fettigem Papier
abgerieben, die Formen leicht mit Grieß, Semmelbröseln oder mit Mehl
bestreut. Für Biskuitmasse wird der eingefettete Boden .noch mit einem
Stück Butterbrotpapier ausgelegt, das in der Größe des Bodens
zugeschnitten und ebenfalls mit Butter bestrichen ist. Ersparnis von
Backbutter ist möglich durch Zugabe von geriebenen gekochten Kartoffeln
zu Backpulver-, Hefe. und Mürbeteig. Noch warme Bleche säubern durch
Abreiben mit Papier und Salz oder Ablösen der Krusten durch Bedecken mit
feuchtem Tuch. Dann trocken abreiben und leicht einfetten. |
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Beizen: Siehe marinieren. |
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Blanchieren: Siehe abbrühen. |
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Binden: Stippen, Tunken und Gemüse
mit Mehl sämig machen. Salzige Suppen und Tunken mit kalt angerührtem
Weizen- oder Roggenmehl oder mit einer Mehlschwitze (Einbrenne),
Obstsuppen und süße Tunken mit kalt angerührtem Stärkemehl, Bratentunken
mit Kartoffel- oder Weizenmehl verdicken, Gemüse mit Einbrenne oder kalt
angequirltem Weizen- oder Roggenmehl sämig machen. Ist das Gemüse aber
mit sehr wenig Flüssigkeit zubereitet worden, dann lässt es sich auch
durch Bestäuben mit Mehl binden. Das Gericht nochmals kurz durchrühren
und kochen. |
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Blauen: Den ausgenommenen,
gewaschenen Fisch mit kochend heißem Essigwasser übergießen, damit er
die gewünschte Blaufärbung bekommt. 10 Minuten ziehen lassen und in das
siedende Kochwasser legen. |
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Brandteig: Siehe abbacken |
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Braten: Garmachen in heißem Fett
in der Bratpfanne auf dem Herd oder in der Bratröhre. Bratfleisch in der
Pfanne nicht mit Gabel oder Messer anstechen, sondern nur mit Löffel
wenden, damit kein Saft ausläuft. Bei Pfannengerichten lässt sich Fett
sparen durch Ausstreichen des Tiegels mit der Schnittfläche einer
halben, in Fett getauchten Zwiebel. |
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Bräunen: Siehe rösten. |
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D |
Dämpfen: Garmachen durch
Wasserdampf. Das Kochgut, damit es nicht mit dem Wasser in Berührung
kommt, auf einen Durchschlag legen, der über einem Topf mit siedendem
Wasser hängt, oder Dämpfer verwenden. |
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Dressieren: Zubereitetes Geflügel
in eine ansprechende Form bringen, heißt in der Küchensprache
dressieren. Die Flügel werden am ersten Gelenk abgeschnitten, die
Stümpfe auf den Rücken gebogen, die Beine am Kniegelenk abgeschnitten.
Mit einer Pack- oder Dressiernadel, in die ein dünner Bindfaden gezogen
ist, wird von der linken Keule aus quer durch den Rumpf und durch die
rechte Keule gestochen, der Faden dann auf dem Rücken des Tieres
verknotet. Den Hals unter einen Flügel stecken. |
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Dünsten: Ein Garmachen im eigenen
Saft bei milder Hitze, mit oder ohne Zugabe von wenig Fett oder Wasser.
Geeignet besonders für Ge- richte mit kurzer Garzeit und für
Nahrungsmittel mit hohem Wassergehalt, z. B. Fisch, Tomaten. |
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E |
Einbrenne: Zu unterscheiden sind
helle und dunkle Einbrenne, auch Mehlschwitze genannt. Helle Einbrenne:
Fett und Mehl zu gleichen Teilen nehmen. Das Fett zerlassen, das Mehl
hineinschütten, rühren, bis es zartgelb ist. Unter ständigem Rühren nach
und nach kochende Flüssigkeit zufügen. Es muss immer erst die
zugegossene Flüssigkeit glatt gerührt sein, bevor neue zugegeben wird.
Dunkle Einbrenne: 1 ½-mal so viel Mehl wie Fett verwenden. In dem
stark erhitzten Fett das Mehl so lange rühren, bis es hellbraun ist.
Auffüllen wie helle Einbrenne. |
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Einweichen: Die Rinde von Semmel,
Brot usw. dünn abschälen oder mit dem Reibeisen abreiben. Die Semmel
dann in Stücke schneiden, in kaltem Wasser gut durchweichen und mit
sauberen Händen oder in einem gebrühten Säckchen so trocken wie möglich
auspressen. |
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Eischnee: Siehe schlagen. |
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Entfetten: Abschöpfen des
überflüssigen Fettes von Bratentunken, Fleischbrühen und Suppen. Das
Fett mit einem Löffel vorsichtig abheben und dann erst die Suppen und
Tunken binden. |
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F |
Färben: Färbung von Speisen lässt
sich auf verschiedene Weise erzielen. Suppen und Tunken werden braun
durch einige Tropfen Ersatzkaffee. Mehlspeisen, Krems und Zuckerguss
ebenfalls durch starken Kaffee, aber auch durch Kakao oder Schokolade.
Ferner dient Zuckerfarbe zur Braunfärbung, darf aber nur tropfenweise
verwendet werden, damit die Speisen keinen bitteren Geschmack annehmen.
Zur Herstellung von Zuckerfarbe wird Zucker in einem Topf über gelindem
Feuer so lange gerührt, bis er dunkelbraun wird. Dann Wasser zugießen
und den Zucker gut durchkochen. Die Farbe in fest verkorktem Fläschchen
aufbewahren. Rotfärbung lässt sich durch den Saft roter Rüben erreichen
(diese raspeln, mit wenig Wasser kochen, auspressen) oder durch
Holunderbeersaft oder aufgelöste rote Gelatine. Süßspeisen nehmen eine
rosa Farbe an durch einige Tropfen Himbeer-, Johannisbeer- oder
Kirschsaft. Gelbe Tunken werden durch Zugabe von Eidotter oder Eifarbe
oder gelöstem Fleischextrakt erzielt. Grüne Farbe gibt Spinatsaft
(Spinatblätter fein wiegen und den Saft durch ein Läppchen ausdrücken).
Im Handel sind auch giftfreie Speisefarben erhältlich. |
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Farce: Fülle für Fleischstücke,
Geflügel, Fisch, Gemüse, Kartoffeln. Verschiedene Zutaten, wie fein
gehacktes Fleisch, Pilze, eingeweichte Semmel, gerührte Butter, Eier,
Gewürze, Kräuter, werden zu einer Kloßmasse ver- mischt, die so fest
sein muss, dass sie nach dem Garmachen nicht zerfällt. |
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Filtern, filtrieren: Flüssigkeiten
durch ein Leinen- oder Flanellsäckchen (Obstsaft) oder durch einen mit
Filtrierpapier ausgelegten Trichter (Kaffee) oder durch ein Sieb, das
ebenfalls mit Filtrierpapier oder Stoff ausgelegt ist (Brühe), ein- bis
zweimal langsam durchgießen. Die Bestandteile, die die Flüssigkeit
getrübt haben, bleiben im Filter zurück. Fettige Flüssigkeiten müssen
heiß gefiltert werden. |
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Fleckentfernung: Je schneller ein
in der Tischwäsche entstandener Fleck behandelt wird, desto größer ist
die Möglichkeit der Entfernung. Bei weißer, kochbarer Tischwäsche lassen
sich Bleichmittel wie verdünntes Chlorwasser (Rau de
Javelle), Wasserstoffsuperoxyd und Schwefeldampf
anwenden, die aber bei bunten Stoffen die Farbe angreifen würden. Es ist
vorteilhaft, das Stück Stoff mit dem Fleck über eine Schüssel zu legen
und ihn dann mit dem Reinigungsmittel zu bearbeiten. Flecke von fettiger
Tunke mit heißem Seifen-Salmiakwasser auswaschen. Obstflecke mit Essig-,
Borax- oder Salmiakwasser begießen, damit zunächst der Farbstoff
herausgespült wird. Aus kochbaren Stoffen die Flecke dann mit einem
Bleichmittel völlig entfernen, nachwaschen, mit Essigwasser spülen. Bei
Rasenbleiche fällt das Spülen mit Essigwasser fort. Rotweinflecke über
eine Schüssel spannen, mit Salz bestreuen, mit Wasser begießen oder in
Essigwasser legen. Bei weißer Tischwäsche ein Bleichmittel anwenden.
Kaffee-, Kakao-, Teeflecke mit kaltem Wasser ausspülen, mit
Seifen-Salmiakwasser waschen, wenn möglich bleichen. Seng- und
Brandflecke mit kaltem Wasser anfeuchten und mit einem Bleichmittel
behandeln. Bei Wachs- und Paraffinflecken das anhaftende Wachs oder
Paraffin mit einem Messer abheben, dann unter und über den Fleck
Löschpapier legen und die Wachsreste herausbügeln, das Stück mit heißem
Seifen-Salmiakwasser waschen. War das Wachs farbig, dann ein
Bleichmittel anwenden. |
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Frikassee: Helles Fleisch, gekocht
und geschnitten, angerichtet in einer hellen Tunke, die mit Zitronensaft
oder mildem Essig abgeschmeckt ist. |
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G |
Garmachen: Siehe ausbacken,
backen, braten, dämpfen, dünsten, grillen, kochen, rösten, schmoren,
sieden, überbacken, ziehen. Durch das Garmachen wird ein Nahrungsgut für
den Genuss vorbereitet. Bisweilen reihen sich bei der Herstellung eines
Gerichtes mehrere Garmachungsarten in, verschiedener Reihenfolge
aneinander, z. B. bei fettem Braten: Kochen, Braten, Schmoren. |
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Garziehen: Siehe ziehen. |
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Gelatine: Feine gereinigte
Leimstoffe, die in dünne Tafeln gepresst oder in Pulverform in den Handel
kommen. Gelatine ist ohne Geschmack und Geruch, ist farblos ("weiß") oder
rot gefärbt. Blatt- oder tafelförmige Gelatine kalt waschen, in wenig
heißer Flüssigkeit gut auflösen und am besten unter Rühren durch ein Sieb
in die Speise geben. Gelatinepulver kalt anrühren, in der heißen
Flüssigkeit verquirlen und noch einmal aufwallen lassen. Gelatine darf
nicht kochen, da sie dann an Bindekraft verliert. Für 1 Liter Flüssigkeit
sind zum Steifen im Sommer 40 g, in der kalten Jahreszeit 30 g Gelatine zu
rechnen. |
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Gelee: Kalte, durchsichtige
Speise, sauer oder süß. Pikante Gelees mit Brühen von Fleisch, Fisch
oder Gemüse herstellen. Zu süßen Gelees werden Fruchtsäfte, Weine oder
Liköre verwendet. Zum Steifen wird Gelatine gebraucht. Reine
Fruchtgelees entstehen durch starkes Einkochen der Fruchtsäfte mit viel
Zucker. Sulz: Nicht durch Zucker gesteiftes Gelee. |
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Glasieren: überziehen von
Gerichten oder Backwerk, um der Oberfläche Glanz zu geben. Fleisch und
Fisch, auch Geflügel werden noch warm mit der stark eingekochten und mit
Stärkemehl gebundenen Tunke bestrichen. Backwaren bekommen nach dem
Backen eine Zuckerglasur oder werden vor dem Backen mit Milch,
verquirltem Eigelb, Zucker- oder Salzwasser bestrichen. |
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Grillen: In trockener Hitze bei
direkter Flammenbestrahlung Fleisch und Wurst auf eingefetteten
Roststäben gar machen. |
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H |
Hefeprobe: Die Treibfähigkeit wird
geprüft, indem ein Stückchen Hefe in warmes Wasser gegeben wird. Steigt
die Hefe, dann ist sie treibfähig. |
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Hirschhornsalz: Es ist ein
Backtriebmittel, ähnlich wie Hefe, Sauerteig oder Backpulver. Chemisch:
Ammoniumhydrocarbonat. Der ungewöhnliche Name entstand, weil früher das
Hirschhornsalz tatsächlich aus geraspelten Hirschgeweihen gewonnen wurde. Im
rohen Zustand riecht es stechend nach Ammoniak. Beim Backen vergeht aber
dieser Geruch. Hirschhornsalz wird besonders für schwer knetbare Teige
verwendet (Lebkuchen, Roggenkuchen, Honigkuchen). Das Gebäck "Amerikaner"
verwendet es als Triebmittel, deshalb war es je nach Landstrich auch als
"Ammonplätzchen" bekannt. Klassische Kuchen sollten keine Zuge von
Hirschhornsalz erhalten, da dann der Teig in die Breite, statt in die Höhe
geht. In der Adventszeit bekommt man Hirschhornsalz auch in den Geschäften,
ansonsten ist es in der Apotheke erhältlich. Die Lagerung soll kühl und
trocken erfolgen. Getrennt von anderen Backhilfsmitteln, z.B. Vanillinzucker
halten. Sonst wird Ammoniak freigesetzt. |
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K |
Klären, Läutern: Trübe
Flüssigkeiten (Fleischbrühe, Fruchtsaft, zerlassene Butter, Honig,
Zucker) werden durch Aufkochen und Filtern oder durch Abschäumen
geklärt. Mit Eiweiß, das die unreinen Stoffe aufnimmt, lässt sich
Fleischbrühe klären. Für 1 Liter Brühe 1 Eiweiß zu leichtem Schaum
schlagen, die gewaschene, gut zerdrückte Eierschale und 1ELöffel Wasser
hinzufügen, alles in die lauwarme Brühe geben, erhitzen und dabei mit
dem Schneebesen tüchtig schlagen. Nach dem Kochen bleibt die Brühe an
heißer Stelle stehen, bis das Eiweiß geronnen und nach oben gestiegen
ist. Es setzt sich dann auf der Oberfläche eine graue Eiweißmasse ab,
unter der die helle Brühe zu sehen ist. Danach die Flüssigkeit
vorsichtig ein- bis zweimal durch ein gebrühtes Tuch gießen, das in ein
Sieb gelegt worden ist. Trübe Fruchtsäfte aufkochen, mit dem
Schaumlöffel abschäumen und filtern. Butter in einer Kasserolle auf
leichtem Feuer kochen, bis sie nicht mehr kreischt, und dann vom Feuer
ziehen. Nach einigen Minuten hat sich das Salz zu Boden gesetzt. Nun den
Schaum abschöpfen, die Butter behutsam von dem Bodensatz abgießen und
erkaltet in einem zugebundenen Steintopf kühl und trocken aufbewahren.
Zucker, der geläutert werden soll, ist in kaltem Wasser zu lösen und
darin langsam zum Kochen zu bringen. Den sich bildenden Schaum mit den
unreinen Beimischungen entfernen. |
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Kochen, Sieden: Garmachen in
reichlich Wasser, das Kochgut muss mindestens bedeckt sein. An kochende
Speisen kein kaltes, sondern stets nur heißes Wasser zugießen.
Hülsenfrüchte kochen schneller weich, wenn auf 1 Liter Wasser 1
Messerspitze Natron gegeben wird. Erst salzen, wenn die Erbsen, Bohnen
oder Linsen gar sind. |
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Kochkiste: In einer Kochkiste
können vorgekochte Speisen gar gemacht und für längere Zeit warm
gehalten werden. In eine Kiste mit passendem Deckel eine Lage Holzwolle,
Heu oder geknülltes Papier drücken, einen fest schließenden Topf
hineinstellen, den Raum zwischen Topf und Kistenwand fest ausstopfen und
den Topf wieder herausnehmen. Um der Polsterung Halt zu geben, kann sie
mit Stoff überzogen werden. Sobald der Topf mit dem noch kochenden
Inhalt eingesetzt worden ist, ein Kissen oder eine Decke obenauf legen
und den Deckel der Kochkiste schließen. Ersatz der Kochkiste: Fester
Pappkarton oder um den Topf mehrere Bogen Zeitungspapier einzeln
schlagen. Den so verpackten Topf auf ein Kissen stellen und eine Decke
darüber legen. Diese Methode hat mancherlei Vorteile
(Heizstoffersparnis, das Essen kann nicht anbrennen, hält sich lange
heiß, aber ihre Nachteile dürfen nicht unterschätzt werden. Durch lang
dauerndes Kochen und Heißhalten wird die Nahrung entwertet. Gemüse,
Obst, Kartoffeln sind wichtige Vitaminträger und gehören darum nicht in
die Kochkiste. Dagegen eignen sich alle Nahrungsmittel, die ein
langsames Ausquellen verlangen (so Grieß, Grütze, Graupen,
Hülsenfrüchte). Kochkistenessen durch frische Kräuter, die kurz vor dem
Anrichten zugefügt werden, oder durch Salate oder frisches Obst
aufwerten. |
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Kräuterbündel: 1
Stängel Petersilie, je 1 Zweiglein Melisse und Thymian oder
Majoran oder 1 Blättchen Liebstöckel. |
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L |
Läutern: Siehe klären. |
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Legieren: Siehe abziehen. |
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M |
Marinieren, Beizen: Einlegen von
Fleisch (roh oder gekocht), von Fisch, Geflügel und Wild in eine saure
Brühe. Die Nahrungsmittel werden dadurch schmackhafter und für einige
Zeit haltbar. Einfache Marinade besteht aus Essigwasser, das mit
geschnittener Zwiebel, mit Wurzelwerk und einer Gewürzdosis aufgekocht
wird. Dunkles Fleisch wird gern in eine Beize von Sauer- oder
Buttermilch eingelegt, die dann zur Bereitung der Tunke Verwendung
finden kann. Zu bratende Fischstücke sind 1 Stunde vorher mit
Zitronensaft oder Essig zu beträufeln, vor dem Panieren abzutrocknen und
zu salzen. |
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Mehlschwitze: Siehe Einbrenne. |
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P |
Panieren: Einhüllen von kleineren
Fleisch-, Fisch- oder Gemüsestücken die zu braten oder zu backen sind,
in Mehl, Ei und Semmelbrösel. Es darf erst kurz vor dem Braten paniert
werden, da sonst die Panade abfällt. |
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Passieren: Durchstreichen von
Tunken, Suppen, gekochten Gemüse Obst, Breien, Beeren usw. durch ein
Haarsieb. |
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R |
Reiben: Roh geriebene Kartoffeln
verfärben sich nicht, sondern bleiben weiß, wenn sie bis zur
Verarbeitung mit Mehl bedeckt werden. Frisch gekochte Kartoffeln lassen
sich nicht reiben; sie müssen durchgepresst werden. Reste abgeriebener
Zitronenschale können durch Abreiben des Reibeisens mit Mehl entfernt
werden. |
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Rösten: Bräunen von
Nahrungsmitteln bei starker Hitze und ohne Flüssigkeit. Es kann ohne
Fett in der Pfanne unter fortgesetztem Wenden (Braunmehl, Kaffee), aber
auch unter Zugabe von Fett (Zwiebel, Wurzelwerk, Semmelwürfel) erfolgen. |
 |
S |
Schälen: Nach Entfernen der Schale
verfärben sich Kartoffeln, Obst und helle Gemüsesorten nicht, wenn sie
sofort mit einem feuchten Tuche bedeckt oder in kaltes Wasser gelegt
werden. Bei besonders empfindlichem Obst (nicht voll ausgereiften Birnen
und Äpfeln) und Gemüse (Schwarzwurzel, Sellerie) kann dem Wasser ein
wenig Essig zugesetzt werden. Die dünne Haut von Haselnüssen wird
entfernt. Wenn die Kerne auf einem Blech in die warme Ofenröhre gelegt
werden. Die Haut platzt und lässt sich mit einem Tuche abreiben. In der
gleichen Weise werden Schalen und Haut von den Maronen (essbaren
Kastanien) gelöst. |
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Schlagen: Eischnee entsteht, wenn
in das Eiweiß durch längeres Schlagen Luft hineingeschleudert wird.
Zunächst das Weiße vom Eigelb behutsam trennen, hierauf mit 1ELöffel
Wasser und 1Prise Salz oder Zucker (dadurch wird der Schnee schneller
steif) in einer Porzellanschüssel (nicht in einem Aluminiumtopf, der den
Schnee grau färben würde) mit Gabel oder Schneebesen schlagen, bis das
Eiweiß so fest geworden ist, dass es sich schneiden und stürzen lässt.
Erst unmittelbar vor Gebrauch bereiten, weil es sonst wieder flüssig
wird und sich nicht noch einmal schlagen lässt. Eischnee wird mit einem
Löffel unter die Speisen und Teige gezogen (nicht gerührt), um sie zu
lockern. Kuchenteige bei der Zubereitung, Tunken während des Kochens,
gekochten Brei unter Beigabe von Flüssigkeit schlagen. |
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Schmoren: Das zu schmorende
Nahrungsmittel (Fleisch, Fisch, Gemüse) zuerst in sehr heißem Fett
ringsum rasch anbraten. Es bildet sich dabei eine Kruste, die das
Auslaufen von wertvollem Saft verhindert. Dann wenig kochendes Wasser
zusetzen. Ist es verdampft, wieder ergänzen und dies 3 bis 4mal
wiederholen. Danach das inzwischen gebräunte Schmorgericht mit so viel
Flüssigkeit auffüllen, dass es knapp bedeckt ist und in fest
verschlossenem Topfe bei milder Hitze gar werden lassen. |
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Schneiden: Braten vor dem
Aufschneiden erst etwas abkühlen lassen, damit der im Inneren siedende
Fleischsaft beim Anschneiden nicht herausläuft. Fleisch immer quer zur
Faser schneiden und ein sehr scharfes Messer verwenden. Frisches
Backwerk zweckmäßig mit einem Sägemesser schneiden. Bei nassem Kuchen,
Torte und Pudding die Messer- schneide anfeuchten. |
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Schuppen: Fische gegen den
Strich, also vom Schwanz nach dem Kopf zu mit einem Messer oder Fischschupper
von den Schuppen befreien. |
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Sengen: Geflügel ist nach dem
Rupfen zu sengen, damit kleine Haare und Reste von den Federn
verschwinden. An einem Bein und dem entgegen gesetzten Flügel festhalten
und über Gas- oder Spiritusflamme rasch hin und her wenden. Mit einem
Messer nachputzen. |
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Sieden: Siehe kochen. |
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Spicken: Mageres Fleisch soll
durch Beigabe von Speck einen kräftigen Geschmack erhalten und saftiger
werden. Den Speck, der möglichst kalt sein muss, in Streifen (etwa 3 cm
lang, ¼ cm dick) schneiden und zwar gleichlaufend mit der Speckfaser, um
ein Zerreißen zu vermeiden. Einen Speckstreifen in die Spicknadel legen,
diese in das Fleisch einstechen die Faser des Fleisches etwa 1 Finger
breit auf die Nadel nehmen und' den Speckfaden durchziehen, der dann
oben und unten gleich lang aus dem Fleisch hervorstehen soll. In dieser
Weise fortfahren, bis je nach der Größe des Bratens eine oder mehrere
Reihen von Speckstreifen durchgezogen sind. Anwendung dieses Verfahrens
besonders bei Wildrücken und -keule, Lende, Rinderbraten, Kalbsbraten.
Fehlt eine Spicknadel, dann mit spitzem, scharfem Messer einstechen und
den Speckfaden oder -keil in den Schlitz schieben. Ein anderes Verfahren
findet vorzugsweise bei Wiegebraten und Klopsen Anwendung: Aus
fingerdicken Speckscheiben Dreiecke schneiden. Ein spitzes Messer in das
Fleisch stechen, das Messer nach oben drücken und hinter ihm das
Speckstück einschieben. Fleisch, Geflügel und Fisch können auch mit
dünnen Speckscheiben belegt und diese mit gebrühtem Heftgarn befestigt
werden. Das Fleisch bleibt dadurch unverletzt und verliert keinen Saft. |
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Stürzen: Pudding, Sülze und Aspik
lassen sich unbeschädigt stürzen, wenn die Masse am Rande mit einem
Messer gelockert und dann die Form kurz in heißes Wasser getaucht wird.
Platte oder Teller vorher mit kaltem Wasser abspulen, denn ist die
Speise beim. Stürzen an die Seite geraten kann sie auf dem feuchten
Teller mühelos in die Mitte gleiten. |
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T |
Tranchieren: Zerlegen von Fleisch
mit Hilfe von scharfem Messer und am besten zweizinkiger Gabel. Zum
Zerteilen von Geflügel wird außerdem die Geflügelschere verwendet. Fisch
wird mit Messer und Löffel in Portionen geteilt. |
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Trennen: Um Eigelb vom Eiweiß zu
trennen, die Eischale der Mitte a einem Tassenrand oder mit dem
Messerrücken leicht anschlagen und mit den Fingern vorsichtig
auseinander brechen. Das Dotter muss dann über einer Schüssel so lange
von einer Schalenhälfte in die andere gleiten, bis alles Eiweiß in die
Schüssel abgeflossen ist und in der Schale nur das Eigelb zurückbleibt.
Sollen mehrere Eier getrennt werden, muss das für jedes weitere Ei über
einem anderen Gefäß geschehen, damit nicht ein verdorbenes Ei das schon
getrennte Eiweiß unbrauchbar macht. |
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U |
Überhacken: Durch Kochen, Dämpfen
oder Dünsten gar gemachte Nahrungsmittel nach weiterer Zubereitung noch
in der Röhre überbacken. |
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W |
Wurzelwerk: Es besteht aus je 1
Stück Möhre, Sellerie, Porree, Kohlrabi, Petersilienwurzel oder Pastinak
und 1 Zwiebel. Wurzelwerk wird verwendet beim Kochen von Fleischbrühe,
Suppen und Fisch. Es kann auch klein geschnitten und angebraten werden,
bevor es ausgekocht wird. |
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Würzen: Im Gegensatz zum
Abschmecken erfolgt das Würzen vor Beginn oder während des
Garmachungsvorgangs. Es sind die so genannten Würzstoffe (Salz, Essig,
Zucker u. a.) von den eigentlichen Gewürzen zu unterscheiden, die
sämtlich pflanzlichen Ursprungs sind und sich in heimische und
ausländische Gewürze gliedern. Eine Gewürzmischung (Gewürzdosis) besteht
aus 2 Gewürzkörnern, 4 Pfefferkörnern, 1 Gewürznelke und 1 Stück
Lorbeerblatt. Diese Mischung wird beim Kochen von Knochen- und
Fleischbrühe, bei Herstellung von Marinaden, Zubereitung von Fisch,
Ragout oder Frikassee gern verwendet. |
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Z |
Ziehen: Bestimmte Gerichte, z. B.
ganze, nicht zu große Fische, werden in sehr heißer, jedoch nicht
kochender Flüssigkeit gar gemacht, um ein Zerplatzen zu vermeiden.
Klößchen verschiedenster Art (besonders die aus Eischnee) können auf der
Suppe gar ziehen, für die sie als Einlage gedacht sind. Ein ähnliches
Garziehen findet in der Kochkiste statt. Nach einem kurzen Ankochen des
Gerichtes kann es in der Kochkiste völlig gar ziehen. Gut geeignet für
Getreideerzeugnisse (Grütze, Graupen, Flocken, Teigwaren) und
Hülsenfrüchte. |
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Zitrone, Apfelsine: Verwendet
werden in der Küche Saft und Schale. Im ersten Fall wird die Frucht halb
durchgeschnitten und der Saft am besten mit einer Zitronenpresse
ausgepresst und durch ein Sieb gegossen, damit die Kerne zurückbleiben.
Zitronen- und Apfelsinenschalen vor dem Verbrauch sauber abreiben. Dann
die gelbe, äußere Schale mit dem Reibeisen oder einem Stück Zucker
abreiben oder aber mit scharfem Messer oder mit Kartoffelschäler ganz
dünn abschälen. Das weiße Unterfutter der Schale schmeckt bitter und
wird deshalb nicht mit abgerieben oder abgeschält. Die gelben Schalen
können aufbewahrt und später zum Würzen verwendet werden: Entweder das
Abgeriebene mit Zucker vermischen und in einer Glasbüchse aufheben oder
die Schale mit Würfelzucker abreiben und diesen in einer verschlossenen
Büchse aufbewahren oder die fein gewiegte Schale mit Zucker vermischen
und ebenso verfahren oder die abgeschälte frische Schale in eine Büchse
mit Zucker legen, damit dieser nach einigen Tagen den Zitronen- oder
Apfelsinengeschmack angenommen hat oder schliELich die abgeschälte
Schale trocknen. |
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14.01.2010 15:04 Uhr
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