Das Japanische Rezeptbuch

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Tofu- und Ei-Gerichte

Tofu
Tofu wird aus Sojabohnenmilch hergestellt und ist eine wichtige Proteinquelle für die japanische Ernährung. Er ist ernährungsphysiologisch sehr wertvoll, da er wenig Kalorien hat und kaum Cholesterin enthält. in China vor über 2000 Jahren erfunden, kam der Tofu mit der buddhistischen Religion nach Japan. Zunächst wurde er nur von den Mönchen im Tempel gegessen. Doch nach kurzer Zeit war er im ganzen Volk beliebt. Aus vielen Küchen Asiens ist er nicht wegzudenken. in Japan wird er von unzähligen Familienbetrieben täglich frisch hergestellt. Jeder Japaner hat sein spezielles Tofu-Geschäft, in dem er am liebsten einkauft. Da Tofu nur geringen Eigengeschmack hat, lässt er sich vielfältig kombinieren. Im Sommer wird er gern kalt, im Winter warm gegessen. Man kann ihn frittieren, kochen, panieren oder pürieren.

Gebackener Tofu Tofu no Usuage Shogaloyu

Zutaten für 4 Portionen: 250 g japanischer Tofu 100 kg Weizenmehl 2 EL Pflanzenöl 100 g Daikon japanischer Rettich) 1 Stück frischer Ingwer (etwa 4 x2 cm) außerdem: japanische Sojasauce
 
Zubereitungszeit: 20 Min. Pro Portion: 710 kJ/170 kcal

Tofu kurz in kaltes Wasser tauchen, abtropfen lassen und gründlich abtupfen. Dann vorsichtig in 8 gleich große Würfel schneiden. Tofustücke in Mehl wenden und in heißem Öl in einer Pfanne von jeder Seite etwa 1 Min. bei mittlerer Hitze goldbraun backen. Rettich und Ingwer schälen und jeweils separat fein reiben. Rettich auspressen und mit der Hand daraus vier gleich große Häufchen formen. Jeweils 2 Stücke Tofu auf einem Teller anrichten. Daneben jeweils einen Rettichberg setzen und oben mit Ingwer verzieren. Ein Schälchen japanische Sojasauce dazu stellen. Die Tofustücke werden vor dem Essen mit etwas Sojasauce übergossen.

Variante: Frittierter Tofu
250 g Tofu in 8 Würfel schneiden, in 100 g Kartoffelmehl (Stärkemehl) wenden und in 800 ml Öl frittieren. 160 ml Dashi-Brühe 40 ml Sojasauce 40 ml Mirin verrühren und kurz aufkochen lassen. Je 2 Tofustücke in eine Suppenschale geben, Sauce darüber gießen. mit 80 g geriebenem Rettich, 1 EL geriebener Ingwer und Lauchringen garnieren.


Tofu-Pfannkuchen Tofuiri Okonomiyaki

Zutaten für 4 Portionen: 4 Eier. 125 g Weizenmehl 60 g Garnelen, ohne Kopf, Schale und Darm. 60 g Tintenfische (Sepia) 60 g Octopus .600 g japanischer Tofu I EL Pflanzenöl zum Braten.

Für die Sauce: 50 g frische Shiitake-Pilze 2 EL japanische Sojasauce 2 EL Mirin (süßer Reiswein) 1 TL Kartoffelmehl (Stärkemehl) außerdem: 1 EL getrocknete Bonitoflocken (Hana Katsuo) und 1 EL getrocknete Aonoriflocken (grüne, getrocknete Algenflocken, ersatzweise geschnittener Nori (Seetang) zum Garnieren

Zubereitungszeit: 50 Min. Pro Portion: 1400 kJ/330 kcal

Eier in einer großen Schüssel verquirlen und Mehl langsam einrühren, so dass sich keine Klumpen bilden.  Garnelen, Tintenfische und Octopus waschen, trocken tupfen und in etwa 1 cm große Würfel schneiden, dann zur Ei-Mischung geben. Tofu kurz in kaltes Wasser tauchen, abtropfen lassen und ebenfalls dazu geben. Mit einem Gummischaber Tofu gründlich unter die Masse heben. Shiitake-Pilze mit einem trockenen Tuch abwischen, Stiele entfernen und die Pilze in etwa 2 mm feine Streifen schneiden. Sojasauce. 120 ml Wasser und Mirin in einem Topf aufkochen und die Shiitake-Pilze dazugeben. Etwa 10 Min. ziehen lassen. Kartoffelmehl mit 1 EL Wasser verrühren, unter Rühren in die Sauce geben und so lange rühren, bis die Sauce eindickt. In einer Pfanne von etwa 16 cm Öl erhitzen und aus dem Teig nacheinander 4 Pfannkuchen von jeder Seite bei mittlerer Hitze etwa 2 Min. backen. Fertige Pfannkuchen im Ofen auf Tellern warm halten. Dann auf vier tiefe Teller verteilen, mit Sauce begießen und mit Bonitoflocken und Aonoriflocken garnieren.

Getränk: Zu diesem Gericht passt Sake am besten. Sie können Ihn kalt oder warm servieren


Eierstich Chawanmnshi

Zutaten für 4 Portionen: 60 g Hähnchenbrustfilets ohne Haut 4 Riesengarnelen, ungeschält, ohne Kopf (je etwa 40 g) 4 frische Shiitake-Pilze Salz 2 EL Sake japanischer Reiswein) 4 Gingkonüsse (aus der Dose) 2 Eier 400 ml gekühlte Dashi-Brühe II 2 TL japanische Sojasauce 2 TL Mirin (süßer Reiswein) außerdem:
Mitsuba oder Daikon-Kresse zum Garnieren

Zubereitungszeit: 35 Min. (+ 30 Min. für die Dashi-Brühe) Pro Portion: 6g0 kJ/160 kcal
1 Hähnchenfleisch vierteln.

Garnelen aus den Schalen lösen, am Rücken leicht einritzen und den dunklen Darm entfernen. Pilze mit einem trockenen Tuch abwischen und die Stiele entfernen. Hähnchenfleisch, Garnelen und Shiitake-Pilze salzen und mit Sake beträufeln. Gingkonüsse abgießen. Eier verschlagen, aber nicht schaumig rühren. Dashi-Brühe, Sojasauce und Mirin dazugeben. Die Masse durch ein Sieb geben. In nicht zu flache, feuerfeste Schalen oder Tassen Hähnchenfleisch, Garnelen, Nüsse und Shiitake verteilen und mit Eisauce aufgießen. In einen großen Topf etwa 2 cm Wasser füllen. Schalen mit Deckel bzw. Tassen mit Klarsichtfolie abdecken und hineinstellen. Wasser erhitzen, bis es zu sieden beginnt. Tassen darin 15-20 Min. mit geschlossenem Deckel bei schwacher Hitze dämpfen lassen. Um sicher zugehen, dass das Kondenswasser nicht auf den Eierstich tropft, ein sauberes Tuch um den Deckel wickeln. Das Wasser darf auf keinen Fall kochen, da sich sonst Löcher in der Eimasse bilden können.

Vor dem Servieren mit Mitsuba oder Daikon-Kresse garnieren.

Tipp! Zu diesem Gericht müssen Sie unbedingt einen Löffel eindecken, denn auch ein Japaner kann den Eierstich nicht mit Stäbchen essen.


Geschichtete Eierrolle Dashimakitamago

Zutaten für 4 Portionen: 1 rote Peperoni 100 ml Su (Reisessig) 90 ml Mirin (süßer Reiswein) 150 g Daikon (japanischer Rettich) Salz 200 ml Dashi-Brühe 1 TL japanische Sojasauce 8 Eier 2-3 EL Pflanzenöl zum Braten außerdem: 1 Bambusmatte (Makisu)  zum Aufrollen. Japanische Sojasauce zum Dippen

Zubereitungszeit: 50 Min. (+ 1 Std. Marinieren + 15 Min. für die Dashi-Brühe) Pro Portion: 1800 kJ/430 kcal

Peperoni von Stiel und Kernen befreien. waschen und in feine Ringe schneiden. Essig. 30 ml Mirin und 100 ml Wasser aufkochen. dann abkühlen lassen. Rettich schälen und in sehr feine Scheiben schneiden. Scheiben salzen und mit der Hand fest durchkneten. Dann das Salz gründlich abspülen und den Rettich gut auspressen. Rettich in der Essig-Mirin-Mischung etwa 1 Std. offen bei Zimmertemperatur marinieren. Kalte Dashi-Brühe. 60 ml Mirin und Sojasauce vermischen. Eier in eine Schüssel geben und verrühren. dann die Brühe vorsichtig unterrühren. In einer großen Pfanne (wenn vorhanden. eine rechteckige Pfanne nehmen) Öl erhitzen und 1 Suppenkelle voll Eimasse darin dünn verteilen und bei konstanter mittlerer Hitze etwa 15 Sek. backen. Bilden sich Bläschen. diese platt drücken. Wenn der Teig zu etwa 70% durch gebacken ist. d.h. die obere Schicht ist noch nicht ganz fest und an den Rändern bilden sich Blasen. wird das Omelette von hinten nach vorne aufgerollt: Auf die freie Fläche wiederum Öl geben. erhitzen und wiederum Teig auftragen. Dabei die fertige Rolle etwas anheben. damit der Teig auch darunter fließen kann. Wiederum backen und dann um die fertige Rolle drehen. Aus dem Restteig weitere 8 Teigschichten herstellen und aufrollen. Fertige Rolle nochmals mit einer Makisu (Bambusmatte. mit der Sushis gerollt werden) oder einem Küchentuch rollen. damit die Rolle eine gute Form erhält. Etwa 10 Min. stehen lassen. dann Matte bzw. Tuch entfernen. Eirolle in etwa 2 cm breite Streifen schneiden und servieren. Den Rettich mit Peperoni bestreuen und dazu servieren. Sojasauce zum Dippen reichen.

Info: Das Weichkneten von Gemüse ist in Japan eine weit verbreitete Technik. um Gemüse (z.B. Rettich. Auberginen. Möhren und Kohl) weich zu bekommen. Es erspart dann das Kochen.


Ei-Sushi mit Garnelen Ebi Kimizushi

Zutaten für 4 Portionen, für 8 Stücke: 8 Riesengarnelen, ungeschält, ohne Kopf und Darm (etwa 40 g) Salz. 2 Eier 6 Eigelb 3 TL Zucker 8 TL Su (Reisessig) außerdem: 8 Grillspieße japanische Sojasauce zum Dippen nach Belieben: etwas Daikonkresse zum Garnieren

Zubereitungszeit: 30 Min. Pro Stück: 1100 kJ/260 kcal

Garnelen an der Bauchseite alle 2 cm leicht einschneiden. der Länge nach auf je einen Grillspieß aufspießen, so dass sie gerade sind. Garnelen etwa 5 Min. in Salzwasser bei mittlerer Hitze zugedeckt kochen, abkühlen lassen. Von den Spießen ziehen und die Schale entfernen. In einem Wasserbad Eier. Eigelb. Zucker und eine Prise Salz unter Rühren erhitzen. Wenn die Masse fest wird. Essig dazugeben. Weiter rühren bis die Masse wieder fest wird und vom Herd nehmen. Das Ganze durch ein Sieb passieren. Die Handflächen befeuchten und aus der Masse 8 längliche Portionen -wie Kroketten bzw. den Reis von Sushis - formen. Obenauf je 1 Garnele setzen. Nach Belieben etwas Kresse zur Dekoration neben die Ei-Sushi legen. Dazu Sojasauce zum Dippen servieren.

Tipp! Beim Dippen müssen Sie darauf achten, dass nur die Seite mit dem Fisch kurz eingetaucht wird, denn das Ei würde sehr schnell zerfallen, wenn man es mit der anderen Seite eintunkt. Das Ei-Sushi schmeckt auch sehr edel, wenn man es mit Lachs statt mit Garnelen belegt.


Eierrolle Datemakitamago

Zutaten für 4 Portionen: 750 g Riesengarnelen, ungeschält- ohne Kopf 1 ½ TL Salz 8 Eier 1 ½ EL Zucker 750 ml Sake japanischer Reiswein) 1 EL Pflanzenöl außerdem: 1 Bambusrolle (Makisu) zum Aufrollen japanische Sojasauce zum Dippen

Zubereitungszeit: 1 Std. Pro Portion: 7800 kJ/430 kcal

Garnelen von der Schale befreien, am Rücken längs leicht einritzen und den dunklen Darm entfernen Garnelen trocken tupfen und fein hacken. Im Mörser mit Salz zu einer Paste verarbeiten. Eigelb und Eiweiß trennen. Eiweiß langsam eines nach dem anderen mit der Fischpaste verrühren. Zucker und Sake dazugeben, verrühren und zum Schluss das Eigelb unterrühren. In einer viereckigen Pfanne Öl erwärmen, Eimasse hinein geben und bei schwacher Hitze 15-20 Min. braten. Wird der Rand goldgelb, das Omelette wenden und von der anderen Seite goldgelb backen. Luftblasen mit der Gabel aufstechen. Hitze abstellen, einen Deckel zur Beschwerung direkt auf die Eimasse legen. Etwa 10 Min. ruhen lassen, damit nicht wieder Luftblasen entstehen. Die Eimasse mit einer Makisu (Bambusmatte, mit der Sushis gerollt werden) oder einem sauberen Küchentuch wie eine Biskuitrolle aufrollen. Kurz ruhen lassen, dann Matte bzw. Tuch vorsichtig wegnehmen. Die Eierrolle mit einem scharfen Messer in etwa 2 cm breite Stücke schneiden. Als Dip Sojasauce dazu reichen.

Tipp! Wenn Sie eine Platte mit verschiedenen Sushis vorbereiten passt auch die Eierrolle sehr gut dazu.


Zweischichten-Ei Nishokutamago

Zutaten für vier Portionen, für 8 Stücke, für eine feuerfeste Form von etwa 22 x 22 cm oder eine Terrinenform von etwa 26 cm Länge: 12 Eier Essig Salz 80 g Zucker 1 TL Salz 8 Schnittlauchhalme außerdem: japanische Sojasauce zum Dippen.

Zubereitungszeit: 55 Min. Pro Stück: 2400 kJ/570 kcal

Eier in einem Topf in Essig-Salzwasser hart kochen, mit kaltem Wasser abschrecken und abkühlen lassen.  Eier pellen und Eiweiß und Eigelb vorsichtig trennen. Getrennt durch ein Sieb pressen. Jeweils mit 40 g Zucker und 112 TL Salz verrühren. In einer quadratischen Form Eiweiß gleichmäßig zu einer Schicht verteilen und leicht anpressen. Eigelb als zweite Lage darüber verteilen, glatt streichen und leicht andrücken. Einen großen Topf etwa zu 1/3 mit Wasser füllen und dieses bei starker Hitze zum Kochen bringen. Die Form in das Wasserbad stellen, Deckel schließen und 4-5 Min. bei mittlerer Hitze im Wasserbad garen. Damit kein Kondenswasser auf die Eiermasse tropft, ein sauberes Tuch um den Deckel wickeln. Die Masse abkühlen lassen und dann in 8 gleich große Stücke schneiden. Jeweils zwei Stücke aus der Form auf einen Teller geben. Die Eigelbseite soll oben sein. Mit zwei Schnittlauchhalmen dekorieren. Dazu als Dip japanische Sojasauce reichen.
Getränk: Zu diesem Gericht passt Sake besonders gut.

Variante: Zweischicht-Ei wie oben zubereiten. Zusätzlich 2 Stücke Surimi (gepresstes Fischfleisch) in kleine Stücke rupfen und auf die abgekühlte Eimasse leicht andrücken. Einen 1 Topfdeckel darauf legen und so beschweren. Das Ganze etwa 1 Std. pressen, dann servieren.

Info: In Japan wird für die Zubereitung eine Spezialform aus Aluminium, Nagashikan genannt, in der Größe 22 x 22 cm verwendet. Die Form sollte etwa 4 cm hoch sein. Wichtig ist dabei der Aluminiumeinsatz, mit dem das Ei herausgehoben werden kann.


 

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Aktualisiert am:

 14.01.2010 15:04 Uhr

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